Fußball: Kreisliga B
Heimspiel und Ostern: Feiertag mal zwei

Gimbte -

Ein ganzes Dorf hat Spaß: Heimspieltag, eine volle Schlage zu Ostern – und fünf Hütten gegen Mladost. Blau-Gelb Gimbte hat sich vom Ausrutscher gegen Wacker Mecklenbeck II ganz gut erholt.

Montag, 02.04.2018, 19:04 Uhr

So wurschtelig, wie es hier bei Philipp Sprakel (gelbes Trikot) aussieht, war es gar nicht für die Gimbter gegen Mladost. Beim 5:0-Sieg hatten sie eher leichtes Spiel.
So wurschtelig, wie es hier bei Philipp Sprakel (gelbes Trikot) aussieht, war es gar nicht für die Gimbter gegen Mladost. Beim 5:0-Sieg hatten sie eher leichtes Spiel. Foto: Stefan Bamberg

Die Rechnung ist simpel: Spieltag ist ja per se schon mal Feiertag in Gimbte. Dazu ist auch noch Ostern . Feiertag mal zwei, das ist sowas wie die doppelte Pommes. Es musste also gut werden am Montag. Und Tatsache: Nach dem 5:0 (3:0)-Heimsieg gegen den Klub Mladost wissen wir mal wieder alle, warum wir hier so gerne Fußball gucken.

Aber von vorn: Schlage voll, Stimmung toll – knisternde Amateurfußball-Erotik um Punkt drei. Heute übrigens in der Oster-Version: Let‘s talk about eggs, Baby! Und apropos Eier: Die erste Szene ist gleich ein formidables – jedoch fast ein Ü-Ei für Gimbte: lange Frucht Mladost, und dann wird‘s haarig, Wasim Schilling im Laufduell mit Sercan Ilhan, Schilling kommt ins Schlingern, bringt nur einen Kullerball zustande, BG-Keeper Janis Große Wöstmann kann klären – und Schiri Roland Böckmann pfeift zu Mladosts Entsetzen keinen Elfer. Der Mann hat hinten auf seinem Trikot das Champions-League-Logo – da konnte man ja erahnen, dass er auf internationale Härte steht. Vertretbare Entscheidung.

Was aber in der Anfangsphase klar wird: Die Gäste sind keineswegs nur zum Eier suchen angereist – auch wenn man zwischen all den Maulwurfshügeln sicher welche verstecken könnte. Dieser Platz wird echt mit jeder Saison skurriler.

Doch zum Gimbter Geheimnis gehört ja auch, dass sie mit dieser Kraterlandschaft zumindest etwas besser zurechtkommen als die Gegner: Was Christoph Grotholtmann da anstellt, sieht zum Beispiel richtig klasse aus: erst die Balleroberung, dann herrlich, wie er das Ding auf Marco Wienkamp durchsteckt, der ist einen Schritt schneller als Mladost-Hüter Daniel Tepe – schon hat‘s gescheppert, 1:0 für den Tabellenführer (13.).

Gimbte bleibt dran: Blau-Gelb schlägt Klub Mladost mit 5:0

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Am Donnerstag gegen Wacker Mecklenbeck II gab‘s für BG ein schlappes 1:1, das noch teuer werden kann im Aufstiegskampf. Da ist es absolut notwendig, es diesmal nicht mit einer Butze gut sein zu lassen. Dafür machen sie fortan Druck: Philipp Sprakel sogleich mit der nächsten Bewerbung für den westfälischen Hebammenorden – er presst und presst, und: wird geblockt (16.). In Münsters Hintermannschaft stimmt nach starkem Beginn aber nun ungefähr gar nix mehr, so ist die nächste Kiste eine Frage der Zeit: 41 Minuten sind rum, als Niklaas Houghton antritt; drei, vier Verteidiger macht der blau-gelbe Neuzugang frisch – und in der Mitte kann sich Kollege Wienkamp aus einem halben Meter nun wirklich nicht mehr gegen das 2:0 wehren.

Nur 60 Sekunden später zeigt er dann, dass er nicht nur gut ist, wenn man ihn anschießt: artistischer Service für Adam Kozakowskis 3:0. Und Pause. „Es hätten auch fünf, sechs Tore sein können“, meint Spielertrainer Daniel Helmes.

Der Thrill ist natürlich völlig raus, Mladost hat seinen Schwindel halbwegs auskuriert. Jedenfalls bis zu Houghtons nächstem Solo: Als hätte er sich vorgenommen, jetzt doch auch noch einen reinzuhauen, zieht er erst los, dann ab – bamm, Latte!, doch Dragan Grujic als Resteverwerter zur Stelle (71.) – 4:0. Ein eigenes Tor will Houghton auch im letzten Versuch nicht gelingen: Diesmal staubt Christoph Wesselmann seinen Schuss zum Endstand ab (79.).

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