Badminton: Bundesliga-Start
Union Lüdinghausen und TV Refrath puzzlen vor Saisonpremiere

Lüdinghausen -

Am Samstag, 15 Uhr, hat Union Lüdinghausen den TV Refrath zu Gast, so viel steht fest. Völlig unklar ist dagegen, in welcher Formation der Deutsche Meister von 2014 und der Vorjahres-Champion im Anton antreten.

Montag, 10.09.2018, 18:52 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 07.09.2018, 20:35 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 10.09.2018, 18:52 Uhr
Stehen Yvonne Li (v.) und Linda Efler am Wochenende zur Verfügung? Teammanager Michael Schnaase hält sich in Sachen Aufstellung bedeckt.
Stehen Yvonne Li (v.) und Linda Efler am Wochenende zur Verfügung? Teammanager Michael Schnaase hält sich in Sachen Aufstellung bedeckt. Foto: flo

Nach einer fast sechsmonatigen Pause startet am Samstag wieder die Bundesliga. Und es kommt gleich zum Auftakt in Lüdinghausen zu einem echten Spitzenspiel: Union , der Meister von 2014, trifft daheim um 15 Uhr in der Sporthalle des St. Antonius-Gymnasiums auf den Meister von 2017, den TV Refrath . Einerseits. Andererseits dürften beiden Teammanagern die Sorgenfalten auf der Stirn stehen. Denn eines steht fest: Beide Teams können am Nachmittag nicht in Bestbesetzung antreten.

Derzeit laufen die Junioreneuropameisterschaften und in der kommenden Woche findet mit den Japan Open eines der wichtigsten Turniere der Welt statt, wohin einige Spieler aufgrund der langen Anreise und der Zeitumstellung schon frühzeitig reisen. Somit ist klar, dass auf beiden Seiten wichtige Spieler fehlen werden.

Teammanager lassen sich nicht in die Karten schauen

In die Karten schauen lassen sich aber beide Vereine nicht. „Wir arbeiten daran, am Wochenende eine möglichst starke Mannschaft auf die Beine zu stellen“, sagt Union-Teammanager Michael Schnaase . Denn schließlich gelte es gleich zu Anfang, mit dem TV Refrath einen der direkten Konkurrenten um die sechs Play-off-Plätze in Schach zu halten. Dies ist nämlich das abermalige Saisonziel der Lüdinghauser: das Erreichen der Endspiele um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Dafür ist mindestens Platz sechs nach der Bundesliga-Vorrunde nötig. Besser noch Platz vier, dann winkt ein Heimspiel im Viertelfinale.

Nach dem Saisonauftakt am Samstag daheim gegen Refrath geht es am Sonntag, 14 Uhr, direkt zu einem weiteren West-Konkurrenten. Zwar hat das Team des BC Beuel mit der Deutschen Meisterin Luise Heim eine starke Dame an den BC Bischmisheim verloren. Doch dürfte für die Bonner von Vorteil sein, dass sie voraussichtlich auf ihren kompletten Kader zurückgreifen können. „Insofern wären wir auch mit einer knappen 3:4-Niederlage noch sehr zufrieden“, macht Michael Schnaase deutlich. Dann gibt es nach der Bundesliga-Arithmetik immerhin noch einen Zähler, der in der Endabrechnung ganz wichtig werden könnte.

Sechs Fragen an

Josche Zurwonne, 29, ist der mit Abstand dienstälteste Unionist. Seit 2007 steht der Ur-Lüdinghauser – mit einem Jahr Unterbrechung – in Diensten der Steverstädter.Die bange Frage: Japan oder Lüdinghausen?Zurwonne: Lüdinghausen. Zumindest am Samstag, vielleicht auch tags darauf. Der Plan war, dass wir am Sonntag nach Japan fliegen. Aufgrund meines enormen Trainingsrückstandes ist aber denkbar, dass wir die ganze Asien-Tour auslassen.Wie geht es dem Knie?Zurwonne: Im Alltag bin ich beschwerdefrei, aber im Training und in den Spielen meldet sich die Patellasehne schon noch. Leider ist die Zeit zwischen den Turnieren zu kurz, um die Verletzung komplett auskurieren zu können.Am Samstag beginnt Ihre zwölfte Erstliga-Saison. Kribbelt’s noch?Zurwonne: Nervös bin ich nicht, aber die Vorfreude stellt sich schon jedes Jahr aufs Neue ein. Lüdinghausen ist und bleibt meine Heimat. Außerdem ist man gespannt auf den oder die neuen Mitspieler.Der Niederländer Jelle Maas kommt. Ihre Einschätzung?Zurwonne: Jelle ist ein erstklassiger Doppelspieler, so dass wir da noch mehr Optionen haben.Reicht das, um Bischmisheim zu ärgern?Zurwonne: Bischmisheim ist aufgrund des breiten Kaders erneut erster Titelanwärter. Ich denke aber, dass der Abstand zu uns ein wenig kleiner geworden ist. Wie überhaupt die Liga sehr ausgeglichen ist. Das Rennen um die Plätze drei bis acht dürfte ziemlich eng werden.Da wäre ein guter Start umso wichtiger?Zurwonne: Stimmt. Da aber bei Refrath nur wenige Leute fehlen dürften und Bonn nahezu komplett ist, sind wir in beiden Spielen Außenseiter.

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