Fußball: Vorbereitung
Spinning gegen den Winter-Blues

Greven -

Der Winter hat die heimischen Fußballer aktuell im Griff. Trainingseinheiten sind zwar machbar, doch die allermeisten Teams müssen in der Wintervorbereitung improvisieren. Allerdings gibt es mittlerweile mehr als die üblichen Laufeinheiten, um sich auf die Rückrunde einzustimmen. Die meisten Mannschaften setzen auf ein gezieltes Fitness-Programm.

Freitag, 25.01.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 27.01.2019, 18:27 Uhr
Dragan Grujic arbeit an kreativen Lösungen, um ihre Spieler fit für den Start zu bekommen.
Dragan Grujic arbeit an kreativen Lösungen, um ihre Spieler fit für den Start zu bekommen. Foto: Stefan Bamberg

Überraschende Wintereinbrüche, krankheitsbedingte Ausfälle, Testspielabsagen: für die heimischen Fußballer ist die sportliche Vorbereitung auf die Rückserie mit vielen Unwägbarkeiten gepflastert. Eigentlich alle Trainer und Spieler stöhnen über das jährliche Chaos, das in schöner Regelmäßigkeit einfach kaum planbar ist. Mittlerweile beweisen die allermeisten aber ein großes Maß an Kreativität und haben ein passendes Alternativ-Programm in der Tasche, um fit ins neue Jahr zu starten.

Das gilt auch für Peter Talmann , der mit seinen DJK-Fußballern eifrig am Projekt Klassenerhalt bastelt. Das erste in Steinfurt geplante Testspiel musste aufgrund des Wintereinbruchs gestrichen werden, an diesem Wochenende soll dafür ein Test in Hauenhorst stattfinden. Ansonsten setzt Peter Talmann auf Training im Fitnessstudio und eine Portion Eigenverantwortung. „Freitags geht es ins Studio. Dort kommen die Spieler auf jeden Fall an ihre körperlichen Grenzen – und darüber hinaus. Das ist schon sehr wichtig. Außerdem gehen die Akteure in Eigenregie joggen. Den konditionellen Stand überprüfen wir dann zu einem späteren Zeitpunkt“, erklärt Peter Talmann.

Personell hat sich bei den DJK-Fußballern im Winter wenig verändert. Der erfahrene Coach vertraut auf seinen Kader und setzt im Kampf um den Liga-Verbleib auf Kontinuität. Jan Drees plagt sich noch mit hartnäckigen Knieproblemen herum, weitere Akteure können aufgrund beruflicher Verpflichtungen nicht an jeder Trainingseinheit teilnehmen.

Ähnlich kreativ handelt der Saerbecker Trainer Holger Althaus , dessen Team am kommenden Montag in Kinderhaus testet. Zuvor stehen Trainingseinheiten auf der Tartanbahn der Falken an, zudem setzt Althaus auf Spinning, um die Fitnesswerte seiner Elf zu verbessern.

Ein größeres Problem, geregelte Einheiten in der Wintervorbereitung zu absolvieren, hat Reckenfelds Trainer Julian Lüttmann. Beim SCR fehlt noch der dringend benötigte Kunstrasenplatz, auf Asche ist die Verletzungsgefahr relativ hoch. Alternativ trainiert der B-Ligist in der Soccerhalle, zudem stehen gleich einige Testspiele auf dem Plan, um gut eingespielt in die Rückserie zu gehen. Am kommenden Sonntag reisen die Lüttmann-Schützlinge zum FC Mecklenbeck. „Wir müssen sehen, wie wir durchkommen und testen vermehrt auswärts, um unsere Platzprobleme zu umgehen. Ich hoffe, das wird sich bald ändern“, sagt Lüttmann im Hinblick auf die umfangreiche Umgestaltung der Sportstätten in Reckenfeld.

Nahezu reibungslos läuft die Wintervorbereitung dagegen in Gimbte. „Wir haben eine Kooperation mit Kinderhaus vereinbart und haben die Möglichkeit, dort auf dem Kunstrasenplatz zu trainieren. Dafür kommt die Mannschaft von Marcel Pielage im Sommer für ein Trainingslager zu uns“, sagt Trainer Dragan Grujic, der ansonsten in die Soccerhalle ausweicht, um sein Team auf die Rückserie vorzubereiten. In Sachen Trainingssteuerung läuft es beim B-Ligisten nach Wunsch, auch in personeller Hinsicht sieht Grujic den kommenden Wochen relativ entspannt entgegen. „Das sieht alles recht gut aus bei uns. Auch unsere verletzten Spieler kommen langsam wieder.“

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