Badminton: Mixed-Team-EM
Zusammen groß, zusammen eins – DBV-Team überzeugt als Kollektiv

Lüdinghausen -

Die deutsche Mannschaft hat in Kopenhagen Silber gewonnen. Großen Anteil daran hatten Kai Schäfer und Yvonne Li (beide Union Lüdinghausen). Noch entscheidender für den Gewinn der Medaille war aber etwas anderes.

Sonntag, 17.02.2019, 20:48 Uhr aktualisiert: 17.02.2019, 20:54 Uhr
Ein Team: die DBV-Auswahl um die Unionisten Kai Schäfer (2.v.l.), Linda Efler (M.) und Yvonne Li (r.).
Ein Team: die DBV-Auswahl um die Unionisten Kai Schäfer (2.v.l.), Linda Efler (M.) und Yvonne Li (r.). Foto: Claudia. Pauli/DBV

Wenn man sich fragt, wer im deutschen Badminton-Team den größten Anteil am Gewinn der Silbermedaille bei der Mixed-Team-EM hat, dann könnte man zum Beispiel auf Kai Schäfer kommen. Die Nummer eins des SC Union Lüdinghausen kam zwar nur in zwei der insgesamt fünf Partien zum Einsatz. Aber den Sieg des 25-Jährigen am Freitag über Rajiv Ouseph kann man gar nicht hoch genug einordnen.

Schäfer reißt alle mit

Deutschland hatte ja tags zuvor 0:5 gegen Russland verloren. Die Stimmung danach: bescheiden. Und auch im Gruppenendspiel gegen England sah es ja anfangs nicht gut aus, Unionistin Linda Efler und der Bischmisheimer Marvin Seidel hatten soeben ihr Mixed abgegeben. Dann kam Schäfer. Die blitzsaubere Leistung, mit der er den englischen Ex-Europameister bezwang, war der Schlüssel zum 3:2 und so was wie der Wendepunkt in Kopenhagen. „Kai hat durch seinen Erfolg alle mitgerissen“, lobte Yvonne Li ihren Vereinskollegin.

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  • Impressionen von den Titelkämpfen in Kopenhagen Foto: flo
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Lis Comeback-Qualitäten

Natürlich ist die 20-Jährige viel zu bescheiden, um ihre eigene Leistung hinreichend würdigen zu können. Auch auf Li war nämlich in Dänemark Verlass. Drei Siege steuerte die Lüdinghauserin zum Erreichen des Endspiels bei. Überragend ihre Comeback-Qualitäten beim 3:2 am Samstag in der Vorschlussrunde über Russland. Li hatte den ersten Durchgang gegen Vizeeuropameisterin Evgeniya Kosetskaya verloren und lag im zweiten mit 10:16 hinten – dann gewann sie elf (!) Ballwechsel am Stück – und anschließende auch Satz drei.

Zusammenhalt enorm

Es wäre gewiss auch nicht falsch, das Herren-Doppel Mark Lamsfuß (Wipperfeld)/Seidel hervorzuheben, das in beiden Begegnungen gegen Russland sowie gegen England glänzte. Viel wichtiger noch für den Erfolg in Dänemark, findet Li, sei aber das funktionierende Ganze gewesen: „Dafür, dass Badminton eine Individualsportart ist, war der Teamgeist fantastisch. Jeder hat jeden gepusht. Auch die, die nicht zum Einsatz gekommen sind, haben den Rest gigantisch unterstützt. Da ist ganz schön was zusammengewachsen in den vergangenen Tagen.“

Die Stimmung innerhalb der Mannschaft vermochte auch das 0:3 im Finale gegen die Übermannschaft Dänemark nicht zu trüben. Zwar fand Li, bei der Zwei-SatzNiederlage gegen Line Kjaerfeldt nicht ihr bestes Badminton gespielt zu haben. Doch im Grunde sei es ihr am Sonntag wie den Kollegen ergangen: „Unsere vielen Aufholjagden haben einfach zu viel Kraft gekostet. Für die Dänen dagegen war der Weg ins Endspiel quasi ein Spaziergang.“

Kommentar: Silber ist Gold wert

Am Donnerstag, nach dem 0:5 gegen Russland, trauten sich die ersten Kritiker aus der Deckung. Die Deutschen, so der Tenor in den sozialen Netzwerken, hätten selbst auf dem Kontinent den Anschluss verloren. Haben sie nicht. Im Gegenteil. Mit einer Mannschaft, die zu den jüngsten und unerfahrensten im gesamten Turnier zählte, haben sie sich eindrucksvoll zurückgekämpft und sind beinahe sensationell Zweiter geworden – eine Silbermedaille, die angesichts der Umstände golden schimmert.

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