"Special Olympics World Games"
Nicht nur Wettkampf: Der Sport verbindet die Athleten

Abu Dhabi/Münster -

In Abu Dhabi enden Donnerstag die 15. "Special Olympics"-Weltspiele. Das Turnier zeigt wie erfolgreiche Inklusion aussehen kann - und warum gewinnen nicht alles ist. Ungeachtet dessen: Ein junger Münsteraner war besonders erfolgreich.

Donnerstag, 21.03.2019, 17:32 Uhr
"Special Olympics World Games": Nicht nur Wettkampf: Der Sport verbindet die Athleten
Alle vier Jahre finden die Special Olympics Weltspiele statt. 2023 in Berlin. Foto: dpa

Die " Special Olympics " sind für Menschen mit geistigen Behinderungen. Am 21. März enden die 15. Weltspiele: 163 Athleten und Partner aus Deutschland waren mit 52 Trainern und 14 Delegationsmitgliedern in die Vereinigten Arabischen Emirate gereist, um in 18 Sportarten anzutreten.

Gewinnen ist zweitrangig

Dabei sein ist hier alles. Auch die Athletin Valentina Beck sieht das so: „Es ist mir egal, wer gewinnt. Ich will einfach nur dabei sein.“ In einem Youtube-Video des Special Olympics Deutschland (SOD) strahlt sie in die Kamera.

Zwischen dem 14. und 21. März treten die Sportler in Einzelwettkämpfen oder als "Unified"-Teams an. Die Teams bestehen zu gleichen Teilen aus Sportlern mit und ohne geistige Behinderung. Die Botschaft der "Unified"-Sports: "Menschen können gemeinsam Sport treiben - egal, ob sie eine Behinderung haben oder nicht."

Der Wettkampfgedanke ist hier zweitrangig, an erster Stelle steht Sport als gemeinschaftliche Aktion. In den Mannschaftsturnieren erhält deshalb jeder eine Auszeichnung. Es werden natürlich Preise vergeben, aber jeder Teilnehmer erhält auch eine Teilnehmer-Schleife.

Das Beste zu geben, ist das Ziel...

Auch dem deutschen Verband ist es wichtig, keine Konkurrenzgedanken zu  schüren. Zwar wird bekanntgegeben, wie viele Gold -, Silber- und Bronze-Medaillen die deutsche Delegation ergattern konnte. Laut Pressesprecherin Sonja Schmeißer wird aber nicht errechnet, welche Sportart dabei am erfolgreichsten abgeschnitten hat. Ein Blick in die Kurzvorstellung der Athleten bestätigt diese Einstellung: Die Antworten auf die Frage „Was ist dein Ziel für die Weltspiele?“ lauten zumeist: Das Beste geben, sich selbst zu verbessern und seine Mitstreiter zu unterstützen.

Ein junger Münsteraner gehörte auch zur deutschen Delegation in Abu Dhabi. Michael Thißen konnte in der Reiterei drei Goldmedaillen gewinnen, teilte Carmen Echelmeyer von den Alexianern in Münster mit. Die nächsten Weltspiele finden 2023 in Berlin statt.

Fußball verbindet, Sport inkludiert

Sport als Inklusionsmittel: Das funktioniert. Auch in Münster wird der inklusive Sport gefördert. Der Blau-Weiß-Aasee e.V. engagiert sich bereits seit 1995 für Menschen mit Behinderung . „Bei uns ist jeder willkommen“, sagt Dietmar Sonius, Ansprechpartner des Vereins im Bereich integrativer Sport. Mittlerweile gibt es beim münsterischen Sportverein verschiedene Fußballgruppen, zwei Laufgruppen und einen offenen Tischtennis-Treff.

Die Resonanz ist groß - allein 80 Kindern nehmen an der Fußballgruppe teil. Am 17. März richtete der Verein ein Turnier im Rahmen der  4. Inklusionsturnierserie des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Kreis Münster aus. Sonius betont dabei, dass das Angebot von Blau-Weiß-Aasee auch Menschen mit körperlichen Behinderungen einschließt.

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