Arminia Ochtrup
Kalbfleisch blickt auf die Jugend

Ochtrup -

Die Jahreshauptversammlung des SC Arminia Ochtrup brachte die vom größten Verein der Töpferstadt ersehnte Klarheit beim obersten Funktionärsposten. Auf den neuen ersten Vorsitzenden warten sogleich die ersten (unangenehmen) Aufgaben.

Freitag, 05.04.2019, 12:20 Uhr aktualisiert: 07.04.2019, 14:06 Uhr
Der Vorstand des SC Arminia Ochtrup mit den beiden Geehrten (v.l.): Claudia Fremann (Kassiererin), Hannes Flormann (zweiter Vorsitzender), Manfred Wiggenhorn (Geschäftsführer), Monika Kockhans-Tombült, Dr. Christian Kalbfleisch (Erster Vorsitzender), Herbert Engbers und Anni Eßmann (stellv. Kassiererin).
Der Vorstand des SC Arminia Ochtrup mit den beiden Geehrten (v.l.): Claudia Fremann (Kassiererin), Hannes Flormann (zweiter Vorsitzender), Manfred Wiggenhorn (Geschäftsführer), Monika Kockhans-Tombült, Dr. Christian Kalbfleisch (Erster Vorsitzender), Herbert Engbers und Anni Eßmann (stellv. Kassiererin). Foto: Alex Piccin

Die Jahreshauptversammlung des SC Arminia Ochtrup brachte die vom größten Verein der Töpferstadt ersehnte Klarheit beim obersten Funktionärsposten. Auf den neuen Ersten Vorsitzenden warten sogleich die ersten (unangenehmen) Aufgaben.

Anderthalb Jahre sind ins Land gezogen, seit der SC Arminia Ochtrup seine letzte Generalversammlung abgehalten hat. Der einschneidende Punkt war währenddessen der Austritt der Fußballer aus dem Gesamtverein. „In dieser Zeit sind die Geschäfte in den einzelnen Abteilungen weitergelaufen, und wir haben versucht, jemanden zu finden, der den Posten des Ersten Vorsitzenden übernehmen kann“, führte der zweite Vorsitzende Hannes Flormann in die Jahreshauptversammlung ein. Die oberste Funktionärsstelle war seit dem Abschied Paul Schomanns 2017 vakant. Ein Kandidat für die Nachfolge wurde mit Dr. Christian Kalbfleisch gefunden, der von der Versammlung fast einstimmig (eine Enthaltung) gewählt wurde.

Der Mediziner erläuterte den Weg, auf den er den SCA führen möchte: „Den Verein muss man nicht neu erfinden. Es gibt gewachsene Strukturen, die gut laufen und man nicht zu verändern braucht. Wir müssen aber in die Kinder und Jugendlichen investieren.“ Es sollen Konzepte entwickelt werden, welche den Fokus im Verein auf die Nachwuchsarbeit richten. Dabei dürfen allerdings die älteren Menschen nicht vergessen werden, betonte Kalbfleisch. Die vakante Position des stellvertretenden Geschäftsführers wurde nicht neu besetzt. Die einzige Kandidatin hatte sich im Vorfeld noch Bedenkzeit erbeten.

Kassiererin Claudia Fremann unterstrich in ihrem Bericht für das Geschäftsjahr 2017, dass die Zahlungsbereitschaft stets vorhanden gewesen sei. Es wurde ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt, und der Dank ging an „alle Freunde und Gönner, die uns mit Spenden unterstützt haben“. Der Bericht für das vergangene Jahr sei in Kürze fertiggestellt. Nach dem Austritt der Fußballer würden sich die Zahlen verändern, kündigte Fremann an. Die Kassenprüferinnen Julia Hils und Veronika Kuhls-Mellin bestätigten ihr eine richtige Buch- und Kassenführung und beantragten die Entlastung des Vorstandes, dem die Anwesenden einstimmig stattgaben.

Der Verein zählt aktuell circa 1700 Mitglieder. Geschäftsführer Manfred Wiggenhorn verkündete einen Zuwachs um etwa 30 Sportler. Durch den Austritt der Fußballer war eine Satzungsänderung notwendig. So wird in der aktualisierten Fassung festgehalten, dass der SC Arminia, in Absprache mit dem FSV Ochtrup, keinen Fußball anbieten darf. Es wird zudem drei Kassenprüfer geben, die turnusgemäß aus den neun Abteilungen gestellt werden.

Zwei Arminen erhielten eine besondere Ehrung. Monika Kockhans-Tombült begann ihre Handball-Laufbahn in den frühen 1980er Jahren und ist seit der Saison 1985/86 Trainerin. Eine Institution bei den Arminia-Karateka ist Herbert Engbers. 1987 trat er in das SCA-Dojo, seit 1996 leitet er das Kindertraining. Beide Arminen bekamen unter dem Beifall der Anwesenden die silberne Ehrennadel überreicht.

Zum Schluss warfen Angelika Müller und Andre Thebelt ein, dass das Zusammenleben mit den Fußballern des FSV Ochtrup auf dem Platz „Stadion I“ dringend einer Verbesserung bedarf. Aufgrund von Training oder Nachholspielen hätten sich beispielsweise die Leichtathleten regelmäßig unterordnen müssen, trotz einer festen Platzbelegung. Dies sei vermehrt mit schärferen Worten begleitet worden. „Die Kommunikation muss besser werden. Diese Probleme gab es auch schon, als die Fußballer noch Teil des SC Arminia waren“, hob Thebelt hervor, dem das jüngste Verhalten einiger Fußballer überhaupt nicht schmeckte. Kalbfleisch, selbst bei den FSV-Altherren aktiv, kündigte Gespräche mit dem Vorsitzenden der Rot-Schwarzen, Peter Oeinck, an.

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