Badminton: Olympia-Qualifikation
Höhere Mathematik – Yvonne Li, Linda Efler und Kai Schäfer wollen nach Tokio

Lüdinghausen -

Just in diesen Tagen beginnt die Jagd nach den nötigen Weltranglistenpunkten, um bei den Spielen 2020 in Tokio dabei zu sein. Im internationalen Ranking gut dazustehen, ist aber nur ein Kriterium für die Akteure des SC Union Lüdinghausen.

Montag, 29.04.2019, 19:42 Uhr aktualisiert: 30.04.2019, 19:07 Uhr
Yvonne Li (vorn) und Linda Efler sind aussichtsreiche Olympia-Bewerber. In dieser Woche beginnt der Qualifikations-Marathon.
Yvonne Li (vorn) und Linda Efler sind aussichtsreiche Olympia-Bewerber. In dieser Woche beginnt der Qualifikations-Marathon. Foto: flo

Wer es als Badminton-Spieler zu olympischen Ehren bringen will, sollte in seiner Sportart schon ganz gut sein. Er muss aber, wie Michael Schnaase richtigerweise anmerkt, „auch rechnen können“. Der Teammanager des SC Union Lüdinghausen spricht da aus Erfahrung. Vor 2016 spielte und rechnete Tochter Karin so gut, dass es für die Teilnahme an den Spielen von Rio reichte.

Der Qualifikationsmodus war seinerzeit hoch kompliziert und ist es noch. Ab heute reisen die Union-Asse um die Welt, immer auf der Jagd nach den nötigen Weltranglistenpunkten. Abgerechnet wird am 26. April 2020. Wer dann im internationalen Ranking einen der ersten 38 Plätze im Einzel belegt oder zu den Top-16-Duos in Doppel und Mixed zählt, ist in Tokio mit von der Partie – theoretisch.

Praktisch sieht die Sache schon wieder anders aus. Jeder Kontinentalverband muss bei der Vergabe der Teilnehmerplätze bedacht werden. Zudem hat der Weltverband ein paar Wildcards, etwa für besonderes Fairplay, im Angebot. Eine solche erhielt vor drei Jahren Laura Sarosi, weil die Ungarin Schnaase, nachdem deren Schuhe kaputtgegangen waren, ein Ersatzpaar zur Verfügung stellte.

Je ein Ticket für die DBV-Asse

Das entscheidende Kriterium insbesondere für die in Frage kommenden Unionisten dürfte aber sein: Nur ein Nationalspieler je Teilnehmerland qualifiziert sich für Olympia . Es sei denn, zwei Spieler finden sich in einem Jahr unter den 16 (Einzel) oder den acht (Doppel/Mixed) Besten der Welt wieder – für die Deutschen ein schier aussichtsloses Unterfangen.

Die größten Chancen auf Seiten der Lüdinghauser haben die nationalen Meister Yvonne Li (aktueller Weltranglistenplatz: 40) und Linda Efler (44. im Doppel, 23. im Mixed). Während Li allerdings die bei weitem beste Deutsche ist, liegen Efler/Isabel Herttrich (Bischmisheim) derzeit hinter Johanna Goliszewski (Mülheim/39.) und Efler/Marvin Seidel (Bischmisheim) hinter Herttrich/Mark Lamsfuß (Wipperfeld/ 20.).

Kai Schäfer ist momentan die Nummer 103 in der Welt und damit bestplatzierter DBV-Akteur, müsste aber wohl noch um die 30 Plätze klettern, um eines der begehrten Tokio-Tickets zu ergattern. Etwas besser sieht es für seinen niederländischen Teamkollegen Jelle Maas und Robin Tabeling (30.) aus, die wie Schäfer am Donnerstag bei der „34. Brazil International Challenge“ in den Quali-Marathon einsteigen. Efler ist zeitgleich bei den New Zealand Open im Einsatz.

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