Saerbecker Triathlon
Frauen-Power am Badesee

Saerbeck -

Die Saerbecker Triathlon gilt als eine der Keimzellen dieses Sports in Deutschlands. Anfang Juli geht es in die 37. Runde. Der Andrang der Sportler ist groß.

Freitag, 28.06.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 28.06.2019, 11:26 Uhr
Ralf Pander, Vorsitzender des Vereins Wasser+Freizeit, hat am Saerbecker Badesee alles im Blick. Ganz besonders den bevorstehenden Triathlon.
Ralf Pander, Vorsitzender des Vereins Wasser+Freizeit, hat am Saerbecker Badesee alles im Blick. Ganz besonders den bevorstehenden Triathlon. Foto: Alfred Riese

„Gespannt, wie sich das Wetter entwickelt“, ist Ralf Pander , während er am Badesee in Saerbeck sitzt und schwitzt. Der Vorsitzende des Münsteraner Vereins Wasser+Freizeit blickt bei 35 Grad Luft- und 25 Grad Wassertemperatur voraus auf dem 37. Saerbecker Triathlon am Sonntag, 7. Juli. „Am liebsten ist uns bedeckter Himmel bei 20 Grad“, meint er.

300 Anmeldungen verbucht die Traditionsveranstaltung aktuell, vom Volkstriathlon bis zur NRW-Liga. Anmeldungen für die Volks- und die Kurzdistanz sind weiter möglich (www.laufen-os.de/saerbeck). „Wer plötzlich Spaß bekommt, soll einfach kommen, wir haben noch jeden unterbekommen“, lädt Pander auch Kurzentschlossene ein.

Dass der Saerbecker Triathlon eine der Keimzellen dieses Sports in Deutschlands ist, hat der W+F-Vorsitzende per Internetrecherche belegt. Im gleichen Jahr gab es erste Veranstaltungen auch direkt nebenan, aber völlig unabhängig in Riesenbeck, außerdem im Allgäu, in Hof, Hückeswagen und Leipzig – aber davor keine, hat er herausgefunden.

In der 37. Auflage „starten wir mit geballter Frauen-Power“, freut sich Pander. Die NRW- und die Oberliga der Frauen sind dabei, dazu die Landesliga Nord der Männer. An alle Sportler richten sich die Volksdistanz (600 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) und die olympische Distanz mit etwa den doppelten Längen.

Die Kraulzüge absolvieren die Athleten im Badesee, die weitgehend abgesperrten Rad- und Laufstrecken führen durch die Münsterländische Parklandschaft und – bei netten Anwohnern und Bedarf – unter einer Rasensprenger-Dusche entlang.

Auf dem Zettel der Orgateams stehen für die Sportler 100 Kilogramm Bananen, 150 Kilogramm Wassermelone und je 500 Liter Iso-Drink und Wasser. Um die Versorgung und die Strecke kümmern sich rund 200 Helfer vom DRK über die Feuerwehr bis zur örtlichen SPD und Bürger.

Der Eichenprozessionsspinner ist im dritten Jahr ein ungebetener Besucher. Die Gemeinde Saerbeck lässt, soweit möglich, die Eichen am Badesee und entlang der Strecken säubern, meldet Ralf Pander. Vor dem Restrisiko warnt W+F ausdrücklich. Es bleibe die Frage: „Wenn ich in der Natur unterwegs bin, kann ich mit dieser Raupe leben, so wie ich vorher mit Wespen oder Mücken leben konnte?“

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Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 7. Juli, mit dem Start des Volkstriathlons um 9.30 Uhr. Als Letztes geht die Oberliga Frauen um 11.25 Uhr ins Wasser. Die letzten Athleten werden um 15 Uhr im Ziel erwartet.

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