Verkehrt herum
Markus Jürgens läuft die 42,195 Kilometer rückwärts

Münster -

Üblicherweise geht es beim Volksbank-Münster-Marathon immer geradeaus, vor allem aber nach vorn. Die vergangenen 14 Auflagen haben jedenfalls den Vorwärtsdrang der Organisatoren stets unter Beweis gestellt. Dass der Jubiläumslauf ein ganz besonderer wird, wissen indes viele Läuferinnen und Läufer und auch Zuschauer. 

Dienstag, 06.09.2016, 12:09 Uhr

Wer läuft hier richtig herum? Markus Jürgens (Startnummer 3600) ist kein Geisterfahrer im Feld der Marathonis. Er läuft die 42,195 km lange Strecke halt nur rückwärts.
Wer läuft hier richtig herum? Markus Jürgens (Startnummer 3600) ist kein Geisterfahrer im Feld der Marathonis. Er läuft die 42,195 km lange Strecke halt nur rückwärts. Foto: Hubertus Festring

Und nun auch, dass es durchaus einmal in die andere Richtung gehen kann. Zu den Highlights des „ Jubiläumslaufs “ gehört diesmal Rückwärtsläufer Markus Jürgens , der die gesamten 42,195 Kilometer „verkehrt herum“, nämlich rückwärts laufend, zurücklegen will. Zunächst hatte sich der Münsteraner abwartend verhalten, da die Trainingsvorbereitung wegen einer hartnäckigen Erkältung eher schlecht für ihn war.

Doch nun ist er genesen und will vor allem, so schildert Markus Jürgens „die geniale Stimmung wie vor zwei Jahren bei meinem ersten und bisher einzigen Rückwärts-Marathon in Münster “ genießen. 4:10:58 Stunden war seine Zeit vor zwei Jahren – in diesem Jahr will er die Vier-Stunden-Marke unterbieten. Vor zehn Jahren lief er in Münster seinen ersten Marathon. Mittlerweile hat er es auf 29 Marathon- und Ultrawettbewerbe gebracht. In Münster wird er in dieser Wertung also schon zum 30. Mal auf die Strecke gehen.

2014 wurde er Weltmeister im Halbmarathon-Rückwärtslaufen in 1:50:02 Stunden – nun will er beim Volksbank-Münster-Marathon neue Maßstäbe im Marathon setzen. Ein vorwärts laufender Helfer wird ihn unterstützen, denn neben der Schwierigkeit, rückwärts zu laufen und sich ständig umschauen zu müssen, besteht auch das Problem, sich bei der Menge der über 2500 Marathonläufer so zu arrangieren, dass man seinen Weg auch findet. Doch Markus ist Routinier und lässt sich gern vom Publikum anfeuern – er freut sich also schon sehr auf den Lauf.

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