Verkehr
Diese Straßen werden beim Münster-Marathon gesperrt

Münster -

Sonntag ist Marathon-Tag: In Münster gibt es deshalb zahlreiche Straßensperrungen entlang der Strecke. Was Anwohner und Besucher - egal ob zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs - wissen müssen:

Samstag, 08.09.2018, 17:09 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 08.09.2018, 01:14 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 08.09.2018, 17:09 Uhr
Verkehr: Diese Straßen werden beim Münster-Marathon gesperrt
Zahlreiche Straßen in Münster werden am Sonntag für den Marathon gesperrt. Foto: Jürgen Peperhowe (Archiv)

Der Startschuss für den 17. Münster-Marathon fällt am Sonntag um 9 Uhr am Schlossplatz. Von dort bewegen sich die Läuferinnen und Läufer zunächst Richtung Aegidiitor und dann innerhalb des Altstadtrings. Über Promenade und Kreuztor laufen sie eine Schleife durch das Kreuzviertel, anschließend in einem großen Bogen wieder über die Promenade bis zur Königsstraße und einen weiteren Schwenk durch die City, bevor das Feld durch die Aegidiistraße und Bismarckallee die Innenstadt verlässt. Nach einem Schlenker um Aasee und Zentralfriedhof verläuft die Strecke über den Rishon-Le-Zion-Ring, Gievenbecker Weg und Horstmarer Landweg nach Nienberge. Von dort über den Stadtbrockweg nach Roxel; nach einer Runde durch Gievenbeck geht es  zurück in die Innenstadt zum Ziel auf dem Prinzipalmarkt.

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Foto: Stadt Münster

Zahlreiche Straßen gesperrt

Neben der Strecke selbst sind auch alle einmündenden Straßen während der Veranstaltung gesperrt. Die Veranstalter sind angehalten, Streckenposten und Absperrgitter einzusetzen. An neuralgischen Verkehrsknoten wie beispielsweise am Neutor, an der Weseler Straße/Koldering oder an der Roxeler Straße sind Umleitungen ausgeschildert. 

Das Coesfelder Kreuz ist trotz der umfangreichen Sperrungen in Gievenbeck frei, das Uniklinikum problemlos über die Einsteinstraße bzw. den Orléans-Ring erreichbar. Der Zoo ist sowohl über den Dingbängerweg als auch über den Kardinal-von-Galen-Ring anfahrbar. Der Ring zwischen Coesfelder Kreuz und Sentruper Straße ist gesperrt.

Streckenverlauf: 17. Volksbank-Münster-Marathon 2018

Der Prinzipalmarkt ist am Sonntag von 4 bis 20 Uhr gesperrt, die Straße Schlossplatz von 4 bis etwa 15 Uhr. Die Aegidiistraße ist zwischen etwa 7 und 15 Uhr nicht befahrbar. Die Adenauerallee, Himmelreichallee und Hüfferstraße sind bis etwa 17.30 Uhr gesperrt.

Die übrigen Straßen in der Innenstadt, im Kreuz- und im Nordviertel sowie die Wohnstraßen in Nienberge, Roxel und Gievenbeck, die auf oder an der Strecke liegen, sind lediglich vorübergehend gesperrt. 

Gesperrte Straßen von A-Z

Adenauerallee 08.00 – 17.30
Aegidiistraße 07.00 – 16.00
Altenberger Straße 09.00 – 13.00
Am Katthagen 08.45 – 09.45
Am Stadtgraben 08.00 – 15.00
Annette-Allee 08.00 – 17.30
Arnheimweg 10.00 – 14.30
Bismarckallee 08.00 – 11.00
Blumenstraße 08.45 – 11.00
Borkenfeld 10.00 – 14.30
Bredeheide 10.00 – 13.00
Coerdestraße 09.00 – 10.30
Corrensstraße 09.30 – 12.00
Diekmannstraße 10.00 – 14.30
Dorffeldstraße 10.00 – 14.30
Flamenstraße 09.00 – 13.00
Frauenstraße 08.45 – 09.45
Gescherweg 09.30 – 12.00
Gievenbecker Reihe 10.00 – 14.30
Gievenbecker Weg 09.30 – 12.00
Haus Vögeding 09.45 – 13.00
Hermann-Hesse-Straße 09.00 – 13.00
Himmelreichallee 08.00 – 17.30
Isolde-Kurz-Straße 09.00 – 13.00
Kanalstraße 09.00 – 10.30
Kanonierplatz 08.50 – 10.15
Kerßenbrockstraße 09.00 – 10.30
Kettelerstraße 09.00 – 10.30
Kirmstraße 09.00 – 13.00
Klosterstraße 09.00 – 10.30
Könemannstraße 10.00 – 14.30
Krummer Timpen 08.45 – 09.45
Landoisstraße 08.45 – 15.00
Lazarettstraße 08.50 – 10.15
Lindenstraße 10.00 – 14.30
Mausbachstraße 10.00 – 14.30
Melchersstraße 08.50 – 10.15
Mendelstraße 09.30 – 12.00
Mergelberg 10.00 – 14.30
Mörikestraße 09.00 – 13.00
Neubrückenstraße 09.05 – 09.50
Niels-Stensen-Straße 10.00 – 14.30
Nordplatz 08.50 – 10.30
Nordstraße 08.50 – 10.15
Nünningweg 10.00 – 14.30
Pottkamp 08.45 – 15.00
Richard-Schirmann-Weg 08.45 – 11.00
Rishon-Le-Zion-Ring 09.00 – 15.00, aus Norden frei bis Jungeblodtplatz ab 11.30
Robert-Koch-Straße 08.45 – 15.00
Roxeler Straße 08.30 – 15.00
Rüschhausweg 10.00 – 14.30
Scharnhorststraße 08.45 – 11.00
Schelmenstiege 10.00 – 14.30
Schlossplatz 04.00 – 15.00
Schmeddingstraße 10.00 – 14.30
Schonebecker Weg 09.30 – 13.00
Schulstraße 08.50 – 10.15
Sebastianstraße 09.00 – 13.00
Stefan-Zweig-Straße 09.00 – 13.00
Steinfurter Straße 09.00 – 13.00
Studtstraße 08.50 – 10.15
Tannenbergstraße 09.00 – 10.30
Twerenfeldweg 09.45 – 13.00
Uppenbergstraße 08.50 – 10.15
Verspoel 09.00 – 10.30
Wasserstraße 08.50 – 10.15
Wulfertstraße 10.00 – 14.30

...

Querungsstellen für Fußgänger

Fußgänger können die Strecke außerhalb des Altstadtrings überall queren, sofern das Läuferfeld Lücken hat und eine Querung möglich macht. In der Innenstadt sind Querungsstellen eingerichtet. Mit dem Auto ist es schwieriger. Autofahrerinnen und Autofahrern wird empfohlen, den Marathon zu umfahren.

Kein Entkommen von „Inseln”

Vorausschau ist besonders in Nienberge, Roxel und Gievenbeck gefragt: Wer am Sonntag wichtige Termine mit dem Auto erledigen will, sollte seinen Wagen rechtzeitig außerhalb der „Inseln” abstellen, die innerhalb des Streckenparcours liegen.

Hotline eingerichtet

Für alle Fragen zum Marathon haben die Veranstalter eine Hotline eingerichtet. Sie ist am Samstag von 8 bis 20 Uhr und am Sonntag von 6 bis 16 Uhr unter der Nummer 01805-929292 zu erreichen. Dort gibt es Hinweise zu gesperrten Straßenabschnitten und den Umleitungsstrecken. Weitere Informationen finden sich unter www.volksbank-muenster-marathon.de

Fast alle Busse werden umgeleitet

Am Sonntag werden fast alle Buslinien für den Münster-Marathon umgeleitet. Neben der Innenstadt ist vor allem der Westen und Norden der Stadt mit den Stadtteilen Roxel, Gievenbeck und Nienberge betroffen. Sofern nicht anders angegeben, enden die Umleitungen mit der Freigabe der Innenstadt um voraussichtlich 20 Uhr. Die angegebenen Uhrzeiten richten sich nach den Sperrzeiten. Sollten Sperrungen länger als vorgesehen dauern, verlängern sich die Umleitungen entsprechend.

So fahren die Busse

Die Busse fahren am Sonntag wie folgt:

  • Linie 1: Ab 8 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Bahnhof Roxel in beiden Richtungen über Ludgeriplatz, Antoniuskirche, Weseler Straße, Kolde-Ring, Mecklenbecker Straße, Dingbängerweg, Am Rohrbusch und Nottulner Landweg.
    Ab 15 Uhr zwischen Bült und Wilhelmstraße in beiden Richtungen über Tibus- und Münzstraße.
  • Linie 2: Ab 8 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Corrensstraße in beiden Richtungen über Ludgeriplatz, Eisenbahnstraße, Bült, Tibus- und Münzstraße, Wilhelm- und Einsteinstraße, den Ring sowie
    Apffelstaedtstraße. Zwischen 9 und 9:45 Uhr während der Sperrung des Bülts zudem zwischen Eisenbahnstraße und Wilhelmstraße in beiden Richtungen über Fürstenbergstraße, Gartenstraße, Ring und Grevener Straße.
    Ab 12:30 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Coesfelder Kreuz in beiden Richtungen über Ludgeriplatz, Eisenbahnstraße, Bült, Tibus- und Münzstraße, Wilhelm- und Einsteinstraße.
  • Linie 4: Ab 8 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Geiststraße in beiden Richtungen über Ludgeriplatz und Antoniuskirche.
  • Linie 5: Ab 8 Uhr zwischen Bült und Wilhelmstraße in beiden Richtungen über Tibus- und Münzstraße. Zwischen Försterstraße und Von-Schonebeck-Ring/Alhardstraße über den Ring, Steinfurter Straße, B54 und Hülshoffstraße. Zwischen 9 und 9:45 Uhr während der Sperrung des Bülts zudem zwischen Eisenbahnstraße und Wilhelmstraße in beiden Richtungen über Fürstenbergstraße, Gartenstraße, Ring und Grevener Straße.

Ab 13:30 Uhr nur noch zwischen Bült und Wilhelmstraße in beiden Richtungen über Tibus- und Münzstraße.

  • Linien 6 und 8: Von 9 bis 10:30 Uhr zwischen Eisenbahnstraße und Niedersachsenring in beiden Richtungen über Fürstenberg- und Gartenstraße sowie den Ring.
  • Linie 7: Keine Änderungen.
  • Linie 9: Ab 8 Uhr zwischen Bült und Steinfurter Straße über Münz- und Tibusstraße. Zwischen 9 und 9:45 Uhr zwischen Eisenbahnstraße und Leonardo-Campus in beiden Richtungen über Fürstenbergstraße, Gartenstraße und den Ring. Dann wieder zwischen Bült und Steinfurter Straße über Münz- und Tibusstraße.
  • Linie 10: Ab 8 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Huberstraße in beiden Richtungen über Ludgeriplatz, Antoniuskirche, Weseler Straße und den Ring.
    Ab 11 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Bismarckallee/Scharnhorststraße in beiden Richtungen über Ludgeriplatz und Antoniuskirche,
  • Linie 11: Ab 8 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Coesfelder Kreuz in beiden Richtungen über Ludgeriplatz, Eisenbahnstraße, Bült, Tibus- und Münzstraße, Wilhelm- und Einsteinstraße. Die Busse enden an der Haltestelle Heekweg. Zwischen 9 und 9:45 Uhr während der Sperrung des Bülts zudem zwischen Eisenbahnstraße und Wilhelmstraße in beiden Richtungen über Fürstenbergstraße, Gartenstraße, Ring und Grevener Straße.
    Ab 15 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Landgericht in beiden Richtungen über Ludgeriplatz, Antoniuskirche und Stadtgraben.
  • Linie 14: Ab 8 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Mühlenhof in beiden Richtungen über Ludgeriplatz, Antoniuskirche, Weseler Straße, Ring und Sentruper Straße.
    Ab 15 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Hüfferstiftung in beiden Richtungen über Ludgeriplatz, Antoniuskirche, Stadtgraben und Gerichtsstraße.
    Ab 17.30 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Aegidiitor in beiden Richtungen über Ludgeriplatz und Antoniuskirche.
  • Linien 15 und 16: Zwischen 9 und 10:30 Uhr zwischen Eisenbahnstraße und Cheruskerring in beiden Richtungen über Fürstenbergstraße, Gartenstraße und Ring.
  • Ringlinien 33 und 34: Zwischen 8 und 15 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Coesfelder Kreuz in beiden Richtungen über Von-Steuben-Straße, Hansaring, Hohenzollernring, Lublinring, Cheruskerring, Orléansring. Die Linien enden und starten an der Haltestelle Universitätsklinikum. Zwischen Coesfelder Kreuz und Kolde-Ring sowie Ludgeriplatz fährt keine Ringlinie.

Am frühen Sonntagmorgen werden zudem die Nachtbusse N80 und N85 bis zu ihren letzten Fahrten gegen 8 Uhr umgeleitet:

  • Linie N80: Ab 4 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Coesfelder Kreuz in beiden Richtungen über Eisenbahnstraße, Bült, Tibus- und Münzstraße, Wilhelm- und Einsteinstraße.
  • Linie N85: Ab 4 Uhr zwischen Bült und Steinfurter Straße über Tibus- und Münzstraße.

Zudem sind auch die Regionallinien R63, R64 sowie R72 und R73 betroffen. Sie werden wie folgt umgeleitet:

  • Linien R63 und R64: Zwischen 8 und 15 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Pienersallee in beiden Richtungen wie Linie 1.
  • Linien R72 und R73: Von 9 bis 13:30 Uhr in beiden Richtungen zwischen Abzweig Wilkinghege und Nienberge Gewerbegebiet über
    Hülshoffstraße und B54
...

 

Lange laufen - lange leiden

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  • Strapazen, Schmerzen und die reine Glückseligkeit

    Elf Marathonläufe hat David Schönherr bereits hinter sich, den zwölften läuft der schnelle Ausdauersportler von den Laufsportfreunden Münster im Herbst in Berlin – und nicht in seiner Heimatstadt. Hier war er bereits drei Mal über die 42,195 Kilometer lange Distanz unterwegs und kennt die Strecke – auch aus zahlreichen Trainingsläufen – wie seine Westentasche. Der 29-Jährige hat seine Sicht auf die Dinge und erklärt, was abgeht auf den Leidenswegen zwischen Münsters Innenstadt, Gievenbeck, Nienberge und Roxel. 

    Foto: Oliver Werner
  • Start

    Hunderte gehen schrittweise vor – bis sie die Startlinie sehen können, sind die ersten schon mit zwei Kilometern Vorsprung weit weg. „Irgendwie zwischen Vorfreude, Kribbeln und Zweifel“ befindet sich David Schönherr. Zweifel, ob das Training, die 30-Kilometer-Läufe zuvor, ausgereicht hat. „Der Start ist die Belohnung für die Mühen“, sagt er.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Km 5: Suchen

    Cool bleiben: „Keine Panik, das wird schon.“ Die Läufer suchen und finden ihren Rhythmus. Müssen sie auch. Vielleicht ist das Anfangstempo ein wenig zu schnell? Schönherr (Foto): „Man muss in den Lauf reinfinden.“ Und in sich hineinhorchen: „Sind die Beine gut?“ Na dann, weiter geht es.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Km 10: Fühlen

    Wie fühlt sich der Lauf an? Gute Marathonis wissen das jetzt schon. „Man darf nicht überzocken, auch wenn die Zuschauer in der Altstadt  die Läufer nach vorn peitschen. In der Promenade läuft’s sich gut. „Nur jetzt kein Pulver verschießen!“

    Foto: colourbox.com
  • Km 15: Essen nicht vergessen

    Alte Marathon-Weisheit: „Wenn man jetzt was merkt, ist es schon zu spät.“ Die Läufer beobachten nun die kleinsten Körperreaktionen. „Um Himmels willen: jetzt bloß nicht Essen und Trinken vergessen.“ Die Energie-Gels schmecken zwar fürchterlich süß, helfen aber      gegen den Hungerast und sind gut für die Psyche: „Man fühlt sich fitter mit dem ganzen Zeug.“ Also rein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Km 21: Die Hälfte

    Die Hälfte ist geschafft – oder ist es erst die Hälfte? Auf jeden Fall ist die Halbmarathon-Marke kurz vor Nienberge eine psychologische. Bis jetzt sollte man getrödelt haben, Tempo kann man noch aufnehmen, jedenfalls wenn sich der Körper immer noch „fluffig“ anfühlt. Man läuft den Marathon ja auch im aeroben Bereich – anders wäre nicht unbedingt ratsam.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Km 25: Einsamkeit

    Jetzt wird’s einsam, zwischen Haus Vögeding und Twerenfeldweg geht es etwas bergauf – und es droht zugleich ein mentales Loch. „Bin ich noch in der Zeit, die ich mir vorgenommen habe? Aber man freut sich auf Roxel. Da geht die Party wieder richtig ab.“ Bis dahin ist es extrem hart – „man hat noch so viele Kilometer vor sich. Für den Kopf ist das  wirklich nicht so vorteilhaft.“

    Foto: Oliver Werner
  • Km 30: Jetzt mal ordentlich Gas geben

    Die Läufer sind schon fast aus Roxel raus, „da entscheidet sich: Wird es ein guter Marathon?“ – denn der „fängt jetzt erst richtig an“. Über die Roxeler Straße geht es leicht bergab. „Wenn man sich die Kraft gut eingeteilt hat, kommt man ins Rollen“ – und zwar noch ehe der „Mann mit dem Hammer“ hinter der nächsten Kurve lauert.

    Foto: Sven Rapreger
  • Km 35: Der Hammermann von Gievenbeck

    Und da ist er schon, der Hammermann. Beim Münster-Marathon schlägt er oft in Gievenbeck zu. Wie hart er einen trifft, liegt auch an der Vorbereitung. Der Kerl trifft einen mit der vollen Breitseite. Das tut jetzt richtig weh. 80 Prozent aller Läufer haben hier die größten Zweifel, jeder Schritt schmerzt. Immer noch sind es sieben Kilometer bis zum Ziel, aber ab Kilometer 38 wird die Rest-Distanz überschaubar: „Noch vier, das geht eigentlich immer.“

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Km 40: Hart, härter

    Jetzt wird’s körperlich richtig hart: „Phänomen letzte Meile“ nennt man den Teil der Strecke, an dem das Ziel doch schon zum Greifen nah ist. Trotz der Schmerzen: Man freut sich auf die Liebsten, die jetzt irgendwo am Streckenrand stehen und jubeln. Und wenn man vorher noch gefragt hat, warum, weiß man nun: genau darum!

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Km 41: Geschafft

    Auf dem roten Teppich kurz vor der Ziellinie neigt man zum Endspurt. „Aber auf dem Kopfsteinpflaster geht das nicht wirklich – die Muskelfasern sind eh schon zerstört.“ Egal: Das Ziel ist pures Glück, die Emotionen überwältigen die Fi­nisher. Neulinge fühlen sich als Helden – die Frage ist nur: „Wer trägt mich denn nun heim?“

    Foto: Oliver Werner

 

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