Volksbank-Marathon-Münster: Ex-Nationalspieler Patrick Owomoyela als „Pate“ zu Gast
Mit Unicef für sauberes Trinkwasser

Münster -

Patrick Owomoyela hat seine Teilnahme am großen Sportevent am Sonntag, 9. September, in Münster zugesagt – dem Volksbank-Münster-Marathon. Er wird im Auftrag des neuen Charity-Partners Unicef dabei sein und freut sich, als Pate für den diesjährigen Spendenzweck als Lauf für Kinder in Not unterwegs zu sein. 

Donnerstag, 06.09.2018, 13:02 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 06.09.2018, 11:04 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 06.09.2018, 13:02 Uhr
Patrick Owomoyela, hier noch im Trikot des BVB, ist am Sonntag zu Gast beim Volksbank-Münster-Marathon.
Patrick Owomoyela, hier noch im Trikot des BVB, ist am Sonntag zu Gast beim Volksbank-Münster-Marathon. Foto: dpa

Als Profi-Fußballer absolvierte er 315 Spiele, war von 2004 bis 2006 Spieler der Deutschen Nationalmannschaft und gehörte von 2008-2013 dem Bundesliga-Club Borussia Dortmund an. Dorthin ist der ehemalige BVB-Profi nun zurückgekehrt, um den achtmaligen Deutschen Meister als Botschafter bei internationalen Reisen zu repräsentieren.

„Beim Volksbank-Münster-Marathon bin ich für Unicef gerne am Start“, sagte Owomoyela . Und: „Marathon-Läufer wissen, wie wichtig sauberes Trinkwasser ist – für zwei Millionen Kinder im Südsudan bedeutet es den Unterschied zwischen Leben und Tod. Gemeinsam mit Unicef machen wir den diesjährigen Volksbank-Münster-Marathon zum Lauf für Kinder in Not“, betonte der ehemalige Nationalspieler.

Lange laufen - lange leiden

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  • Strapazen, Schmerzen und die reine Glückseligkeit

    Elf Marathonläufe hat David Schönherr bereits hinter sich, den zwölften läuft der schnelle Ausdauersportler von den Laufsportfreunden Münster im Herbst in Berlin – und nicht in seiner Heimatstadt. Hier war er bereits drei Mal über die 42,195 Kilometer lange Distanz unterwegs und kennt die Strecke – auch aus zahlreichen Trainingsläufen – wie seine Westentasche. Der 29-Jährige hat seine Sicht auf die Dinge und erklärt, was abgeht auf den Leidenswegen zwischen Münsters Innenstadt, Gievenbeck, Nienberge und Roxel. 

    Foto: Oliver Werner
  • Start

    Hunderte gehen schrittweise vor – bis sie die Startlinie sehen können, sind die ersten schon mit zwei Kilometern Vorsprung weit weg. „Irgendwie zwischen Vorfreude, Kribbeln und Zweifel“ befindet sich David Schönherr. Zweifel, ob das Training, die 30-Kilometer-Läufe zuvor, ausgereicht hat. „Der Start ist die Belohnung für die Mühen“, sagt er.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Km 5: Suchen

    Cool bleiben: „Keine Panik, das wird schon.“ Die Läufer suchen und finden ihren Rhythmus. Müssen sie auch. Vielleicht ist das Anfangstempo ein wenig zu schnell? Schönherr (Foto): „Man muss in den Lauf reinfinden.“ Und in sich hineinhorchen: „Sind die Beine gut?“ Na dann, weiter geht es.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Km 10: Fühlen

    Wie fühlt sich der Lauf an? Gute Marathonis wissen das jetzt schon. „Man darf nicht überzocken, auch wenn die Zuschauer in der Altstadt  die Läufer nach vorn peitschen. In der Promenade läuft’s sich gut. „Nur jetzt kein Pulver verschießen!“

    Foto: colourbox.com
  • Km 15: Essen nicht vergessen

    Alte Marathon-Weisheit: „Wenn man jetzt was merkt, ist es schon zu spät.“ Die Läufer beobachten nun die kleinsten Körperreaktionen. „Um Himmels willen: jetzt bloß nicht Essen und Trinken vergessen.“ Die Energie-Gels schmecken zwar fürchterlich süß, helfen aber      gegen den Hungerast und sind gut für die Psyche: „Man fühlt sich fitter mit dem ganzen Zeug.“ Also rein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Km 21: Die Hälfte

    Die Hälfte ist geschafft – oder ist es erst die Hälfte? Auf jeden Fall ist die Halbmarathon-Marke kurz vor Nienberge eine psychologische. Bis jetzt sollte man getrödelt haben, Tempo kann man noch aufnehmen, jedenfalls wenn sich der Körper immer noch „fluffig“ anfühlt. Man läuft den Marathon ja auch im aeroben Bereich – anders wäre nicht unbedingt ratsam.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Km 25: Einsamkeit

    Jetzt wird’s einsam, zwischen Haus Vögeding und Twerenfeldweg geht es etwas bergauf – und es droht zugleich ein mentales Loch. „Bin ich noch in der Zeit, die ich mir vorgenommen habe? Aber man freut sich auf Roxel. Da geht die Party wieder richtig ab.“ Bis dahin ist es extrem hart – „man hat noch so viele Kilometer vor sich. Für den Kopf ist das  wirklich nicht so vorteilhaft.“

    Foto: Oliver Werner
  • Km 30: Jetzt mal ordentlich Gas geben

    Die Läufer sind schon fast aus Roxel raus, „da entscheidet sich: Wird es ein guter Marathon?“ – denn der „fängt jetzt erst richtig an“. Über die Roxeler Straße geht es leicht bergab. „Wenn man sich die Kraft gut eingeteilt hat, kommt man ins Rollen“ – und zwar noch ehe der „Mann mit dem Hammer“ hinter der nächsten Kurve lauert.

    Foto: Sven Rapreger
  • Km 35: Der Hammermann von Gievenbeck

    Und da ist er schon, der Hammermann. Beim Münster-Marathon schlägt er oft in Gievenbeck zu. Wie hart er einen trifft, liegt auch an der Vorbereitung. Der Kerl trifft einen mit der vollen Breitseite. Das tut jetzt richtig weh. 80 Prozent aller Läufer haben hier die größten Zweifel, jeder Schritt schmerzt. Immer noch sind es sieben Kilometer bis zum Ziel, aber ab Kilometer 38 wird die Rest-Distanz überschaubar: „Noch vier, das geht eigentlich immer.“

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Km 40: Hart, härter

    Jetzt wird’s körperlich richtig hart: „Phänomen letzte Meile“ nennt man den Teil der Strecke, an dem das Ziel doch schon zum Greifen nah ist. Trotz der Schmerzen: Man freut sich auf die Liebsten, die jetzt irgendwo am Streckenrand stehen und jubeln. Und wenn man vorher noch gefragt hat, warum, weiß man nun: genau darum!

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Km 41: Geschafft

    Auf dem roten Teppich kurz vor der Ziellinie neigt man zum Endspurt. „Aber auf dem Kopfsteinpflaster geht das nicht wirklich – die Muskelfasern sind eh schon zerstört.“ Egal: Das Ziel ist pures Glück, die Emotionen überwältigen die Fi­nisher. Neulinge fühlen sich als Helden – die Frage ist nur: „Wer trägt mich denn nun heim?“

    Foto: Oliver Werner

Zu den Prominenten beim Volksbank-Münster-Marathon gehört auch Kinderstar André Gatzke , der bereits über 200 Kinder beim Stadtwerke-Kids-Vorbereitungslauf am 15. August in Münster in gute Laune versetzt hatte.

„Seine lockere und verbindende Art im Umgang mit Kindern wird sicherlich auch für alle 300 gemeldeten Kinder beim Stadtwerke-Kids-Marathon, aber auch allen Kindern, die beim Volksbank-Münster-Marathon mit ihren Eltern unter den Zuschauern sind, begeistern“, hieß es in einer Mitteilung des Münster Marathon e. V. Gatzke stehe für „Selfies“ ebenso zur Verfügung wie für Autogramme. André Gatzke ist Fernsehmoderator beim Kinderkanal „KiKa“ und durch Sendungen wie „Planet Wissen“ bekannt.

Hilfe im Südsudan 

Unicef, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UN) ist der diesjährige Charity-Partner des Marathons. Alle Spenden, die im Zusammenhang mit dem Marathon zusammenkommen, werden für das Projekt „Nothilfe für Wasser und Hygiene im Südsudan“ verwendet. Damit mache sich Unicef für betroffene Kinder im Südsudan stark und versorge die Bevölkerung aus dem ländlichen Gebiet und den Flüchtlingslagern mit sauberem Trinkwasser.

So soll die Ausbreitung gefährlicher Krankheiten wie Cholera und Durchfall, die besonders fürdie Kleinkinder lebensgefährlich sein können, verhindert werden. „Unicef baut dort unter anderem Toilettenanlagen und verteilt dringend benötigte Hygienepäckchen wie Seife, Waschmittel, Zahnpasta usw.“, schrieb der Münster Marathon e. V. in einer Pressemitteilung.

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