18. Volksbank-Münster-Marathon
Umfangreiche Straßensperrungen am Sonntag

Münster -

Wenn sich am Sonntag (8. September) anlässlich des 18. Volksbank-Münster-Marathons Tausende Läufer auf ihren 42,195 Kilometer langen Weg machen, muss der Verkehr weichen. Das bedeutet, dass Straßen gesperrt und Busse umgeleitet werden. Eine Übersicht. 

Samstag, 07.09.2019, 17:55 Uhr aktualisiert: 07.09.2019, 17:57 Uhr
18. Volksbank-Münster-Marathon: Umfangreiche Straßensperrungen am Sonntag
Am Sonntag ergreifen die Läufer beim Münster-Marathon Besitz von den Straßen der Stadt. Autos und Busse müssen deshalb weichen. Foto: Peperhowe

Der Marathon verläuft am Sonntag auf der seit Jahren gleichen Strecke. Neben der Strecke selbst sind auch alle einmündenden Straßen während der Veranstaltung gesperrt. Dadurch wird vor allem der Autoverkehr stark beeinträchtigt. Fußgänger (auch mit Fahrrad) können die Strecke außerhalb des Altstadtrings überall queren, sofern das Läuferfeld Lücken hat. Im Innenstadtbereich ist das nur an eigens eingerichteten Querungsstellen möglich.

Mit dem Auto ist es jedoch kaum möglich, die Strecke dort zu kreuzen, wie die Erfahrungen der vergangenen Jahre gezeigt haben. Die Lücken im Feld seien dafür zu klein. Der Veranstalter empfiehlt, die Strecke zu umfahren, Umleitungen seien an Verkehrsknoten wie am Neutor, an der Weseler Straße/Kolde-Ring oder an der Roxeler Straße ausgeschildert. Denn: Einige Straßen, die die Marathon-Strecke kreuzen, sind trotz der umfangreichen Sperrungen frei. So ist die Uniklinik über Orléans-Ring und Einsteinstraße erreichbar, zum Zoo kommt man über den Kardinal-von-Galen-Ring oder über den Dingbänger Weg (siehe Übersichtskarte - Download als pdf ). 

msd_Marathon2019Uebersicht

Die Strecke des Münster-Marathons 2019 Foto: Jürgen Christ (Grafik)

In einer  Online-Karte  der Stadt Münster sind Streckenverlauf, Sperrungen, freie Strecken und Aufbauten für den Marathon zu sehen (auswählbar über ein Menü oben links auf der Seite).

Unterschiedliche Sperrzeiten

Kein Durchkommen gibt es am Sonntag hingegen am Prinzipalmarkt (gesperrt von 4 Uhr bis 20 Uhr), Aegidiistraße (7 Uhr bis 16 Uhr), Adenauer- und Himmelreichallee (8 Uhr bis 17.30 Uhr).

Außerdem sind folgende Straßen gesperrt:

Marathon Strassensperrungen
Foto: Screenshot: Münster Marathon

Besonders vorausschauend müssen die Menschen in Nienberge, Gievenbeck und Roxel sein, warnen die Veranstalter. Wer am Sonntag wichtige Termine mit dem Auto erledigen wolle, müsse seinen Wagen rechtzeitig außerhalb der „Inseln” abstellen, die innerhalb des Streckenparcours liegen. 

Hotline

Fragen zur Verkehrsführung und den Straßensperrungen nimmt eine Service-Hotline am Samstag von 8 Uhr bis 20 Uhr und Sonntag von 6 Uhr bis 15 Uhr unter 01805-929292 (0,14 Euro/Minute aus dem Festnetz und maximal 0,42 Euro/Minute aus dem Mobilfunknetz) entgegen.

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Lange laufen - lange leiden

1/11
  • Strapazen, Schmerzen und die reine Glückseligkeit

    Elf Marathonläufe hat David Schönherr bereits hinter sich, den zwölften läuft der schnelle Ausdauersportler von den Laufsportfreunden Münster im Herbst in Berlin – und nicht in seiner Heimatstadt. Hier war er bereits drei Mal über die 42,195 Kilometer lange Distanz unterwegs und kennt die Strecke – auch aus zahlreichen Trainingsläufen – wie seine Westentasche. Der 29-Jährige hat seine Sicht auf die Dinge und erklärt, was abgeht auf den Leidenswegen zwischen Münsters Innenstadt, Gievenbeck, Nienberge und Roxel. 

    Foto: Oliver Werner
  • Start

    Hunderte gehen schrittweise vor – bis sie die Startlinie sehen können, sind die ersten schon mit zwei Kilometern Vorsprung weit weg. „Irgendwie zwischen Vorfreude, Kribbeln und Zweifel“ befindet sich David Schönherr. Zweifel, ob das Training, die 30-Kilometer-Läufe zuvor, ausgereicht hat. „Der Start ist die Belohnung für die Mühen“, sagt er.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Km 5: Suchen

    Cool bleiben: „Keine Panik, das wird schon.“ Die Läufer suchen und finden ihren Rhythmus. Müssen sie auch. Vielleicht ist das Anfangstempo ein wenig zu schnell? Schönherr (Foto): „Man muss in den Lauf reinfinden.“ Und in sich hineinhorchen: „Sind die Beine gut?“ Na dann, weiter geht es.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Km 10: Fühlen

    Wie fühlt sich der Lauf an? Gute Marathonis wissen das jetzt schon. „Man darf nicht überzocken, auch wenn die Zuschauer in der Altstadt  die Läufer nach vorn peitschen. In der Promenade läuft’s sich gut. „Nur jetzt kein Pulver verschießen!“

    Foto: colourbox.com
  • Km 15: Essen nicht vergessen

    Alte Marathon-Weisheit: „Wenn man jetzt was merkt, ist es schon zu spät.“ Die Läufer beobachten nun die kleinsten Körperreaktionen. „Um Himmels willen: jetzt bloß nicht Essen und Trinken vergessen.“ Die Energie-Gels schmecken zwar fürchterlich süß, helfen aber      gegen den Hungerast und sind gut für die Psyche: „Man fühlt sich fitter mit dem ganzen Zeug.“ Also rein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Km 21: Die Hälfte

    Die Hälfte ist geschafft – oder ist es erst die Hälfte? Auf jeden Fall ist die Halbmarathon-Marke kurz vor Nienberge eine psychologische. Bis jetzt sollte man getrödelt haben, Tempo kann man noch aufnehmen, jedenfalls wenn sich der Körper immer noch „fluffig“ anfühlt. Man läuft den Marathon ja auch im aeroben Bereich – anders wäre nicht unbedingt ratsam.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Km 25: Einsamkeit

    Jetzt wird’s einsam, zwischen Haus Vögeding und Twerenfeldweg geht es etwas bergauf – und es droht zugleich ein mentales Loch. „Bin ich noch in der Zeit, die ich mir vorgenommen habe? Aber man freut sich auf Roxel. Da geht die Party wieder richtig ab.“ Bis dahin ist es extrem hart – „man hat noch so viele Kilometer vor sich. Für den Kopf ist das  wirklich nicht so vorteilhaft.“

    Foto: Oliver Werner
  • Km 30: Jetzt mal ordentlich Gas geben

    Die Läufer sind schon fast aus Roxel raus, „da entscheidet sich: Wird es ein guter Marathon?“ – denn der „fängt jetzt erst richtig an“. Über die Roxeler Straße geht es leicht bergab. „Wenn man sich die Kraft gut eingeteilt hat, kommt man ins Rollen“ – und zwar noch ehe der „Mann mit dem Hammer“ hinter der nächsten Kurve lauert.

    Foto: Sven Rapreger
  • Km 35: Der Hammermann von Gievenbeck

    Und da ist er schon, der Hammermann. Beim Münster-Marathon schlägt er oft in Gievenbeck zu. Wie hart er einen trifft, liegt auch an der Vorbereitung. Der Kerl trifft einen mit der vollen Breitseite. Das tut jetzt richtig weh. 80 Prozent aller Läufer haben hier die größten Zweifel, jeder Schritt schmerzt. Immer noch sind es sieben Kilometer bis zum Ziel, aber ab Kilometer 38 wird die Rest-Distanz überschaubar: „Noch vier, das geht eigentlich immer.“

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Km 40: Hart, härter

    Jetzt wird’s körperlich richtig hart: „Phänomen letzte Meile“ nennt man den Teil der Strecke, an dem das Ziel doch schon zum Greifen nah ist. Trotz der Schmerzen: Man freut sich auf die Liebsten, die jetzt irgendwo am Streckenrand stehen und jubeln. Und wenn man vorher noch gefragt hat, warum, weiß man nun: genau darum!

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Km 41: Geschafft

    Auf dem roten Teppich kurz vor der Ziellinie neigt man zum Endspurt. „Aber auf dem Kopfsteinpflaster geht das nicht wirklich – die Muskelfasern sind eh schon zerstört.“ Egal: Das Ziel ist pures Glück, die Emotionen überwältigen die Fi­nisher. Neulinge fühlen sich als Helden – die Frage ist nur: „Wer trägt mich denn nun heim?“

    Foto: Oliver Werner

 

Bus-Umleitungen

Am Sonntag (8. September) werden fast alle Buslinien umgeleitet. Neben der Innenstadt ist vor allem der Westen und Norden der Stadt mit den Stadtteilen Roxel, Gievenbeck und Nienberge betroffen, teilen die Stadtwerke mit.

Sofern nicht anders angegeben, enden die Bus-Umleitungen mit der Freigabe der Innenstadt um voraussichtlich 20 Uhr. Die angegebenen Uhrzeiten richten sich laut Stadtwerke-Info nach den Sperrzeiten. Sollten Sperrungen länger als vorgesehen dauern, verlängern sich die Umleitungen entsprechend, heißt es weiter.

Einen Streckenplan mit den Bus-Einschränkungen finden Sie hier . Die Busse fahren am Sonntag wie folgt:

Bus-Umleitungen

Linie 1: Ab 8 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Bahnhof Roxel in beiden Richtungen über Ludgeriplatz, Antoniuskirche, Weseler Straße, Kolde-Ring, Mecklenbecker Straße, Dingbängerweg, Am Rohrbusch und Nottulner Landweg. 
Ab 15 Uhr zwischen Bült und Wilhelmstraße in beiden Richtungen über Tibus- und Münzstraße.
Linie 2: Ab 8 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Corrensstraße in beiden Richtungen über Eisenbahnstraße, Bült, Tibus- und Münzstraße, Wilhelm- und Einsteinstraße, den Ring sowie Apfellstaedtstraße. Zwischen 9 und 9.45 Uhr während der Sperrung des Bülts zudem zwischen Eisenbahnstraße und Wilhelmstraße in beiden Richtungen über Fürstenbergstraße, Gartenstraße, Ring und Grevener Straße.
Ab 12:30 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Coesfelder Kreuz in beiden Richtungen über Eisenbahnstraße, Bült, Tibus- und Münzstraße, Wilhelm- und Einsteinstraße.
Linie 4: Ab 8 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Geiststraße in beiden Richtungen über Ludgeriplatz und Antoniuskirche.
Linie 5: Ab 8 Uhr in beiden Richtungen zwischen Försterstraße und Von-Schonebeck-Ring/Alhardstraße über den Ring, Steinfurter Straße, B54 und Hülshoffstraße. Zwischen 9 und 9.45 Uhr während der Sperrung des Bülts zudem zwischen Eisenbahnstraße und Wilhelmstraße in beiden Richtungen über Fürstenbergstraße, Gartenstraße, Ring und Grevener Straße.
Ab 13.30 Uhr wie gewohnt.
Linien 6 und 8: Von 9 bis 10.30 Uhr zwischen Eisenbahnstraße und Niedersachsenring in beiden Richtungen über Fürstenberg- und Gartenstraße sowie den Ring.
Linie 7: Keine Änderungen, bitte beachten Sie die Umleitung der Linien R72 und R73.
Linie 9: Ab 8 Uhr zwischen Bült und Steinfurter Straße über Münz- und Tibusstraße. Zwischen 9 und 9.45 Uhr zwischen Eisenbahnstraße und Leonardo-Campus in beiden Richtungen über Fürstenbergstraße, Gartenstraße und den Ring. Danach wieder zwischen Bült und Steinfurter Straße über Münz- und Tibusstraße.
Linie 10: Ab 8 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Huberstraße in beiden Richtungen über Ludgeriplatz, Antoniuskirche, Weseler Straße und den Ring.
Ab 11 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Bismarckallee/Scharnhorststraße in beiden Richtungen über Ludgeriplatz und Antoniuskirche,
Linie 11: Ab 8 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Coesfelder Kreuz in beiden Richtungen über Eisenbahnstraße, Bült, Tibus- und Münzstraße, Wilhelm- und Einsteinstraße. Die Busse enden an der Haltestelle Heekweg. Zwischen 9 und 9.45 Uhr während der Sperrung des Bülts zudem zwischen Eisenbahnstraße und Wilhelmstraße in beiden Richtungen über Fürstenbergstraße, Gartenstraße, Ring und Grevener Straße.
Ab 15 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Landgericht in beiden Richtungen über Ludgeriplatz, Antoniuskirche und Stadtgraben. 
Linie 14: Ab 8 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Mühlenhof in beiden Richtungen über Ludgeriplatz, Antoniuskirche, Weseler Straße, Ring und Sentruper Straße. Ab 15 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Hüfferstiftung in beiden Richtungen über Ludgeriplatz, Antoniuskirche, Stadtgraben und Gerichtsstraße. Ab 17.30 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Aegidiitor in beiden Richtungen über Ludgeriplatz und Antoniuskirche.
Linien 15 und 16: Zwischen 9 und 10.30 Uhr zwischen Eisenbahnstraße und Cheruskerring in beiden Richtungen über Fürstenbergstraße, Gartenstraße und Ring.
Ringlinien 33 und 34: Zwischen 8 und 15 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Coesfelder Kreuz in beiden Richtungen über Wolbecker Straße, Hohenzollernring, Lublinring, Cheruskerring, Orléansring. Die Linien enden und starten an der Haltestelle Universitätsklinikum. Zwischen Coesfelder Kreuz und Kolde-Ring sowie Ludgeriplatz fährt keine Ringlinie. 
Am frühen Sonntagmorgen werden zudem die Nachtbusse der N80 bis zu ihren letzten Fahrten gegen 8 Uhr umgeleitet:
Linie N80: Ab 4 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Coesfelder Kreuz in beiden Richtungen über Eisenbahnstraße, Bült, Tibus- und Münzstraße, Wilhelm- und Einsteinstraße. 
Zudem sind auch die Regionallinien R63, R64 sowie S70, R72 und R73 betroffen. Sie werden wie folgt umgeleitet:
Linien R63 und R64: Zwischen 8 und 15 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Pienersallee in beiden Richtungen wie Linie 1.
Linien S70, R72 und R73: Von 9 bis 13:30 Uhr in beiden Richtungen zwischen Abzweig Wilkinghege und Nienberge Gewerbegebiet über 
Hülshoffstraße und B54.

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