Teamgeist und Zwickmühle
Hendrik Snoek lobt das Engagement der fleißigen Helfer und muss etablierten Reitern absagen

Münster -

Einer muss nun mal den Hut aufhaben, aber ohne sein Team geht jeder Turnierleiter baden. Keiner weiß das besser als Hendrik Snoek, der seit vielen Jahren die Verantwortung beim Turnier der Sieger trägt, das aber nie an die große Glocke hängt. „Ohne meine Vorstandskollegen und ohne jeden einzelnen ehrenamtlichen Helfer kann ich gar nichts bewegen.“ Ihm ist es ein Bedürfnis, all den wichtigen Leuten im Hintergrund, auf die er sich blind verlassen kann, seinen Dank und Respekt auszusprechen.

Donnerstag, 23.08.2012, 16:08 Uhr

Teamgeist und Zwickmühle : Hendrik Snoek lobt das Engagement der fleißigen Helfer und muss etablierten Reitern absagen
Weiß ein eingespieltes Team hinter sich: Turnierleiter Hendrik Snoek kann sich auf seine vielen Helfer stets verlassen. Foto: Jürgen Peperhowe

In diesen bezieht er ausdrücklich die treuen Sponsoren ein, die ihm nun schon seit Jahren finanziell den Rücken freihalten. Der Turnier-Etat beläuft sich auf satte 900 000 Euro (ohne Mehrwertsteuer), das muss erst mal gestemmt werden. Beim Blick auf die Liste der Hauptsponsoren stellt er fest: „Das kann man gar nicht hoch genug bewerten, dass uns diese Unternehmen schon seit so vielen Jahren zur Seite stehen.“ Als Wertschätzung der besonderen Art sieht Snoek das Verhalten manch freundlicher Mäzene, die „einfach so mal 10 000 Euro geben, ohne dass sie genannt werden wollen“. Als größten Posten auf der Ausgabenseite nennt Snoek 250 000 Euro für Gewinngelder und Ehrenpreise. Das muss man bieten, um für die Spitzenreiter interessant zu sein. Weil sie vor dem Schloss alles neu errichten müssen (Parcours, Abreiteplatz , Tribünen und Zelte), werden für die technischen Arbeiten 200 000 Euro veranschlagt. Dazu kommen die Kosten für Platzmiete, Bewachung, Werbung, Gebühren, Bewirtung, Pflanzen, Toilettenwagen und natürlich die Betreuung der Ehrengäste. Der finanzielle Teil ist das eine, der sportliche Part das andere. Auch in diesem Jahr dürfen sich die Münsteraner glücklich schätzen, ein erstklassiges Starterfeld sowohl beim Springen als auch in der Dressur begrüßen zu können. Gerade die Absage der Global Tour in Rio de Janeiro verschaffte den Münsteranern eine Menge von Anfragen, „die uns fast erschlagen hätte“. Snoek und sein Team steckten in der Zwickmühle . Einerseits war der Nennungsschluss längst verstrichen und das Starterfeld fast voll; andererseits lockten plötzlich weitere prominente Namen, „die wir zu gerne präsentiert hätten“. Allein aus dem Ausland kamen rund 80 Anfragen nach einem Startplatz. Man wägte ab und fand den gesunden Mittelweg, sodass man einigen Wünschen noch gerecht werden konnte. Aber eben nicht allen. „Ich will gar nicht verhehlen, dass mir manche Absage sehr schwergefallen ist.“ Die Zelte stehen, die Tribünen auch, der neue Boden ist aufgetragen, gewässert und hat sich gesetzt, es kann also losgehen. Vorfreude? Snoek: „Ja klar, immer wieder aufs Neue. Hauptsache, das Wetter spielt auch mit.“ Nachfrage: Sind Sie eigentlich am Sonntagabend froh, wenn alles gut über die Bühne gegangen ist und Sie endlich freihaben? „Wieso freihaben? Der letzte Tag des Turniers ist bereits der erste in Vorbereitung auf das TdS 2013.“ In diesem Moment hat er wieder den Hut auf.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1096672?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F973844%2F1032587%2F1219018%2F1219019%2F
Mehrere Tote in Enschede entdeckt
Polizei ermittelt nach Leichenfund: Mehrere Tote in Enschede entdeckt
Nachrichten-Ticker