Reiten: Turnier der Sieger
Turnierchef Snoek freut sich auf ein „interessantes Starterfeld“

Münster -

Neuer Titelsponsor, zwei neue Austragungsorte – doch von ihrer Bedeutung hat die 2001 von Paul Schocke­möhle ins Leben gerufene Riders Tour nichts eingebüßt. „Sie ist weiter eine wichtige Serie mit guten Turnieren“, sagt Hendrik Snoek, Gastgeber und Cheforganisator beim Turnier der Sieger in Münster.

Donnerstag, 01.08.2019, 11:42 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 12:01 Uhr
Felix Haßmann, hier im vergangenen Jahr mit Vincent beim Turnier der Sieger, kommt immer gerne nach Münster. Den Großen Preis gewann der 33-Jährige vor dem Schloss noch nie – am Sonntag nimmt der Deutsche Meister einen neuen Anlauf.
Felix Haßmann, hier im vergangenen Jahr mit Vincent beim Turnier der Sieger, kommt immer gerne nach Münster. Den Großen Preis gewann der 33-Jährige vor dem Schloss noch nie – am Sonntag nimmt der Deutsche Meister einen neuen Anlauf. Foto: Peter Leßmann

Nach neun Jahren hatte die DKB ihr Engagement beendet, die Fortsetzung der Tour „stand ein wenig auf der Kippe“ ( Snoek ). Doch mit der Bemer AG fand sich ein Nachfolger, der seine vorherige Unterstützung ausgeweitet hat. So macht die Serie nun auch wieder im Herzen Westfalens halt, Münster ist nach Hagen a.T.W., dem Pferdefestival Redefin – dieser neue Standort löste Wiesbaden ab – und dem Deutschen Springderby in Hamburg die vierte von sechs Stationen, zu denen mit den VR Classics in Neumünster ein neuer Finalort (statt München) dazugekommen ist.

Seit jeher bietet die Riders Tour nicht nur Topstars wie Christian Ahlmann (aktueller Rider of the year) oder Marcus Ehning immer mal wieder eine Bühne, sie dient auch als Plattform und Sprungbrett für jüngere Reiter wie Zoe Osterhoff, Marie Ligges, Jan André Schulze Niehues oder Philipp Schulze Topphoff, die in diesem Jahr vor dem Schloss in Münster die Qualifikation und dann den Großen Preis bestreiten werden.

Sie sind die Herausforderer in einem „sehr interessanten Starterfeld“ (Snoek), in dem die Top drei der Riders-Tour-Gesamtwertung nicht fehlen. Nisse Lüneburg, der mit dem elf Jahre alten Wallach Cordillo seinen dritten Derby-Triumph in Hamburg feierte, führt hauchdünn mit 22 Punkten vor David Will und Katrin Eckermann (je 20). Und auch die in Münster startenden Julien Anquetin aus Frankreich und Alexa Stais aus Südafrika liegen mit je 17 Zählern in Schlagdistanz zum Spitzenreiter.

Noch ein wenig Nachholbedarf hat Felix Haßmann, den Snoek als ein „sehr bekanntes Gesicht der westfälischen und nationalen Reiterei“ bezeichnet. Erst vier Punkte aus Redefin zieren das Konto des 33-Jährigen, zum Auftakt der Riders Tour in Hagen ging er leer aus. „Bislang lief die Tour noch nicht so gut für mich, so viele Punkte habe ich ja noch nicht gesammelt“, sagt Haßmann. Doch das soll sich ändern, mit seinem Top-Pferd Cayenne will er im Großen Preis ganz vorne mitmischen. Und dass der Pferdewirtschaftsmeister aus Lienen aus der Abteilung Attacke kommt, ist hinlänglich bekannt – nicht erst seit den Deutschen Meisterschaften in Balve, die er mit dem 14-jährigen Hengst vor Jan Wernke und Hendrik Sosath – diese beiden steigen vor dem Schloss ebenfalls in den Sattel – gewann. „Ich reite auf Angriff, aber man braucht ja auch immer ein bisschen Glück“, sagt Haßmann. Kommt er durch und bleiben im Stechen alle Stangen liegen, wird es schwer für die Konkurrenz. Oder wie Snoek es ausdrückt: „Wenn Felix vorgelegt hat, wissen die anderen Reiter, dass sie sich sputen müssen.“

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