Turnier der Sieger
Reichlich Frauen-Power im Parcours: Drei ehemalige Siegerinnen und Weltmeisterin Blum dabei

Münster -

Sechs Jahre liegt mittlerweile der letzte Sieg einer Reiterin im Großen Preis von Münster zurück. 2013 war es Angelica Augustsson Zanotelli mit Mic Mac du Tillard, die als letzte Amazone das abschließende und wichtigste Springen beim Turnier der Sieger gewinnen konnte. 

Mittwoch, 31.07.2019, 11:42 Uhr aktualisiert: 31.07.2019, 20:23 Uhr
Die amtierende Weltmeisterin Simone Blum gewann 2018 mit Alice in Münster die Qualifikation zum Großen Preis – nachdem sie den Umlauf im strömenden Regen gemeistert hatte.
Die amtierende Weltmeisterin Simone Blum gewann 2018 mit Alice in Münster die Qualifikation zum Großen Preis – nachdem sie den Umlauf im strömenden Regen gemeistert hatte. Foto: Peter Leßmann

Der Erfolg der heute 32 Jahre alten Schwedin, die nun ihr Comeback vor dem Schloss feiert, war das Ende der Damen-Dominanz: Schließlich hatten Meredith Michaels-Beerbaum (2004 und 2005), Anna-Maria Jakobs (2007), Janne Friederike Meyer-Zimmermann (2008), Katrin Eckermann (2011) – damals war die heute 29-Jährige eine der jungen Wilden und Bereiterin im Snoekschen Stall – und eben Augustsson Zanotelli ab 2004 in sechs von neun Auflagen ihren männlichen Kollegen das Nachsehen gegeben.

Mit Meyer-Zimmermann, Eckermann und der Skandinavierin haben drei ehemalige Siegerinnen ihr Kommen zugesagt. Frauen-Power gibt es aber nicht nur von diesem Trio, das Feld ist gespickt mit schnellen Damen im Sattel. Allen voran Simone Blum , ihres Zeichen amtierende Weltmeisterin. 2018 gewann sie das Stechen der Qualifikation zum Großen Preis mit ihrem Top-Pferd Alice, das sie auch diesmal wieder mitbringt.

Oder Eva Bitter, die für den RV St. Georg Münster startet und als sechsfache Deutsche Meisterin der Amazonen weiß, wie man erfolgreich durch den Stangenwald kommt.

Die Besetzung ist wirklich spannend.

Hendrik Snoek

Mit guten Referenzen reisen auch Celine Schoonbroodt-De Azevedo (Belgien) – sie wurde auf der Global Champions Tour in Paris Zweite – oder Chloe Reid (USA) als Wiesbaden-Siegerin an. „Die Besetzung ist wirklich spannend. Bei unseren ausländischen Gästen sind immer mehr Reiterinnen dabei“, sagt Hendrik Snoek, Präsident des gastgebenden Westfälischen Reitervereins, und untertreibt damit nicht im Geringsten.

Die Männer dürfen also gewarnt sein und müssen sich mächtig ins Zeug legen, um die Serie fortzusetzen. Dabei steht fest, dass keiner der letzten fünf Sieger in diesem Jahr erneut in Münster gewinnen wird. Denn weder Steve Guerdat (Schweiz) noch Ludger Beerbaum, Marcus Ehning, Lokalmatador Jens Baackmann und Vorjahressieger Christian Ahlmann sind bei der 64. Auflage des Turniers dabei.

Viele Kandidaten wollen den Großen Preis

Ein Makel ist dies keineswegs, das Feld bleibt gut besetzt – und schließlich gibt es genug Kandidaten, die sich anschicken, den Titel im mit 120.000 Euro dotierten Großen Preis zu gewinnen. Neben Blum bittet Bundestrainer Otto Becker vier Wochen vor der EM in Rotterdam mit Maurice Tebbel, Patrick Stühlmeyer, Philipp Weishaupt und Sven Schüsselburg – er überraschte jüngst beim CHIO im Großen Preis von Aachen als Achter – drei Reiter, die auf seiner EM-Longlist stehen. Und Strategen wie Markus Beerbaum, Holger Wulschner, Hans-Thorben Rüder oder Gerrit Nieberg sollte man auch immer auf einem Zettelchen haben.

Turnier der Sieger

Alle Infos zum Reitturnier finden Sie in unserem TdS-Special

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