Reiten: Turnier der Sieger
Shettys sind beim Pferdestärken-Cup das Zünglein an der Waage – Coesfeld siegt vor Münster

Münster -

Spannung bis zum letzten Zieleinlauf, beste Stimmung auf den Rängen. Der Münsterländer Pferdestärken-Cup war einmal mehr der perfekte Abschluss des Eröffnungstages beim Turnier der Sieger. Dabei sorgten die Shettys mit ihrer wilden Jagd für die Entscheidung, die knapp gegen Münster ausfiel.

Donnerstag, 01.08.2019, 22:10 Uhr aktualisiert: 02.08.2019, 11:16 Uhr
Im abschließenden Pony-Rennen hatte Münster etwas Pech und belegte so beim Münsterländer Pferdestärken-Cup den zweiten Platz hinter Titelverteidiger Coesfeld.
Im abschließenden Pony-Rennen hatte Münster etwas Pech und belegte so beim Münsterländer Pferdestärken-Cup den zweiten Platz hinter Titelverteidiger Coesfeld. Foto: Jürgen Peperhowe

Besser hätte kein Dramaturg den Spannungsbogen ziehen können. Bis fast zum letzten Meter stand beim Münsterländer Pferdestärken-Cup nicht fest, wer die sechste Auflage des bundesweit einmaligen Mannschaftswettbewerb gewinnen würde. Punktgleich lagen die Kreisreiterverbände Münster und Coesfeld nach den vier Dressur- und vier Springprüfungen (jeweils Klasse A bis S) auf Platz eins, die Entscheidung über den Sieg lag in den Hufen der Ponys des Ostfriesischen Shetty-Stammtisches, die den vier Teams zugelost worden waren. Und dabei hatte Titelverteidiger Coesfeld etwas mehr Fortune als der Gastgeber und gewann wie im Vorjahr den Löwenanteil von den 11 000 Euro Preisgeld.

Oliver Schulze Brüning, Münsters Equipechef, konnte mit Rang zwei aber gut leben. „Coesfeld hatte am Ende mehr Glück. Aber unsere Reiter haben es sehr gut gemacht“, lobte er. Mit Recht. Sophie Bayer hatte mit Chiara für einen Traumstart gesorgt und Münster in der A-Dressur gleich einmal die Maximalausbeute beschert. Lena Marie Völker mit Franka Zis, Lara Heggelmann mit Feenzauber und Maike Mende mit Rothschild hielten das Heimteam im Viereck in Schlagdistanz, zur Pause war Coesfeld mit 74 hauchdünn vor Münster (72). Steinfurt (68) und Coesfeld (67) folgten schon mit einem Respektabstand.

Und Kopf an Kopf ging es im Parcours weiter. Zwar lief es für Ole Ottmann mit Dream it (A-Springen) und die ausgeschiedene Wilma Laufervoß mit Chiva (L-Springen) unglücklich, doch Ann Madeleine Cordes mit Nemo vom Purnitzgrund (A) sowie die fehlerfreie und schnelle Theresa Zölzer mit Whynona (L) ließen Münster weiter hoffen. Der erste Sieg seit der Premiere 2014 war möglich, erst recht nach dem Husarentritt des im Stall Nieberg beheimateten Koreaner Kyujin Lee mit Olivia la Sweet (M) und der sicheren Runde von Zascha Nygaard Andreasen mit Caprice (S), die wichtige Zähler dem nun prall gefüllten münsterischen Kontos hinzufügten. Da waren die Patzer von Karl-Josef Kückmann mit Lara sowie von Andrea Hoppe mit Diacada schnell vergessen.

Das Schicksal hatte das Schulze-Brüning-Team nun nicht mehr in den eigenen Zügeln, alles lag an den Shettys , die einmal mehr für das stimmungsvolle und diesmal bis zum Schluss spannende Finale sorgten. Otto Becker, Bundestrainer der Springreiter, gab den Startschuss für die beiden Rennen mit je zwei Runden, an deren Ende der Vorjahressieger wieder vorne war. Einzige Gewinner waren die Coesfelder an diesem Abend aber nicht.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6821592?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F973844%2F1032587%2F
550 Autofahrer nutzen Park-and-Ride-Angebot am Coesfelder Kreuz
Im Fünf-Minuten-Takt fuhren die Busse am Samstag am Coesfelder Kreuz vor. Trotzdem war es an der Bushaltestelle voll.
Nachrichten-Ticker