Reiten: Turnier der Sieger
Im zweiten Anlauf klappt’s für Bettendorf beim „TdS“ in Münster

Münster -

Auf der Mittleren Tour ist die Luxemburgerin Charlotte Bettendorf mit Iris van de Bisschop nicht zu schlagen.

Freitag, 02.08.2019, 18:30 Uhr aktualisiert: 02.08.2019, 18:32 Uhr
Schnell, hoch und erfolgreich: Charlotte Bettendorf distanzierte mit Iris van de Bisschop die Konkurrenz.
Schnell, hoch und erfolgreich: Charlotte Bettendorf distanzierte mit Iris van de Bisschop die Konkurrenz. Foto: Jürgen Peperhowe

Vor einem Jahr schon hatte Charlotte Bettendorf eine Anfrage gestellt, beim Turnier der Sieger reiten zu dürfen. „Damals hat es leider nicht geklappt. Aber da hatte ich ja auch nicht so eine erfolgreiche Saison“, sagte Charlotte Bettendorf. Nun durfte die Luxemburgerin, was im Umkehrschluss bedeutet, dass 2019 sportlich deutlich besser läuft. Erfolgreichste Reiterin beim Pfingstturnier in Wiesbaden, wo sie den Großen Preis als Zweite hinter Chloe Reid (USA) abgeschlossen hatte, dazu Siege in der Heimat beim Großen Preis oder in Spanien – Bettendorf ließ aufhorchen. Und auch am Freitag im ersten Springen der Mittleren Tour wurde es laut um Bettendorf, als sie im Sattel von Iris van de Bisschop auf die Ehrenrunde ging.

Mit einem deutlichen Vorsprung von über vier Sekunden, einer kleinen Welt, hatte sie den Parcours beendet. Wo Bettendorf mit ihrer elfjährigen Stute so viel Zeit herausgeholt hatte? „Weiß ich eigentlich auch nicht so genau“, sagte die sympathische 30-Jährige. „In der letzten Phase zu den Sprüngen zehn, elf und zwölf war ich wohl schnell. Die Wendung zu zehn war eng, dann hatte ich einen guten Rhythmus. Dazu braucht mein Pferd auch nicht viel Zeit in der Luft.“ Das merkte die Konkurrenz, die der Schweizer Werner Muff mit Jolie van het Molenhof (65,40 Sekunde) vor Felix Haßmann mit Carla (65,60) mit gebührendem Abstand anführte.

Für Bettendorf war es bei ihrer Münster-Premiere ein Einstand nach Maß. „Ich bin sehr froh, hier zu sein. Das ist ein super schönes Turnier mit sehr guten Bedingungen“, meinte Bettendorf, die einzig ihren im Frühjahr geheirateten Ehemann vor dem Schloss vermisste. Jan Müller, 40 Jahre alt und aus Ilsfeld, ist selbst ein ambitionierter Springreiter und will sich an diesem Wochenende auf einer baden-württembergischen Serie einen Startplatz für das German Masters in der Stuttgarter Schleyerhalle sichern. Kein Problem für Bettendorf, zumal auch sie als Profi-Springreiterin ständig auf Achse ist und zudem noch zwischen ihrer neuen Heimat nahe Heilbronn und ihrem Arbeitgeber in Belgien, dem Reitstall Ecurie Mathy, pendelt. „Aber das klappt ganz gut“, sagte Bettendorf. Eine Aussage, die sich nahtlos auf ihre Reiterei übertragen lässt.

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