Reiten: Turnier der Sieger
Gute Laune im Kollektiv auf der Großen Tour in Münster

Münster -

Bei der Großen Tour ist Charlotte Bettendorf nicht zu schlagen und gewinnt vor David Will. Derweil freut sich Philipp Schulze Topphoff über Platz fünf.

Freitag, 02.08.2019, 19:06 Uhr aktualisiert: 02.08.2019, 20:54 Uhr
Philipp Schulze Topphoff lag mit Concordess lange in Führung, wurde am Ende Fünfter.
Philipp Schulze Topphoff lag mit Concordess lange in Führung, wurde am Ende Fünfter. Foto: Jürgen Peperhowe

Irgendwie waren sie alle entspannt nach der ersten Springprüfung der Großen Tour. Allen Grund, gut gelaunt zu sein, hatte Charlotte Bettendorf. Nachdem die Luxemburgerin bereits die erste Qualifikation der Mittleren Tour gewonnen hatte, legte sie zum Abschluss des Freitags noch einmal nach und buchte sich mit Raia d’Helby den ersten Platz. Keine Frage, sie ist die Reiterin der Stunde beim Turnier der Sieger . „Raia ist grundschnell, ihr fehlt aber das letzte Vermögen. Doch für diese schnellen Ritte ist sie perfekt. Für mich zahlt sich endlich die harte Arbeit aus“, sagt die in diesem Jahr sehr erfolgreiche Bettendorf.

Doch auch David Will ritt mit einem Lächeln aus dem Parcours. Als letzter Starter hatte er die Marke von Bettendorf noch einmal angegriffen und bis zur Schlusslinie auf Kurs gelegen. Dann aber „haben wir den Rhythmus verloren und mussten an den letzten Hindernissen jeweils einen Galoppsprung mehr machen. Aber ich habe es probiert“, erklärte Will. Zuvor hatte sein 13 Jahre alter Wallach alles richtig gemacht, ehe er eine Stange touchiert hatte – auch wenn diese liegenblieb, veranlasste es Forest Gump zu zwei Bocksprüngen, die wichtige Zeit kosteten. „Es hat ihn geärgert, dass er die Stange berührt hat“, sagte Will, der mit der Empfehlung des Erfolges im Großen Preis von Hickstead nach Münster gekommen ist. Die Uhr blieb bei 67,61 Sekunden stehen, damit war der 31-Jährige exakt eine Sekunde langsamer als Bettendorf.

Auch wenn eine winzige Spur von Enttäuschung bei Philipp Schulze Topphoff zu erahnen war, kam auch er lächelnd aus Richtung der Stallungen und machte sich auf zur Siegerehrung, an der er als Fünfter teilnehmen durfte. „Ich bin zufrieden. Aber ein bisschen schade ist es schon, dass sich noch ein paar davor gemogelt haben“, erklärte der frisch gebackene U-21-Europameister, der wie bei seinem EM-Triumph vor drei Wochen Concordess gesattelt hatte. Und erneut zeigte das Duo sein großes Vermögen: Flüssig und rhythmisch bewältigte es die gestellten Aufgaben im Parcours und unterbot die bis dahin geltende Bestzeit vom stets schnellen Felix Haßmann und Balzaci um 28 Hundertstel. Dass Schulze Topphoffs 72,62 Sekunden am Ende nur zu Platz fünf langten, lag nicht nur an Bettendorf und Will, sondern auch am Franzosen Julien Anquetin mit Gravity of Greenhill und Alexa Stais (Südafrika) mit Quintato.

Einen neuen Versuch wird der für den RV Roxel startende Havixbecker am Wochenende wagen, jeweils mit Concordess geht er die Qualifikation und dann den Großen Preis an. Und dass die Stute mehrere Runden auf hohem Niveau fehlerfrei gehen kann, hat sie bei der EM bewiesen. Damals waren es fünf an der Zahl.

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