Reiten: Turnier der Sieger
Dickes Lob für seine Kämpferin – Werner Muff gewinnt das Finale der Mittleren Tour

Münster -

Da hatte beileibe keine Schlechte die zu schlagende Zeit vorgelegt. Lange führte Weltmeisterin Simone Blum im Finale der Mittleren Tour – doch dann kam ein Mann aus der Schweiz und schnappte sich noch den Sieg, den er im vergangenen Jahr in genau dieser Prüfung knapp verpasst hatte.

Sonntag, 04.08.2019, 15:28 Uhr aktualisiert: 04.08.2019, 16:08 Uhr
Hopp Schwiiz: Werner Muff und seine Stute Jolie van het Molenhof knackten im Stechen die Vorgabe von Weltmeisterin Simone Blum und gewannen das Finale der Mittleren Tour.
Hopp Schwiiz: Werner Muff und seine Stute Jolie van het Molenhof knackten im Stechen die Vorgabe von Weltmeisterin Simone Blum und gewannen das Finale der Mittleren Tour. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Sieg in der Mittleren Tour ging in die Schweiz. Werner Muff kam mit Jolie van het Molenhof am schnellsten durch den Stechparcours. „Im vergangenen Jahr war ich in dieser Prüfung Zweiter. Da habe ich gedacht: Diesmal muss doch noch ein bisschen mehr gehen“, sagte Muff.

Und es ging mehr. Welche Zeit zu schlagen war, hatte Muff zuvor nicht gewusst. „Ich habe mir die anderen Ritte nicht angeschaut“, erklärte der Schweizer, der als vorletzter Starter in die zweite Runde ging. Und so wusste er nicht, dass die amtierende Weltmeisterin Simone Blum mit ihrem Schimmelwallach Cool Hill schon eine fehlerfreie Runde mit einer richtig guten Zeit vorgelegt hatte. Nach 39,65 Sekunden waren die beiden im Ziel. Die nachfolgenden Reiter versuchten vergeblich, schneller zu sein.

Bis Muff kam und Blum doch noch eine gute halbe Sekunde abnahm. „Ich bin wirklich einfach drauf losgeritten und habe alles versucht“, sagte der 45-Jährige. Letztlich sei kein Richtwert unschlagbar, ist der Reiter überzeugt, auch wenn in Münster viele richtig gute Pferde am Start seien.

Für seine zehnjährige Rappstute Jolie fand Muff nur lobende Worte: „Sie ist eine tolle Kämpferin, immer bei der Sache und völlig einfach zu reiten. Und wenn es drauf ankommt, ist sie auch noch richtig schnell.“ Der Schweizer reitet das Pferd erst seit Beginn des Jahres und scheint mit ihr eine wirklich perfekte Sportpartnerin gefunden zu haben, in die er große Hoffnungen für die Zukunft setzt.

Nicht viel weniger zufrieden war die frisch ausgezeichnete Friedensreiter-Preisträgerin Blum, die sich letztlich noch über Platz zwei freuen durfte. „Cool Hill ist ein tolles Nachwuchspferd.“ Klar, dass sich der Schimmel nach diesem Erfolg eine besondere Belohnung verdient hatte. „Er mag auch Mangos“, verrät die Reiterin. Nun muss Blums Weltmeisterpferd Alice ihre geliebten Früchte mit dem Boxennachbarn teilen. Dass ihre Zeit noch zu schlagen war, damit hatte Blum nach eigenen Angaben gerechnet. Sie musste als Erste ins Stechen, da haben die anderen zumeist gute Chancen, schnellere Wege zu finden.

Der dritte Platz in diesem Finale ging an die Schwedin Angelica Augustsson Zanotelli mit Kalinka van den Nachtegaele.

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