Beachvolleyball
Becker/Romund genießen das Trainingslager vor der Haustür

Münster -

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah.“ Passend zu diesem geflügelten Wort haben Paul Becker und Jan Romund gehandelt. Anstatt ein Trainingslager in der Ferne zu buchen, bereitete sich das Beachvolleyball-Duo in heimischen Gefilden vor.

Donnerstag, 14.04.2016, 16:04 Uhr

Gut vorbereitet und neu motorisiert fahren Paul Becker (l.) und Jan Romund zu ihren Einheiten auf der Anlage des HSP und zu den Turnieren. Das Beachvolleyball-Duo verzichtete auf ein Trainingslager im Süden.
Gut vorbereitet und neu motorisiert fahren Paul Becker (l.) und Jan Romund zu ihren Einheiten auf der Anlage des HSP und zu den Turnieren. Das Beachvolleyball-Duo verzichtete auf ein Trainingslager im Süden. Foto: Jürgen Peperhowe

Spätestens im Frühjahr beginnt für die Beachvolleyballer die Reisezeit. Vor der Saison, in der die Sandspezialisten ohnehin im In- und Ausland viel unterwegs sind, zieht es sie für Trainingslager unter die Sonne des Südens. Nicht so Paul Becker und Jan Romund . Das Duo entschied sich bewusst für einen Verbleib in Münster und bereitet sich durchgehend in der Heimat vor. „Wir haben hier doch alles“, sagt Romund.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Auf der Anlage des Hochschulsport findet der Blocker mit seinem Partner Becker beste Bedingungen vor, auch die Voraussetzungen für das Athletik-Training und die physiotherapeutische Betreuung sind top. Dazu ist mit Trainer Christoph Kesselmeier eine Top-Kraft bei den Einheiten dabei, zu denen immer mal wieder mit dem früheren Coach des USC Münster , Axel Büring, eine weitere Fachkraft stößt. Und auch an Top-Trainingspartnern fehlte es in der jüngsten Vergangenheit nicht, immer wieder waren starke Beach-Duos in Münster zu Gast. Daniel Wernitz und Alexander Walkenhorst gehörten ebenso zu den Sparringspartnern wie in der Vorwoche Jonathan Erdmann/Max Betzien oder Stefan Windscheif und Sebastian Fuchs. Die deutsche Nummer drei, die Büring betreut und die aus Münster direkt zu den Xiamen Open nach China geflogen ist, war gar zwei Wochen in Münster zu Gast. „Wir haben zuletzt mit sehr guten Teams auf hohem Niveau trainiert. Das ist für uns super, da ist die Konzentration naturgemäß höher. In den vergangenen Jahren hatten wir so eine Konstellation nicht“, erklärt Romund, der mit seinem Partner dank eines neuen Sponsors auch bestens motorisiert ist für die kommenden Touren.

Optimale Bedingungen

Aber nicht nur aus diesen nahezu optimalen Bedingungen speist sich der Optimismus des 2,02 Meter großen Hünen, auf der Smart-Beach-Tour eine gute Saison zu spielen. Auch körperlich hat das Duo derzeit keinerlei Probleme, fühlt sich fit und bereit. „Stand heute ist alles gut. Jetzt hoffen wir nur, dass wir in Münster im Hauptfeld stehen“, sagt Romund. Nach dem aktuellen Stand müsste er mit Becker als erstes Team beim Tour-Auftakt auf dem münsterischen Schlossplatz in die Qualifikation – wie schon in den beiden vergangenen Jahren. „Es wäre schön, wenn uns das Schicksal erspart bleiben würde. Wenn aber der Verband wieder zwei Wildcards an ein ausländisches und ein Junioren-Team verteilt und alle kommen, müssten wir in die Quali“, erklärt Romund.

Wenn, ja wenn alle kommen. Denn das ist aktuell alles andere als klar, bei den deutsche Beachvolleyball-Männern grassiert die Verletzungsseuche. Dauerpatient Kay Matysik, Jonas Schröder (Knie), Clemens Wickler, Lars Flüggen, Philipp-Arne Bergmann (alle Knie) und Julius Thole (Schienbein) fallen aktuell aus. Becker/Romund dürfen also durchaus auf den direkten Einzug ins Hauptfeld hoffen.

Generalprobe in Köln

Eine Generalprobe vor dem Heimspiel haben sie auf alle Fälle geplant. Am 23. April will sich das Duo bei einem Landesturnier in Köln Wettkampfhärte und Spielpraxis holen, um dann nach Möglichkeit besser als Platz 13 – mit dieser Platzierung schloss es 2014 und 2015 vor dem Schloss ab – in die Saison zu starten. Es wäre ein guter Start – und eine Bestätigung, mit der Entscheidung, in Münster zu bleiben,

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