Reiten: Springturnier des RV Nienberge
Philipp Schulze Topphoffs Attacke verpufft erst spät

Münster -

Ein spannenden Abschluss erlebten die Zuschauer nach vier Tagen Reitsport beim RV Nienberge. Im Großen Preis legte Daniel Engbers eine starke Zeit vor, die Philipp Schulze Topphoff als letzter Reiter attackierte – und dabei lange auf Siegeskurs lag.

Sonntag, 29.05.2016, 19:49 Uhr

Riskierte viel, verpasste aber den Sieg: Philipp Schulze Topphoff landete mit Cooper im Großen Preis von Nienberge auf dem dritten Rang.
Riskierte viel, verpasste aber den Sieg: Philipp Schulze Topphoff landete mit Cooper im Großen Preis von Nienberge auf dem dritten Rang. Foto: Jürgen Peperhowe

Daniel Engbers (RFV Südlohn-Oeding) hatte am Sonntag mit Captain Blue einen schnellen, fehlerfreien Ritt in der Siegerrunde (34,06 Sekunden) beim Großen Preis des RV Nienberge vorgelegt. Als letzter von sieben Startern war der Havixbecker Philipp Schulze Topphoff (RV Roxel ) mit seinem Bundeschampion Cooper an der Reihe und schickte sich an, die Bestmarke auf den letzten Drücker doch noch zu knacken.

Von Beginn an drückte der Reiter mit dem erst siebenjährigen Pferd aufs Tempo. Zum letzten Sprung, einem mächtigen Oxer, ließ der junge Reiter sein Pferd nur noch frisch vorwärts gehen. Viel zu früh sprang er ab und riss eine Stange. Das Paar war mit 33,63 Sekunden zwar deutlich schneller als die Konkurrenz, doch die Jury notierte für den Abwurf vier Fehlerpunkte. „Das war Pech“, bilanzierte Schulze Topphoff, der damit immerhin noch Dritter im Großen Preis wurde.

„Wollte es versuchen“

„Hätte ich Cooper aufgenommen und einen Galoppsprung mehr gemacht, um dann passend anzukommen, hätte ich Zeit verloren und wäre auch nur Zweiter oder Dritter geworden“, lautete seine pragmatische Erklärung. „Ich wollte es wenigstens versuchen.“

Dem Sieger Daniel Engbers war klar, dass seine vorgelegte Zeit zu schlagen war. „Ich bin so schnell geritten, wie es mit meinem Pferd möglich war. Und das hat ja letztlich gereicht.“ Captain Blue ist acht Jahre alt, und Engbers hat nur Lob für seinen Vierbeiner, mit dem er zurzeit an vielen Wochenenden erfolgreich unterwegs ist. „Von Turnier zu Turnier wird er sicherer und auch schneller“, erklärte Engbers.

Sakakini wird Zweiter

Platz zwei in dieser spannenden Prüfung ging an den gebürtigen Ägypter und für Italien reitenden Andre Sakakini mit Bestinov. Ein Pferd, das sich bei der Ehrenrunde offensichtlich besonders freute und etwas übermütig Bocksprünge zeigte. Mit zwei Pferden war der Grevener Hans-Thorben Rüder ( RV Fehmarnscher Ringreiterverein) in die Finalrunde gegangen, musste dort allerdings dann jeweils einen Fehler hinnehmen.

Rüder hatte sich jedoch am Samstag als Sieger in einem weiteren S-Springen feiern lassen. Er siegte in 56,35 Sekunden vor Greta Reinacher (RV Osterwick), die mit Cibble nach 57,65 Sekunden die Zeitmessung stoppte. Dritter wurde Schulze Topphoff mit Le Point – knapp vor Rüder, der sich auch mit Lady Lissabon weit vorne platzierte.

Eine schwere Springprüfung war am Sonntagmorgen in Nienberge den U-25-Reitern vorbehalten: Diese gewann Alexander Potthoff (RV Bösensell) mit Quinara vor der Dänin Zascha Nygaard Andreasen (RV Albachten), die Cascal gesattelt hatte. Marcel Scherenberg (Märkischer RFV Haßlinghausen) reihte sich mit Collino auf dem dritten Rang ein, und Anna-Lena Aust vom RFV Handorf-Sudmühle belegte im Stechen mit ihrer Stute Madonna den sechsten Rang.

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