Leichtathletik: LG Brillux und SC Preußen
Silies knackt DM-Norm, Pinto sensationell mit der Staffel

Münster -

Maren Silies vom SC Preußen hat doch noch die Norm für die Deutschen Meisterschaften geknackt. In Regensburg lief sie 52,00 Sekunden und war überglücklich. Die Münsteranerin Tatjana Pinto, die nun für den LC Paderborn startet, überragte im Zusammenspiel mit ihren Staffelkolleginnen.

Montag, 06.06.2016, 16:06 Uhr

Läuft bei der DM in Kassel: Maren Silies hat die letzte Qualifikations-Chance über die 400 Meter genutzt
Läuft bei der DM in Kassel: Maren Silies hat die letzte Qualifikations-Chance über die 400 Meter genutzt. Foto: pl

Viele Blicke richteten die münsterischen Leichtathleten an diesem Wochenende nach Regensburg zur Sparkassen-Gala. Viele, aber nicht alle. So überraschte Ben Rose von der LG Brillux Münster bei einem vergleichsweise kleinen Sportfest in Lemgo und hakte in seinem ersten Lauf über 400 Meter Hürden gleich die DM-Norm in der U 18 mit 57,65 Sekunden ab.

In seinem ersten Wettkampf dieser Saison „knackte“ auch dessen Vereinskamerad Luka Herden im Weitsprung in Regensburg die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften. Mit 6,80 Metern steigerte er seine Bestleistung um zehn Zentimeter und gewann den U-18-Wettbewerb. Ganz zufrieden war Sportwart Jörg Riethues damit freilich noch nicht: „Da war noch eine Menge Luft drin.“ Das galt auch für den Sprint über 100 Meter, den Herden in 11,22 Sekunden absolvierte.

Keinen guten Tag erwischten Nils Voigt und das gesamte Läuferfeld über 5000 Meter. Aufgrund einer Unwetterwarnung gab es zeitliche Verschiebungen, der Brillux-Athlet bestätigte zwar die DM-Norm für die U 20, war aber mit den 15:42 Minuten nicht zufrieden. Riethues: „Er ist mutig durchgelaufen.“ Derart solide lief auch Jan Vogt, der über 200 Meter in 22,71 Sekunden sowie 100 Meter in 11,28 Sekunden ankam.

Maren Silies ( SC Preußen ) hätte in Regensburg wohl die halbe Welt umarmen können. Die 400-Meter-Läuferin hakte in 52,00 Sekunden endlich die DM-Norm ab. „Das hat sie gut gemacht“, lobte Trainer Frank Bartschat die Sprinterin, die ihre letzte Chance für die nationalen Titelkämpfe in zwei Wochen in Kassel nutzte.

„Indiskutabel“ (Bartschat) zeigte sich Christian Kupper aufgelegt, obwohl auch der Langsprinter um seine letzte DM-Chance wusste. Mit 51,70 Sekunden war er meilenweit von der Norm (48,10) entfernt. „Das ging voll in die Hose“: Der Trainer litt mit seinem Schützling. Nahe dran an der U-20-WM-Norm (59,65 Sekunden) war Judith Weßling über 400 Meter Hürden. In 1:00,12 Minuten wurde die SCP-Athletin Siebte bei den Frauen.

Im Weitsprung – der anvisierte Start in Oberteuringen wurde kurzerhand nach Regensburg verlegt – versagten Björn Ole Klehn dann die Nerven. Mit 7,14 Metern blieb er als Vierter bei den Männern klar unter seinen Möglichkeiten. „Er hat den Faden verloren und dann das Treffen des Balkens konsequent verweigert“, nahm Trainerin Elke Bartschat die Angelegenheit mit Humor.

Herausragend war schließlich die Leistung der Münsteranerin im Dress des LC Paderborn, Tatjana Pinto : In einem furiosen Rennen, „das die Trainer im Innenraum zu wahren Jubelstürmen hinriss“ (leichtathletik.de), wartete sie mit der 4x100-Meter-Staffelauf auf. In 42,00 Sekunden rannten Pinto, Lisa Mayer (LG Langgöns), Gina Lückenkemper (Olympia Dortmund) und Rebekka Haase (LV 90 Erzgebirge) die schnellste Zeit eines deutschen Quartetts seit 1991. „Wir sind zum ersten Mal so gelaufen, am Freitag hatten wir noch ein Staffeltraining. Für die Premiere war das nicht schlecht“, sagte die Deutsche Hallenmeisterin Pinto ganz bescheiden.

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