Beachvolleyball: Münsters Sportler ruhen
Eine letzte Pause vor dem Saisonendspurt

Münster -

Noch einmal können Münsters Sand-Cracks verschnaufen, ehe es in Kühlungsborn und dann in Timmendorfer Strand im Finale um die Wurst geht.

Montag, 01.08.2016, 19:08 Uhr

Auf die Genesung ihrer Schulter hofft Cinja Tillmann (r.), die zuletzt mit Katharina Schillerwein Fünfte wurde.
Auf die Genesung ihrer Schulter hofft Cinja Tillmann (r.), die zuletzt mit Katharina Schillerwein Fünfte wurde. Foto: Hochzwei

Eine letzte Verschnaufpause legt die Smart-Beach-Tour ein, ehe die nationale Beachvolleyball-Serie in vier Wochen mit dem letzten Stopp in Kühlungsborn und dann mit den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand (8. bis 11. September) mit Volldampf in den Saisonendspurt geht. Zeit, die Münsters Sandspezialisten dringend benötigen, um sich für die bevorstehenden Aufgaben mit den Titelkämpfen als Höhepunkt zu sammeln und zu Kräften zu kommen.

„Für uns ist es enorm wichtig, dass wir diese Pause bekommen“, sagt Jan Romund nach den anstrengenden Wochen mit sechs Tour-Etappen in acht Wochen. „Man hat schon gemerkt, dass Kopf und Körper müde waren“, meinte der Blocker, der am Sonntag mit Paul Becker in St. Peter-Ording den fünften Platz belegt hatte.

Für das Duo des USC Münster war es die Bestätigung, nach dem schwachen Saisonstart mit 13. Plätzen in Münster und Dresden sowie mit Rang neun in Hamburg gerade noch rechtzeitig in die Spur gefunden zu haben. „Wir waren wirklich in einer ganz tiefen Krise, in der wir vieles in Frage gestellt haben“, erklärte Romund – auch die weitere gemeinsame Karriere stand auf dem Prüfstand, zu tief saß der Frust nach den sportlichen Nackenschlägen. Doch das Duo bewahrte die Ruhe, drückte den Reset-Knopf und krabbelte Schritt für Schritt aus dem Leistungsloch. „Wir haben Comeback-Qualitäten bewiesen. Nicht nur sportlich, sondern auch menschlich. Das ist eigentlich die herausragende Leistung“, so Romund, der in der Folge bei den Turnieren in Jena (Platz 5), Duisburg (2), Binz (5) und St. Peter-Ording jeweils am Sonntag noch mit Becker im Feld war. „Das hatten wir bislang noch nie geschafft. Und darauf hätte ich vor Jena auch keinen Cent gewettet“, meinte Romund, der nun die nächsten Tage zur Regeneration und dann zur Vorbereitung auf den Saisonausklang nutzen will. „Und dann freue ich mich, wieder gallig nach Kühlungsborn zu fahren.“

Das will bestimmt auch Cinja Tillmann (TSC Münster-Gievenbeck) – und am liebsten mit einer intakten rechten Schulter, die ihr in den vergangenen Wochen mächtig Probleme bereitete. Das Turnier in Binz ließ sie deswegen aus, danach beim Auftritt auf der europäischen CEV-Serie in Messina (Italien) sowie in St. Peter-Ording schmetterte die 25-Jährige notgedrungen mit dem schwächeren linken Arm. „Damit sind wir in Timmendorf sicher nicht wettbewerbsfähig. Aber ich hoffe, dass meine Schulter bis dahin wieder ok ist“, sagte Tillmann, die mit Katharina Schillerwein (TV Gladbeck) zum Saisonauftakt in Münster gesiegt hatte.

Einen Erfolg durfte auch Kim Behrens (USC) schon mit ihrer neuen Partnerin Nadja Glenzke feiern – mit dem Sieg in Timisoara (Rumänien). Nicht nur deswegen ist die neue sportliche Liaison bislang als passend einzustufen, die guten Ergebnisse beschleunigten den Umzug in die neue Heimat Stuttgart. „Ich fühle mich sehr wohl“, so Behrens, die wie Glenzke das Timmendorf-Ticket schon sicher hat.

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