Volleyball: Damen-Bundesliga
USC schlägt nach VCO auch Erfurt

Münster -

Der USC Münster hat den Heimspiel-Doppelpack mit der vollen Ausbeute abgeschlossen. Nach dem Sieg gegen den VCO Berlin gelang auch gegen SW Erfurt ein 3:1-Erfolg. Allerdings benötigte der Gastgeber dabei auch ein wenig Glück.

Sonntag, 22.01.2017, 16:01 Uhr

Jubel mit v.l Bathen, Langgemach, Bongaerts, Vollmer, Wilson. Foto: Peperhowe
Jubel mit v.l Bathen, Langgemach, Bongaerts, Vollmer, Wilson. Foto: Jürgen Peperhowe

Der USC Münster hat binnen 24 Stunden zwei Siege in der Volleyball-Bundesliga eingefahren. Auf das 3:0 gegen den VCO Berlin folgte am Sonntag ein 3:1 (25:9, 21:25, 25:17, 27:25), das sich die Mannschaft von Trainer Andreas Vollmer aber gegen den Tabellenvorletzten hart erkämpfen musste.

Anders als am Samstag war der USC vom ersten Ballwechsel an da. Kapitänin Leonie Schwertmann setzte die ersten beiden Statements der Partie, Erica Wilson legte direkt nach. Und während Münster sofort auf Betriebstemperatur war, hatte der Aufsteiger aus Thüringen arge Probleme – besonders in der Annahme und im Angriff. Bis zum 16:4 für den Gastgeber gelang dem SWE nur ein (!) Punkt aus einer Offensivbemühung. Ein Klassenunterschied war unübersehbar, es blieb einzig die Frage, ob es Erfurt in den zweistelligen Punktebereich schaffen würde. Die Antwort lautete nein, bezeichnend für den Verlauf beendete Sina Fuchs den Abschnitt mit einem Servicewinner gegen Natascha Niemczyk.

USC Münster schlägt Erfurt

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  • USC Münster schlägt Erfurt Foto: Jürgen Peperhowe
  • USC Münster schlägt Erfurt Foto: Jürgen Peperhowe
  • USC Münster schlägt Erfurt Foto: Jürgen Peperhowe
  • USC Münster schlägt Erfurt Foto: Jürgen Peperhowe
  • USC Münster schlägt Erfurt Foto: Jürgen Peperhowe

Nach dem Seitenwechsel ging es so weiter wie gehabt. Allerdings nur drei Ballwechsel lang, die alle mit Erfurter Fehlern endeten. Dann wendete sich das Blatt, die Schwarz-Weißen bekrabbelten sich langsam. Luise Wolf besorgte dem Gast beim 6:5 die erste Führung, die mit einem 6:0-Lauf sogar auf drei (8:5) und wenig später auf fünf Zähler (11:6) anwuchs. Die Hochphase des Kontrahenten hatte die Vollmer-Truppe aber mitzuverantworten. Gerade in der Annahme war der USC plötzlich nicht mehr auf der Höhe, und auch der Aufschlag entfachte nicht die Wirkung wie zuvor. Es lief nicht mehr rund, Münsters Spiel stockte nun. Zwar zog der Gastgeber noch einmal vorbei am SWE (19:18), der aber die Schwäche Münsters nutzte und sich nach zwei Punkten der Amerikanerin Macy Lanae Ubben den Satzausgleich sicherte.

Die Unabhängigen standen nun in der Pflicht, wollten sie nicht im Rennen um die direkte Playoff-Qualifikation Federn lassen. In der Tat steigerten sie sich auch wieder und gestatteten Erfurt beim 3:2 nur eine Führung, die Sina Fuchs mit zwei Aufschlagpunkten sofort drehte. Münster war nun besser in der Spur, das Kollektiv – ab dem 7:5 mit Britt Bongaerts im Zuspiel – funktionierte und harmonierte wieder. Fuchs, Juliane Langgemach oder auch Ines Bathen setzten Akzente, die dem USC einen ungefährdeten Satzgewinn bescherten.

Eine Vorentscheidung bedeutete dies aber noch lange nicht, Erfurt war gewillt, den Favoriten vor 921 Zuschauern weiter zu ärgern. Oder gar mehr? Der SWE schickte sich an, Zählbares vom Berg Fidel mitzunehmen. Das 2:4 schüttelte das Team von Trainer Manuel Müller ab und setzte sich Schritt für Schritt ab. Vier Punkte betrug der Abstand (9:5, 13:9), Münster war nun unter Druck – und hielt ihm wenn auch mit ein bisschen Glück stand. Bathens Hammer nach einem langen Ballwechsel war die Initialzündung für eine 5:0-Serie zum 19:17, auf die Erfurt aber eine Antwort, wenig später gar zwei Satzbälle und sich nach dem Angriff von Antonia Stautz im Tiebreak gewähnt hatte. Doch nach einer Beratung entschied das Schiedsrichtergespann, dass der Ball zuvor die Antenne berührt hatte. Ausgleich (24:24) für den USC, der dann in Person von Fuchs den zweiten Matchball nutzte. Die Pflicht war erfüllt, allerdings wenig glanzvoll.

3:0 gegen Berlin

Zum Auftakt des Doppelspieltags hat der USC Münster in der eigenen Halle seine Pflicht erfüllt und gegen den VCO Berlin mit 3:0 (25:23, 25:13, 25:15) gewonnen. Alle Infos dazu hier

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