Tennis: Hallenstadtmeisterschaften
Natasa Zoric und Dominik Bartels sind die neuen Titelträger

Münster -

Natasa Zoric, Serbin vom TC BW Schwetzingen, und Dominik Bartels (Suchsdorfer SV) sind die neuen Titelträger von Münster. Sie gewannen die Finals bei den offenen Hallenstadtmeisterschaften im Tennis. Die Siegerin ist beim THC Münster gut bekannt.

Sonntag, 12.02.2017, 18:02 Uhr

Unaufhaltsam und gnadenlos: Natasa Zoric gewann das Finale der Offenen Stadtmeisterschaften von Münster mit 6:0, 6:0 gegen Sophia Intert.
Unaufhaltsam und gnadenlos: Natasa Zoric gewann das Finale der Offenen Stadtmeisterschaften von Münster mit 6:0, 6:0 gegen Sophia Intert. Foto: Peter Leßmann

Die Amerikaner nennen es „Double-Bagel“, im deutschsprachigen Raum heißt es schlicht und einfach „Brille“. Das höchste Resultat im Tennis, zugleich die bitterste aller Niederlagen, kommt selten genug vor – besonders in Endspielen. Bei den 37. Offenen Hallenstadtmeisterschaften von Münster aber kannte Natasa Zoric keine Gnade. Die Serbin vom TC BW Schwetzingen, die beim THC Münster für die Tennisschule von Dirk Leppen Training gibt, fertigte Sophia Intert vom Zweitliga-Absteiger RW Wahlstedt im Expresstempo mit 6:0, 6:0 ab. Deutlich spannender verlief das Herren-Finale der beiden top-gesetzten Spieler. 6:3, 1:6, 10:6 siegte mit Dominik Bartels ( Suchsdorfer SV ) die Nummer zwei gegen Lennart Zynga (BW Halle). „Dieses Endspiel hat schon etwas für das Damen-Finale entschädigt, das war leider zu einseitig. Natasa war einfach zu überlegen“, sagte Turnierleiter Lutz Rethfeld, der mit den vier Wettkampftagen äußerst zufrieden war. „Es ist alles völlig problemlos verlaufen. Wir haben gutes Tennis gesehen“, erklärte Rethfeld hinterher.

Dafür war in erster Linie Zoric verantwortlich. Die frühere Profi-Spielerin dominierte nicht nur das Finale nach Belieben. Auch Deborah Döring war zuvor gegen Zoric ohne Chance. Die Lokalmatadorin des Zweitligisten TC Union Münster hatte sich nach einer „Brille“ gegen Lea Preußer (TG Friederika Bochum) durch ein umkämpftes 6:4, 5:7, 10:4 gegen die an Position drei gelistete Leah Luboldt (ETuF Essen) für die Vorschlussrunde qualifiziert – und konnte dort dann beim 3:6, 0:6 nichts gegen Zoric, die letztlich im gesamten Turnier ohne Satzverlust blieb, ausrichten.

Wie Döring hätte es in der Herren-Konkurrenz auch für Carlo Bückmann (1. TC Hiltrup) ins Halbfinale gehen können. Doch in einem spannenden Duell vergab der 26-Jährige im Match-Tiebreak bei eigenem Aufschlag einen Matchball und unterlag letztlich Benjamin Loccisano (TC Bredeney) mit 6:3, 3:6, 14:16. „Die Niederlage war bitter für mich. Das Spiel muss ich nicht verlieren“, sagte Bückmann, der nach einem starken ersten Satz im zweiten Durchgang bei 2:2 einen Breakball ungenutzt ließ und wenig später beim 3:4 sein Service verlor – nach einigen Diskussionen bei strittigen Bällen. „Das hat er im Gegensatz zu mir positiv genutzt, ich bin dadurch etwas aus dem Rhythmus gekommen“, meinte Bückmann.

Sein Gegenüber verwertete dies im finalen Durchgang für sich und sprang ins Halbfinale, in dem aber Zynga beim 3:6, 1:6 eine Nummer zu groß war. Zum Turniersieg reichte es für den Hallenser allerdings nicht, obwohl er das Geschehen im Endspiel eigentlich im Griff hatte. Aber eben nur eigentlich: Bartels wehrte im ersten Satz einige Breakbälle ab, packte dann bei 4:3 seine Chance beim Schopfe und nahm Zynga den Aufschlag ab. Durchgang zwei ging zwar klar an den Top-Gesetzten, im Match-Tiebreak aber hatte Bartels die stärkeren Nerven – und damit das bessere Ende für sich.

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