Volleyball: Frauen-Bundesliga
2:3 gegen Wiesbaden: Das Happy End bleibt für den USC aus

Münster -

Das war nicht die Woche des USC Münster. Erst eine Niederlage beim SC Potsdam (1:3), dann am vergangenen Mittwoch eine gegen den Köpenicker SC (2:3). Und auch am Sonntag jubelte der Gegner, der diesmal VC Wiesbaden hieß. Im Tiebreak verlor der USC – nach einem großen Kampf.

Sonntag, 19.02.2017, 19:02 Uhr

Enttäuschung nach großem Kampf: (v.l.) Kaisa Alanko, Bogdana Anisova, Sina Fuchs und die starke Hanna Orthmann blicken in die Leere.
Enttäuschung nach großem Kampf: (v.l.) Kaisa Alanko, Bogdana Anisova, Sina Fuchs und die starke Hanna Orthmann blicken in die Leere. Foto: Jürgen Peperhowe

Lange waren die Pre-Playoffs weit entfernt vom Berg Fidel. Doch am Ende der Englischen Woche muss sich der USC Münster darauf einstellen, auf dem Weg in das Playoff-Viertelfinale unter Umständen einen Schlenker nehmen zu müssen. Nach den Niederlagen beim SC Potsdam (1:3) und gegen den Köpenicker SC (2:3) verlor die Mannschaft von Trainer Andreas Vollmer auch gegen den VC Wiesbaden mit 2:3 (25:20, 17:25, 15:25, 29:27, 11:15) und hat damit nur noch einen winzigen Zähler Vorsprung auf die Hessen, die in den verbleibenden drei Spielen der Hauptrunde das vermeintlich leichtere Restprogramm haben. „Wir haben es sicher besser gemacht als gegen Köpenick. Aber mehr als die zwei Punkte wollten wir in dieser Woche schon holen“, sagte Vollmer.

Der Auftakt verlief alles andere als verheißungsvoll. Die ersten vier Ballwechsel gingen an die Hessen, ratzfatz hieß es 0:4. Es schien, als steckte der Mittwoch noch in den Köpfen der USC-Spielerinnen, die aber ein stabiles Nervenkostüm bewiesen. Den Fehlstart schüttelten die Unabhängigen umgehend ab, immer effektiver setzte Zuspielerin Kaisa Alanko ihre Angreiferinnen ein. Und als Bogdana Anisova mit einem Ass und einem direkten Aufschlagwinner gegen Libera Alyssa Longo ihr Team erstmals in Führung brachte (8:7), waren auch die 1476 Zuschauer da. Das kurze Zwischentief bis zum 12:14 beantwortete Münster seinerseits mit einem 5:0-Lauf mit Sina Fuchs beim Service und transportierte diesen Vorteil bis in die Endphase des Abschnitts. Nach einem Doppelblock gegen Delainey Aigner-Swesey hatte der USC fünf Satzbälle, von denen der zweite nach einem Fuchs-Lob saß.

VCW unbeeindruckt

Das ließ sich gut an am Berg Fidel, die Stimmungslage aber änderte sich in den Minuten danach merklich. Wiesbaden war unbeeindruckt und hatte nach drei Erfolgen binnen sechs Tagen – darunter die Tiebreak-Siege gegen Stuttgart und Schwerin – das nötige Selbstvertrauen. Erneut war der VCW zu Satzbeginn hellwach und hatte bis zum 8:2 schon einen beachtlichen Puffer zum USC aufgebaut. Der reichte dem Gast, Münster – jetzt zwischenzeitlich mit Britt Bongaerts und Ines Bathen – kam nicht näher als auf fünf Zähler heran.

Es lief nicht mehr bei der Vollmer-Truppe, Wiesbaden dagegen hielt das Niveau hoch – und damit die Unabhängigen auch im dritten Durchgang auf Distanz. Klug zog die frühere USC-Zuspielerin Irina Kemmsies die Angriffe auf, die münsterische Block-Feld-Abwehr hatte kaum Zugriff auf die Attacken des US-Duos Mallory McCage und Aigner-Swesey sowie von Tanja Großer. Und da zudem die Fehlerquote auf Seiten der Grün-Weißen stieg, war Wiesbaden am Ende des Satzes allenfalls noch mit dem Fernglas zu sehen – 15:25, das war schon klar und deutlich.

Mit heißem Herzen

Vorzeitig geschlagen geben wollte sich der Gastgeber dann doch nicht, am Kampfgeist und Einsatzwillen mangelte es auch am Sonntag nicht. Im Gegenteil, mit heißem Herzen und kühlen Kopf fightete der USC um jeden Ball. Nein, aufgeben gilt nicht. Auch nicht, als beim 15:19 alles gegen Münster und bei zwei Matchbällen alles für Wiesbaden sprach. Mit einem Ass schickte Juliane Langgemach die Teams in den Tiebreak – wie sollte es anders sein in diesem Klassiker. „Diesen Satz noch zu gewinnen, war stark. Kämpferisch waren wir sehr gut“, lobte Vollmer. Doch der Kampfgeist blieb unbelohnt in dem dramatischen Finish. Nach einem Orthmann-Pritscher ins Eck zum 7:5 hatte der USC das bessere Blatt auf der Hand, der VCW aber hatte in McCage seinen Trumpf, der stach. Zum Leidwesen der Münsteranerinnen, die sich nun mit dem leidlichen Thema Pre-Playoffs auseinandersetzen müssen.

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