Futsal: Regionalliga
UFC-Damen im Erfolgsmodus

Münster -

Ob Fußball oder Futsal – die Damen des UFC Münster räumten in diesem Winter alle möglichen Titel ab. In der Regionalliga wurden sie mehr gefordert als zuletzt. Doch jetzt ist das Ende Fahnenstange erreicht. Eine höhere Klasse gibt es nicht. Da kommt die neue Studentinnen-Nationalmannschaft gerade recht.

Dienstag, 21.02.2017, 17:02 Uhr

Eilen von Erfolg zu Erfolg: Die Futsal-Frauen des UFC Münster mit Trainer Eike Wessels (l.) verteidigten in der Regionalliga ihren Titel.
Eilen von Erfolg zu Erfolg: Die Futsal-Frauen des UFC Münster mit Trainer Eike Wessels (l.) verteidigten in der Regionalliga ihren Titel. Foto: Georg von Coelln

Stadtmeister und Hallenkreismeister im Fußball, dazu der Titelgewinn in der Futsal-Regionalliga. Die letzten Wochen liefen für die erfolgsverwöhnten Frauen des UFC Münster wie am Schnürchen, das Team des Trainergespanns Julian Offermann und Eike Wessels kam kaum aus der Feierei heraus.

Doch bei all den Siegen und Triumphen verlor der UFC nie die Konzentration und Motivation – obwohl sie sich die ganz großen Ziele nicht setzen können. Die Regionalliga ist die höchste Spielklasse, eine Endrunde um die Deutsche Meisterschaft oder gar einen nationalen Spielbetrieb gibt es hierzulande nicht. „Von dem sind wir auch noch weit entfernt. Umso höher sind die Erfolge der Mädels einzustufen. Es ist toll zu sehen, wie sie arbeiten und sich ein Spielsystem entwickelt haben in den vergangenen Jahren“, sagt Clubchef Georg von Coelln.

Aktuell haben die Frauen des Vereins den Männern in Sachen Titelgewinne den Rang abgelaufen, auch auf internationaler Ebene präsentierte sich Münster meist erfolgreich. Die erneute Meisterschaft aber war ein deutlich härteres Stück Arbeit als im Vorjahr. Dominierte Münster damals mit der perfekten Punktzahl und einem Torverhältnis von 91:7, forderte nun der UFC Paderborn den Favoriten heraus und ärgerte ihn mächtig. Beim 2:2 im Rückspiel fehlte nicht viel, und die Ostwestfalen hätten Münster vom Thron geschubst. „Das war ein Duell auf Augenhöhe. Auch Paderborn hätte gut gewinnen können“, sagte von Coelln, der aber diese hartnäckige Konkurrenz für zwingend notwendig hält und damit auf einer Linie mit den Coaches liegt. „Es war super, dass wir so gefordert worden sind. Aber wir bräuchten mit Blick auf die internationalen Turniere mehr solcher Spiele“, sagt Offermann, der seinen reichen Erfahrungsschatz – seit 2004 ist er aktiv im Futsal dabei – ans Team weitergibt. „Ich hatte die Gelegenheit, mir viele Dinge auf hohem Niveau abzugucken. Und auch Eike ist ewig dabei, von diesen Erfahrungen profitieren wir. Genau wie von den Systemen der UFC-Männer, die wir zum Teil übernehmen“, sagt Offermann.

Nach der letzten Liga-Partie am 4. März gegen die Futsal Panthers Köln beginnt direkt die Vorbereitung auf internationale Aufgaben. Ein Eintagesturnier in Amsterdam (6. Mai), das IUTT in Eindhoven (ab dem 25. Mai) und als Höhepunkt die Uni-EM in der Türkei sind die nächsten Bühnen, auf denen die UFC-Frauen Erfolge vermelden und sich damit dann doch für höhere Weihen empfehlen wollen. Von Georg von Coelln gab es jüngst eine frohe Kunde: Nach Gesprächen mit dem Deutschen Fußball-Bund greift bald ein Studentinnen-Nationalteam ins internationale Geschehen ein – und dann dürften auch einige UFC-Frauen mitmischen. Argumente dafür haben sie wahrlich genug gesammelt.

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