Futsal: Regionalliga
Spielertrainer Kemper macht Schluss beim UFC

Münster -

Beim UFC Münster prägte Wendelin Kemper die jüngste Ära. Als Spieler sowieso, aber auch als Coach in den vergangenen Jahren. Nun beendet er seine Tätigkeit neben dem Platz, bleibt als Kicker aber am Ball. Der 29-Jährige, der gleichzeitig Co-Trainer der Nationalmannschaft ist, hat große Erfolge erlebt.

Donnerstag, 23.02.2017, 14:02 Uhr

Erst Spieler, dann Kapitän, dann Spielertrainer: Seit 2009 ist Wendelin Kemper (l.) beim UFC, nun legt er das Amt als kickender Coach nieder.
Erst Spieler, dann Kapitän, dann Spielertrainer: Seit 2009 ist Wendelin Kemper (l.) beim UFC, nun legt er das Amt als kickender Coach nieder. Foto: Peter Leßmann

Die Entscheidung ist Wendelin Kemper nicht leicht gefallen. Zu sehr ist er mit dem UFC Münster verwachsen, zu viele prägende Erfahrungen hat er mit dem Futsal-Regionalligisten gesammelt. Nun hat der Spielertrainer, der seit 2009 im Verein ist, angekündigt, seinen Job am Saisonende niederzulegen. Zumindest als Spieler aber will der kickende Coach dem Club weiter, wenn auch eingeschränkt zur Verfügung stehen.

„Ich denke, es ist der richtige Zeitpunkt. Meine Arbeit als Co-Trainer bei der Nationalmannschaft nimmt viel Zeit in Anspruch, dazu wird mich das Referendariat ab Mai zusätzlich beanspruchen“, sagt der angehende Lehrer. Von 2012 bis 2014 sowie von 2015 bis heute war der 29-Jährige für die Belange des UFC als Trainer zuständig, gewann gleich in seinen ersten beiden Amtsjahren den Titel des Westdeutschen Meisters. Der ganz große Wurf aber blieb ihm versagt. 2013 fehlten Münster im DM-Finale gegen die Hamburg Panthers 78 Sekunden zum Triumph, 2015 – damals als Kicker unter Spielertrainer Christoph Rüschenpöhler – platzte der Titeltraum gegen die Hanseaten im Viertelfinale nach Verlängerung. „Mir tut es unheimlich leid, dass Wendelin sein unglaubliches Engagement auf und neben dem Platz nicht krönen konnte. Sein Einsatz für den Verein stimmte vom ersten Tag an, er ist ein Gesicht des UFC. Wendelin hat einen super Job gemacht und ist für uns kaum zu ersetzen“, sagt Clubpräsident Georg von Coelln, der Kempers Ausstieg schon länger geahnt hatte. Gewissheit hat er seit einer Woche, seitdem schwirren in seinem Kopf mehrere Varianten für einen Nachfolger herum. „Ideen habe ich, einige Gespräche sind geführt“, erklärt betont von Coelln. „Es könnte sein, dass wir erstmals einen externen Trainer nehmen. Das wäre Neuland. Aber auch eine erneute interne Lösung wäre mit Kompromissen belegt. Wichtig ist, dass wir das UFC-Rezept des Zusammenhalts weiterleben.“

Nachholtermin gegen Bielefeld

Mit Verspätung steigt am Samstag (11.15 Uhr) das Duell des UFC Münster mit den Black Panthers Bielefeld. Nachdem die Partie vor zwei Wochen ausgefallen war, weil ein defekter Motor die Trennwand nicht in die Höhe ziehen konnte, steigt das Spiel des Tabellenvierten gegen den -fünften nun in der Ballsporthalle. Das Ziel des UFC ist auch 14 Tage später das gleiche, mit einem Sieg soll es vorbei an den Ostwestfalen gehen. „Wir haben es in der Hand, noch Dritter zu werden“, sagt Spielertrainer Wendelin Kemper, der personell aber improvisieren muss. Tim Baumer, Eike Thiemann und Adam Fiedler sind verletzt, Mikhail Fedorov nach seinem Platzverweis gesperrt. Dazu sind noch Gunnar Kaib und Torsten Schnaase privat verhindert.

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Dies wird in Zukunft weiter auch Kemper, der dem Verein nicht nur viel gegeben, sondern von ihm auch viel bekommen hat. „Beide Seiten haben profitiert. Ich habe so die Chance bekommen, überhaupt auf die DFB-Schiene zu gelangen und Co-Trainer der Nationalmannschaft zu werden. Und ich konnte einige Dinge testen, die ich dann mit zum DFB genommen habe. Es war eine schöne, intensive Zeit“, sagt Kemper, der am 4. März gegen die Futsal Panthers Köln Schluss macht. Ein Teil der UFC-Familie wird er bleiben. Zu sehr ist ihm der Verein ans Herz gewachsen. „Wenn mein Rat gefragt ist, stehe ich immer zur Verfügung.“

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