Reiten: Vielseitigkeit
„Sterne über Münster“: Zwei-Sterne-Debütantin Schapmann glänzt

Münster -

Wenn gleich der allererste Start auf Zwei-Sterne-Niveau mit der goldenen Siegerschleife belohnt wird, ist klar: Hier ist ein perfektes Team unterwegs. Der 18-jährigen Lara Schapmann aus Ostbevern gelang mit ihrer erst neunjährigen Stute Quinzi Royal bei „Sterne über Münster“, dem internationalen Vielseitigkeitsturnier an der Westfälischen Reit- und Fahrschule, eine echte Glanzleistung.

Montag, 01.05.2017, 10:05 Uhr

Lokalmatador Frank Feldmann ritt mit „Florenz“ auf Rang drei bei den Westfälischen Meisterschaften.
Lokalmatador Frank Feldmann ritt mit „Florenz“ auf Rang vier bei den Westfälischen Meisterschaften. Foto: Franziska Eickholt

Mit nur 47,8 Minuspunkten ließ die international erfolgreiche Nachwuchsreiterin, die 2017 erstmals in der Altersklasse der Jungen Reiter startet, die Konkurrenz in der CIC**-Prüfung der Reiter bis 25 Jahre weit hinter sich. Lediglich der 23-jährige Philip Weßling mit Lissa’s Lady erreichte mit 48,3 Punkten ein ähnlich gutes Ergebnis. Platz drei sicherte sich die doppelte Europameisterin der Junioren, Anaïs Neumann, auf Pumuckel E mit 55 Punkten.

Ganz nebenbei gelang Zwei-Sterne-Debütantin Schapmann ein weiterer Coup: Denn ihr Sieg bedeutet gleichzeitig den Titel der Westfälischen Meisterin der Jungen Reiter.

Lara Schapmann und Quinzi Royal sicherten sich den Sieg bei der CIC**-Prüfung.

Lara Schapmann und Quinzi Royal sicherten sich den Sieg bei der CIC**-Prüfung. Foto: Franziska Eickholt

Die anspruchsvolle CIC**-Geländestrecke von Parcourschef Martin Plewa forderte auch der zweiten Abteilung der Reiter ab 26 Jahren viel ab. „Die Strecke lädt zu Beginn zum frischen Galoppieren ein. Im weiteren Verlauf kommen die Anforderungen sehr schnell nacheinander auf Pferd und Reiter zu, so dass Geschicklichkeit und Reaktionsvermögen gefordert sind“, so Plewa.

Für Marc Dahlkamp mit Salvatore D kein Problem – das Paar überschritt nach einer gelungenen Vorstellung im Dressurviereck und im Parcours mit sechs Minuten und 43 Sekunden die Bestzeit im Gelände nur knapp und lieferte somit den schnellsten Ritt des Tages ab. Belohnt wurde das Endergebnis von 53,3 Minuspunkten mit dem Sieg in der zweiten Abteilung der CIC**-Prüfung. Auf Platz zwei und drei schlossen sich Julia Mestern mit Grand Prix Iwest (57,8 Punkte) und Nadine Marzahl mit Valentine (62 Punkte) an. Olympia-Siegerin Sandra Auffarth belegte die Plätze fünf und sieben.

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Die Westfälischen Meisterschaften der Altersklasse „Reiter“ entschieden Philip Weßling und Marc Dahlkamp gemeinsam für sich. Hinter Dirk Schrade mit Mr. Tomtom auf Rang zwei rangierte Lokalmatador Frank Feldmann mit Stute Florenz auf dem dritten Platz. Bei den Junioren sicherte sich Lisa Zunder vom ZRFV Vol­marstein die westfälische Meisterschaft.

Pünktlich zum Start der CIC*-Prüfung am Sonntag säumten erneut zahlreiche Fans des Vielseitigkeitssports das internationale Spektakel. „Die Zuschauer können mit relativ kurzen Wegen viel von der Geländestrecke erleben“, versprach Turnierleiter Jörg Jacobs. Denn die Strecke war so angelegt, dass die Reiter von einem Standort aus an gleich mehreren Hindernissen gut zu sehen waren. Und der Blick sollte sich lohnen, schließlich waren am Sonntag die Zugpferde des Turniers im Einsatz – und das auch mit ihren Nachwuchspferden auf höchstem Niveau: Olympiareiter Dirk Schrade siegte auf Catelan vor Olympiareiterin Julia Krajewski mit Allez Hop und Olympiareiter Frank Ostholt mit Carlson. In der zweiten Abteilung der jungen Reiter (Jg. 1995 und jünger) siegte Anna Lena Schaaf vom RuF Hünxe.

Die Westfälische Reit- und Fahrschule und der Freundeskreis Vielseitigkeitsreiten bewiesen mit der vierten Auflage von „Sterne über Münster “, dass das Turnier aus gutem Grund ein fester Höhepunkt im Kalender vieler erfolgreicher Vielseitigkeitsreiter ist. „Nach dem Brand einer Scheune im Januar mussten viele Hindernisse ersetzt werden. Die Neubauten fügen sich hervorragend in die Anforderungen der Prüfungen ein“, resümierte Rainer Sprungmann, Vorsitzender des Freundeskreises Vielseitigkeitsreiten. Mannschafts-Olympiasieger Frank Ostholt pflichtete bei: „Die Rahmenbedingungen sind ideal.“

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