Beachvolleyball: Smart-Beach-Tour
Poniewaz-Brüder, Romund und Becker fiebern Heimauftritt entgegen

Münster -

Das Teilnehmerfeld beim Auftakt der Smart-Beach-Tour auf dem Schlossplatz in Münster ist exquisit. Einige Lokalmatadoren hoffen auf positive Überraschungen in heimischer Umgebung – doch die Konkurrenz ist geradezu furchteinflößend.

Mittwoch, 03.05.2017, 18:05 Uhr

Die letztjährigen Partner Paul Becker (l.) und Jan Romund können in der Qualifikation aufeinandertreffen.
Die letztjährigen Partner Paul Becker (l.) und Jan Romund können in der Qualifikation aufeinandertreffen. Foto: Hochzwei

Das Beste kommt zum Schluss, heißt es landläufig. Nicht aber im Falle der Smart-Beach-Tour, die gleich zum Auftakt auf Münsters Schlossplatz ein Männer-Feld aufbietet, das es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Besser geht es nicht, könnte es wohl passender heißen. Denn bis auf den verletzten Lars Flüggen trifft sich die deutsche Elite beim mit 40 000 Euro dotierten Supercup . Und damit nicht genug, die Weltranglistenersten Aleksandrs Samoilovs/Janis Smedins (Lettland) sowie Alexander Brouwer/Robert Meeuwsen (Niederlande) als Nummer vier der Welt mischen auch noch mit einer Wildcard ausgestattet mit.

„Das ist schon beeindruckend und Wahnsinn“, sagt Bennet Poniewaz , der mit seinem Zwillingsbruder David dem ersten Heimspiel entgegenfiebert. Das Duo, das seit diesem Jahr für den USC Münster antritt, ist an Position sechs gesetzt – zumindest vorläufig, wahrscheinlich werden die beiden ausländischen Teams davor eingeordnet. „Wir haben richtig Bock auf das Turnier. Familie und Freunde haben sich angekündigt, das wird echt cool“, sagt Bennet Poniewaz. Einen Kaltstart erlebt er mit seinem Bruder nicht, bereits in Fort Lauderdale (USA) sowie in Langkawi (Malaysia) und Xiamen (China) spielten sie auf der World-Tour. Mit wechselnden Leistungen. „In Amerika war es wirklich gut, die Asien-Reise dagegen war ernüchternd. Da haben wir unfassbar viele Fehler gemacht und haben es nicht geschafft, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken. Aber wir sind wieder auf dem richtigen Weg“, meint Bennet Poniewaz. Das Duo trainiert am Donnerstag mit Trainer Axel Büring auf dem Schlossplatz, testet erstmals die Bedingungen am Turnierort. „Das ist wichtig für den Kopf und das Gefühl“, sagt Bennet Poniewaz.

Dieser Trainingsgruppe schließt sich auch Jan Romund (BW Aasee) an, der nach dem Ende seiner Profi-Karriere gelassen, aber nicht weniger motiviert die erste Etappe der nationalen Tour angeht. Und zwar erstmals mit Thomas Stark (Solingen Volleys), der wie Lehrer Romund im Berufsleben steht. „Er hat genau wie ich nicht mehr die Ambitionen, jedes Turnier mitzunehmen. Wir sind Außenseiter, wollen aber ins Hauptfeld. Denn ein bisschen Beachvolleyball können wir ja auch noch spielen“, sagt Romund, der wie sein Ex-Partner Paul Becker am Freitag ab 13 Uhr in die Qualifikation muss.

Becker, der in dieser Saison mit Jonas Schröder die USC-Farben vertritt, laborierte zuletzt an einer Fußverletzung und sagte daher das Landesturnier in Hannover am vergangenen Wochenende ab. Doch der Anreiz, es in dieses exquisite Hauptfeld zu schaffen, gleicht fehlende Einheiten im Sand gewiss aus.

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