Leichtathletik: Sportfeste
Christ, Klehn und Herden setzen Ausrufezeichen

Münster -

Die beiden Preußen-Weitspringer Tabea Christ und Björn Ole Klehn machten beim Herborner Sportfest mit großen Sätzen auf sich aufmerksam. Auch Luka Herden von der LG Brillux Münster ist schon gut in Form. In der Sandgrube wie auf der Sprintstrecke.

Montag, 15.05.2017, 15:05 Uhr

Stadionrekord und U-23-EM-Norm: Tabea Christ setzte mit ihrem Sieg in Herborn Akzente. Früh in Top-Form: Björn Ole Klehn erfüllte die U-23-EM-Norm und verbesserte in Herborn den Uralt-Kreisrekord.
Stadionrekord und U-23-EM-Norm: Tabea Christ setzte mit ihrem Sieg in Herborn Akzente. Früh in Top-Form: Björn Ole Klehn erfüllte die U-23-EM-Norm und verbesserte in Herborn den Uralt-Kreisrekord. Foto: Wolfgang Birkenstock

Das war eine perfekte Ansage, die die Leichtathleten des SC Preußen am Wochenende in den Sand gemalt haben: Beim Herborner Sportfest hinterließen die münsterischen Weitspringer Tabea Christ und Björn Ole Klehn einen ausgezeichneten Eindruck und einen nachhaltigen Abdruck in der Weitsprunggrube.

Die 18-jährige Tabea Christ sprang mit 6,20 Metern nicht nur neuen Stadionrekord, sondern erfüllte mit diesem weiten Satz, zwei Zentimeter unter ihrer persönlichen Bestweite (2015 in Weinheim) auch die Norm für die U-20-Europameisterschaften in Grosseto (Italien). Die verpasste Luisa Bodem, die mit 6,12 Metern zuvor zwar ebenfalls eine neue Stadionbestleistung aufstellte, aber eben „nur“ auf Platz zwei landete.

Herausragend war die Leistung von Klehn. Der 18-Jährige sprang mit 7,58 Metern auf Platz eins, erfüllte ebenfalls die U-23-EM-Norm (7,55 Meter) und verbesserte den 33 Jahre alten Kreis­rekord: Kein Mann sprang hier jemals weiter als der SCP-Starter. Abwarten, ob die Norm letztendlich auch zur EM-Teilnahme reichen. Je drei deutsche Athleten dürfen mit nach Italien.

14 Zentimeter weniger als Klehn hatte Matthis Leon Wilhelm auf der Anzeigetafel stehen: Platz zwei mit 7,44 Metern bedeuteten auch die Norm für die Deutschen U-23-Meisterschaften.

Die haben seit dem Sportfest in Wetzlar am Samstag vier weitere Preußen in der Tasche. Jonas Breitkopf über 100 Meter mit persönlicher Bestleistung von 10,79 Sekunden sowie Sprinterin Frieda Breitkopf, die ebenfalls Bestzeiten über 100 Meter (12,27 Sekunden) und 200 Meter (25,15 Sekunden) lief. Auch Judith Wessling sprintete in 25,20 Sekunden zur U-23-DM in Leverkusen (17./18. Juni). Und nicht zuletzt erfüllte Alena Fischbach die Quali-Norm für die U-16-DM (12,80 Sekunden) mit Bestzeit über 100 Meter in 12,62 Sekunden (Vorlauf).

Elke Bartschat, Stützpunkt- und Preußen-Trainerin, sah ihre Schützlinge in blendender Verfassung, obwohl beispielsweise die Weitspringer an diesem Wochenende den ersten Wettkampf der Saison in ihren Spezialdisziplinen absolvierten und die Top-Springer des SCP, Lena Malkus und Christoph Garritsen, noch gar nicht in die Wettkampf­saison eingestiegen sind.

„Das war ein tolles Wochenende. Ich bin fast sprachlos, besser geht es ja nicht“, betonte die Trainerin. „Und das, obwohl die Wettkämpfe eigentlich mehr der Dia­gnostik dienen sollten.“

LG-Brillux-Athlet Luka Herden hat in Wetzlar sein Leistungsniveau erneut unter Beweis gestellt. Neben einer persönlichen Bestzeit über 100 Meter in 10,88 Sekunden lieferte er im Weitsprung konstante Sprünge über sieben Meter ab – kein Deutscher seiner Altersklasse ist im Vorjahr so weit gesprungen wie Herden vergangene Woche in Münster (7,17 Meter). Aufgrund der äußeren Verhältnisse in Wetzlar brachen der U-18-Athlet und sein Trainer Lars Goldbeck den Wettkampf mit gesprungenen 7,07 Metern jedoch ab, um kein Verletzungsrisiko einzugehen. Herden hat nun insgesamt sechs DM-Normen in der Tasche: Über 100 Meter und im Weitsprung ist er jeweils in der U 18, der U 20 und der U 23 für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert. Kai Sparenberg lief über 100 Meter persönliche Bestzeit von 10,59 Sekunden. Auch er kann nun vier DM-Normen aufweisen: über 100 und 200 Meter in der U 23 sowie in der Männer-Hauptklasse.

Über die 100 Meter bei den Aktiven liefen Jan Vogt 11,29, Justus Hilling 11,36 und Markus Greufe 11,43 Sekunden. Ben Rose schaffte in der U 18 eine neue Bestzeit in 11,34 Sekunden.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4836897?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F3814580%2F
Preußen Münster bereit für eine neue Zeitrechnung
Richtungweisend: Trainer-Novize Arne Barez
Nachrichten-Ticker