Interview
Hans-Ewald Reinert schaut nach London und denkt an Versmold

Der Unternehmer Hans-Ewald Reinert liebt Tennis, spielt Tennis und lässt Tennis spielen. Der Geschäftsführer der westfälischen Privat-Fleischerei Reinert ist treibende Kraft beim Internationalen Nachwuchsturnier um den Bärchen-Cup in Münster und den Reinert-Open in Versmold. 

Freitag, 02.06.2017, 13:06 Uhr

Interview : Hans-Ewald Reinert schaut nach London und denkt an Versmold
Hans-Ewald Reinert Foto: pd

Beide Turniere finden in den ersten Juli-Wochen statt. Zeitgleich mit dem Grand-Slam-Event in Wimbledon – Reinerts erklärtem Lieblingsturnier.

Wimbledon oder Versmold? Wofür entscheidet sich der Wimbledon-Fan und der Versmold-Macher Anfang Juli?

Hans-Ewald Reinert: Ich schaue nach London und denke dabei an Versmold. Wir haben immer eine Wild-Card für Spielerinnen, die in der ersten Wimbledon-Woche auf Rasen ausscheiden und dann in Versmold noch einmal auf Sand spielen wollen. Im Grunde profitieren wir von dem Turnier in London. Sollten wir uns in den nächsten Jahren in Versmold vergrößern, würden wir aber über einen neuen Termin nachdenken.

Vergrößern in Zeiten der Krise?

Reinert: Tennis ist nicht in der Krise. Deutschland hat sowohl bei den Damen als auch bei den Herren immer wieder gute Ansätze – auch, wenn es aktuell nicht so läuft. Das Problem in Deutschland liegt auch an den Fernsehsendern, die kaum noch Tennis zeigen. Der Sport hat keine Probleme – im Gegenteil. Weltweit ist Tennis gefragt wie nie. Wir sind dabei, über einen neuen, größeren Center-Court nachzudenken.

Die Zukunft des Tennis ist auch beim Bärchen-Cup in Münster gefragt. Vom 2. bis zum 8. Juli findet dort eines der größten deutschen Nachwuchsturniere statt – also auch parallel zu Wimbledon. Wann schafft es der nächste Münster-Sieger ins Tennis-Mekka nach London?

Reinert: Die Spieler in Münster sind bis zwölf Jahre alt, Boris Becker war damals mit 17 in London. Also dauert es noch fünf Jahre – vielleicht etwas länger. Aber die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die besten Spieler des Bärchen-Cups früher oder später in Wimbledon auftauchen.

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