Tennis: 2. Bundesliga
Union Münsters Tennis-Damen zu Besuch im Wespennest

Münster -

Einen Sieg haben die Damen des TC Union in der laufenden Spielzeit gelandet – und damit für einen gewaltigen Spannungsabfall gesorgt. Der Klassenerhalt dürfte gesichert sein und der Ausflug zu den Zehlendorfer Wespen nach Berlin ist plötzlich zu einer Fahrt ins Blaue geworden.

Donnerstag, 08.06.2017, 14:06 Uhr

Mannschaftsführerin Tina Kötter und der TC Union spielen zum Zweitliga-Abschluss in Zehlendorf.
Mannschaftsführerin Tina Kötter und der TC Union spielen zum Zweitliga-Abschluss in Zehlendorf. Foto: fotoideen.com

Vor noch nicht einmal einer Woche stand der TC Union Münster noch unter dem Druck, gewinnen zu müssen. Zwei Siege schienen Pflicht, um die direkten Konkurrenten THC von Horn und Hamm sowie den SV Zehlendorfer Wespen hinter sich zu lassen und damit zumindest vorerst die Weichen für einen erneuten Klassenerhalt in der 2. Tennis-Bundesliga Nord zu stellen. Doch schlagartig und mit nur einem Erfolg hat sich alles geändert. Durch den 8:1-Erfolg in Hamburg können weder der geschlagene THC noch Zehlendorf nach seiner fünften Niederlage an Münster vorbeiziehen. Das nimmt dem direkten Duell am Sonntag (11 Uhr) im Berliner Stadtteil die Brisanz, auch wenn Union noch immer nicht ganz gerettet scheint.

Grund dafür ist die enge Tabellenkonstellation in der Bundesliga, in der BW Berlin bereits als Absteiger in die Nordstaffel des Unterhauses feststeht. Sollte mit dem TK BW Aachen oder dem Club an der Alster ein weiterer Nordclub zwangsweise eine Klasse runter müssen, wäre auch der TCU betroffen. Münsters Chancen aber sind durchaus groß, gleich drei Teams mit einer Süd-Zugehörigkeit hängen ebenfalls tief im Bundesliga-Keller – und in den kommt bereits an diesem Freitag am vorletzten Spieltag mächtig Bewegung. „Was dort passiert, können wir nicht beeinflussen. Als es für uns wichtig wurde, waren wir voll da und haben gepunktet. Nun wollen wir einen ordentlichen Abschluss“, sagt Unions Trainer Thomas Heilborn vor dem Gang ins Wespennest.

Tabellarisch geht für Münster weder nach oben noch nach unten etwas, dementsprechend wird der Coach nicht seine Bestbesetzung aufbieten. Von den ausländischen Kräften wird einzig noch Aleksandrina Naydenova auflaufen. Die Bulgarin schlägt derzeit noch beim WTA-Turnier in Bol (Kroatien) auf und steht dort mit Lina Gjorcheska (Mazedonien) im Doppel-Viertelfinale. „Sie wird direkt in Berlin zu uns stoßen“, sagt Heilborn, der zudem Franziska Etzel, Manon Kruse, Ria Dörnemann, Andrea Böckmann und Mannschaftsführerin Tina Kötter aufbieten wird.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4912656?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F3814580%2F
Nachrichten-Ticker