Triathlon: Rennen am Möhnesee
Familiensache

Drensteinfurt -

Es gibt ja viele dieser Mutter-Tochter- und Vater-Sohn-Geschichten. Üblicherweise fallen da gemeinsame Wanderungen, Sauna- und Wellnessbesuche oder ein Angelausflug darunter. Die Drensteinfurterinnen Philine Wernke und ihre Mutter Kirsten Beßmann-Wernke haben Ausdauersport als großen gemeinsamen Nenner für sich entdeckt.

Donnerstag, 24.08.2017, 17:08 Uhr

Wie in der Waschmaschine: Die beiden Drensteinfurterinnen hatten am Möhnesee mit dem Wellengang zu kämpfen. Vereint im Ziel: Philine Wernke (links) und ihre Mutter Kirsten Beßmann-Wernke gewannen die Frauen-Klasse über die Sprint- und die Olympische Distanz am Möhnesee.
Wie in der Waschmaschine: Die beiden Drensteinfurterinnen hatten am Möhnesee mit dem Wellengang zu kämpfen. Vereint im Ziel: Philine Wernke (links) und ihre Mutter Kirsten Beßmann-Wernke gewannen die Frauen-Klasse über die Sprint- und die Olympische Distanz am Möhnesee. Foto: Witters

Lange Jahre schon saßen beide Schulter an Schulter auf dem Rennrad – nun sind sie zum Triathlon gewechselt.

Philine Wernke und Kirsten Beßmann-Wernke (rechts).

Philine Wernke und Kirsten Beßmann-Wernke (rechts). Foto: Simone Krämer

Beim Möhnesee-Triathlon in Körbecke haben sie ihren ersten großen gemeinsamen Erfolg gefeiert: Tochter Philine gewann die Frauen-Wertung der Sprintdistanz, Mutter Kirsten siegte über die Olympische Distanz (beide starten für den Verein Tri-As Hamm).

Erster Sieg im vierten Rennen

16 Grad, starker Wind, Regenschauer – so hatten sich die beiden Dreikämpferinnen den Wettkampf im Sauerland im Hochsommer nicht vorgestellt. „Die Möhnetalsperre glich eher der Nordsee“, erinnert sich Beßmann-Wernke. „Auf dem Rad hatten wir mit starken Böen zu kämpfen.“ Die widrigen Umstände machten sich dann auch in den Gesamtzeiten bemerkbar, die alles andere als rekordverdächtig waren.

Die 19-jährige Philine Wernke benötigte für 500 Meter Schwimmen, 22 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen 1:18 Stunden. Sie rettete knapp eine Minute Vorsprung vor der Zweitplatzierten ins Ziel. Bemerkenswert: Die junge Sportlerin ist erst seit diesem Jahr im Triathlon aktiv. Am Möhnesee überzeugte sie mit der schnellsten Rad- und Laufzeit. „Das Schwimmen ist immer noch eine große Herausforderung für mich. Wegen der hohen Wellen war es ganz schön schwierig. Für diese Bedingungen bin ich mit meiner Zeit aber zufrieden“, sagt die Drensteinfurterin, die im Radtrikot einige Jahre für die RSF Ahlen gestartet ist.

Spitzenwert auf der Radstrecke

Für Wernke war es erst der vierte Triathlon in ihrer jungen Laufbahn. Nach drei zweiten Plätzen in Harsewinkel, Hennesee und Freiburg freute sie sich nun riesig über den ersten Sieg. Nun geht es für sie in die letzten Vorbereitungen für den Start bei den Deutschen Meisterschaften über die Sprintdistanz, die am 2. September in Köln stattfinden.

Kirsten Beßmann-Wernke musste bei der Olympischen Distanz 1500 Meter Schwimmen, 44 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen. Als 15. von 140 Teilnehmern und erste Frau kam sie nach 32 Minuten aus dem Wasser. Auf der bergigen Radstrecke verteidigte sie ihren Vorsprung und wechselte mit der schnellsten Radzeit aller Frauen auf die Laufstrecke. Nach 2:58 Stunden blieb die Uhr für sie stehen – als einzige Teilnehmerin schaffte sie es unter die Drei-Stunden-Marke. „Ich freue mich total über meinen Sieg. Altersklassensiege hatte ich schon, aber so ein Gesamtsieg ist schon etwas anderes.“

Der Möhnesee-Triathlon war ein letzter Test vor dem Start beim Ironman 70.3 in Pula/Kroatien, wo Beßmann-Wernke mit einigen anderen Tri-As-Athleten am 17. September an den Start gehen wird.

Zwei Fragen an Kirsten Beßmann-Wernke

Frau Beßmann-Wernke, wie ist das so, gegen die eigene Tochter zu starten?

Beßmann-Wernke: Wir sind ja nicht richtig gegeneinander angetreten. Philine ist über die Sprintdistanz gestartet, ich über die Olympische. Zusammen solch einen Wettkampf zu machen ist aber toll. In zwei Wochen starten wir gemeinsam bei den Deutschen Meisterschaften in Köln im Sprint. Ich gehe davon aus, dass Philine gewinnt – sie läuft einfach viel schneller als ich.

Tauschen Sie sich viel über ihren Sport aus? Geben Sie ihrer Tochter viele Tipps?

Beßmann-Wernke: Wir haben schon immer viel über unseren Sport gesprochen. Wir haben in Hamm aber auch gute Trainer, die uns unterstützen.

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