Fußball: Bundesliga
Bayern-Stürmer Lewandowski knackt Werder mit Doppelpack

Bremen -

Und wieder war nichts zu holen für den SV Werder. Gegen Bayern München kassierten die Bremer eine 0:2-Pleite. Auch wenn sie lange das 0:0 hielten, kamen sie eigentlich nie wirklich selbst für ein Tor infrage, während der Meister sich auf seinen Top-Stürmer verlassen konnte.

Sonntag, 27.08.2017, 16:08 Uhr

Nummer 9 trifft: Der Pole Robert Lewandowski zerstörte spät die Bremer Hoffnungen auf ein Remis.
Nummer 9 trifft: Der Pole Robert Lewandowski zerstörte spät die Bremer Hoffnungen auf ein Remis. Foto: dpa

Neue Saison, altes Leid. Auch im 16. Bundesliga-Spiel in Folge war für Werder Bremen gegen den FC Bayern nichts zu holen. Immerhin war es ein kleiner Trost, dass die Grün-Weißen dem deutschen Rekordmeister lange Zeit Paroli boten, ehe Ausnahmestürmer Robert Lewandowski den faden Auftritt der Münchner mit seinen Treffern in der 72. und 75. Minute rettete. „Bremen hat es uns nicht leicht gemacht. Aber wir sind drangeblieben, und am Ende war unser 2:0-Sieg auch verdient“, befand Stürmer Thomas Müller.

Es war Lewandowski, der den Unterschied ausmachte. Wäre er nicht gewesen, hätten sich die zwar überlegenen, aber ideenlosen Bayern wohl die Zähne am SV Werder ausgebissen. Die Bremer agierten hinten mit einer Dreierkette und auf den Flügeln mit zwei offensiv agierenden Verteidigern. Das nervte vor allem Arjen Robben und Franck Ribery, die sich meistens der Gegenwehr zweier Verteidiger ausgesetzt sahen, so dass ihre Vorstöße über die Außenbahnen verpufften. „Wir haben großen Aufwand betrieben, das war schon okay. Aber du kannst nicht alles gegen die Bayern verteidigen“, sagte Werders Trainer Alexander Nouri.

Der Doppel-Torschütze Lewandowski hatte somit entscheidenden Anteil daran, dass das Comeback von ­Keeper Manuel Neuer vier Monate nach seinem Zehenbruch nicht verhagelte. „Dass wir kompakter stehen, hat man gesehen“, erkannte der genesene Nationaltorhüter einen Aufwärtstrend.

Gleiches konnte man den Bremern bescheinigen, auch wenn es nicht zu einem Punktgewinn reichte. Allerdings herrschte in der Offensive totale Flaute. Gegen Bayern langte es nicht zu einer auch nur halbwegs vielversprechenden Torchance. Zumindest in den ersten beiden Saisonspielen war von der einstigen Bremer Sturm- und Drangzeit nicht viel zu erkennen.

Gut möglich, dass Werder noch in dieser Woche einen Angreifer verpflichtet. Im Fokus der Hanseaten scheint Robert Berić zu stehen, ein 26-jähriger slowenischer Nationalstürmer, im Moment noch in Diensten des französischen Erstligisten AS Saint-Étienne. Werders Sportchef Frank Baumann wollte diese Personalie nicht kommentieren. Gleichwohl bemühte er sich, die Erwartungen nicht zu hoch zu stecken: „Es wäre illusorisch zu erwarten, dass wir einen Stürmer bekommen, der in einer Top-Liga 15 Tore gemacht hat.“

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