American Football: Oberliga
Blackhawks in Mönchengladbach ohne Fehl und Tadel

Mönchengladbach -

Selbst der Aufstieg ist für den Neuling nicht mehr utopisch. Nach dem 22:0-Sieg beim Mönchengladbach Wolfpack haben die Münster Blackhawks den Durchmarsch vor Augen. Doch Trainer Dennis Eßmann tritt ganz bewusst auf die Bremse.

Sonntag, 24.09.2017, 13:09 Uhr

Dennis Eßmann (r.) hatte an der Leistung der Blackhawks nichts auszusetzen. Der Trainer des Aufsteigers will von einem Durchmarsch aber noch nichts wissen.
Dennis Eßmann (r.) hatte an der Leistung der Blackhawks nichts auszusetzen. Der Trainer des Aufsteigers will von einem Durchmarsch aber noch nichts wissen. Foto: Heimspiel/Johann-Krone

Besser hätte die Antwort der Münster Blackhawks nicht ausfallen können: Nach der ersten Heimniederlage seit Vereinsgründung ließen die Falken eine Woche später gar keine Zweifel aufkommen – beim Mönchengladbach Wolfpack gewannen sie glatt mit 22:0. Klar, dass Headcoach Dennis Eßmann hochzufrieden war: „Vor dieser Leistung kann ich, wie schon oft in dieser Saison, nur den Hut ziehen.“

Gleich der erste Drive zeigte die Qualität der Blackhawks. Der junge Quarterback Nils Korella verteilte die Bälle auch unter Druck enorm locker, was Eßmann zu einem Sonderlob veranlasste: „Es ist wirklich schön zu sehen, wie er mit jedem Spiel reift. Mit 20 Jahren so ruhig, so federführend zu agieren, das ist schon beeindruckend.“ Zwar führte dieser Spielzug aufgrund einer Interception kurz vor der Endzone zu keinen Punkten, an der Defensive führte an diesem Tag allerdings kein Weg vorbei. Korella fand dann mit einem längeren Pass Receiver Tony Tu, der das Spielgerät für die ersten Punkte in die Endzone trug. Münster war obenauf, fing direkt den nächsten Pass ab und punktete kurz darauf nach einem missglückten Kick der Gastgeber – 8:0. Noch vor der Pause brachten die Blackhawks weitere Zähler auf das Scoreboard. Erst erlief Korella selbst knappe 20 Yards Raumgewinn, ehe Running Back Till Hönicke unmittelbar vor der Endzone gestoppt wurde. Die letzten zwei Yards überbrückte Chris Prinz und stellte den Pausenstand von 15:0 her. Die zweite Hälfte begann so, wie die erste aufhörte – mit den Blackhawks im Aufwind. Wieder eroberte die Defense dank eines Tackles den Ball, den Linebacker Maximilian Schmidt direkt aufnahm und für 30 Yards in die Endzone brachte – Touchdown durch die bärenstarke Abwehr. „Was im defensiven Bereich in den letzten Jahren alles auf die Beine gestellt wurde, ist wirklich überragend“, so Eßmann, der großen Respekt vor der Leistung der Hintermannschaft und Defense-Coach Payman Dalili besitzt.

Durch den Sieg läuft nun alles auf einen Showdown zwischen Münster und den Gelsenkirchen Devils am letzten Spieltag zu. Vom Aufstieg in die Regionalliga will Eßmann dennoch nichts wissen: „Wir haben unser Saisonziel erreicht. Gelsenkirchen ist das Team, das unbedingt in diese Liga will, nicht wir. Wir wollen uns mit jedem Spiel verbessern und haben keinerlei Druck.“

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