Boxen: WM-Kampf in Sassenberg
Weltmeisterin Elina Tissen muss gegen Karina Kopinska alles geben

Sassenberg -

Mehr Mühe als ihr lieb war, hatte Weltmeisterin Elina Tissen im Duell mit der Polin Karina Kopinska. In Runde fünf sah es schon nach dem Ende des Kampfes aus - doch er dauerte noch länger.

Sonntag, 19.11.2017, 15:11 Uhr

Dank sauberen, harten Treffern sicherte sich Elina Tissen den Sieg über ihre couragiert kämpfende Herausforderin Karina Kopinska (rechts). Nach zehn Runden siegte die Weltmeisterin aus Warendorfern klar nach Punkten.
Dank sauberen, harten Treffern sicherte sich Elina Tissen den Sieg über ihre couragiert kämpfende Herausforderin Karina Kopinska (rechts). Nach zehn Runden siegte die Weltmeisterin aus Warendorfern klar nach Punkten. Foto: Christopher Irmler

Elina Tissen bleibt Weltmeisterin im Federgewicht. Im Rahmen der ersten Sassenberger Boxnacht bestritt sie vor rund 800 Zuschauern ihren zehnten WM-Kampf. Zwar war es ein kräftezehrendes Duell über volle zehn Runden, über die Siegerin gab es jedoch keinerlei Diskussionen.

Zu deutlich hatte Weltmeisterin Elina Tissen den Kampf gegen ihre polnische Kontrahentin Karina Kopinska beherrscht. Entsprechend eindeutig lasen sich die Wertungen der drei Richter: 100:90, 100:92 und 100:94 zugunsten der Warendorferin.

1. Sassenberger Boxnacht

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In Runde fünf hatte es schon nach dem Kampfende ausgesehen, da landete Tissen einen harten Treffer über dem rechten Auge Kopinskas. Die Folge war ein tiefer Cut. Die Favoritin kontrollierte den Kampf und setzte immer wieder harte Treffer. Ihre Herausfordererin reagierte mit wütenden, aber oftmals unpräzisen Schlagserien auf den Körper. Bis zum letzten Gong kämpfte die Polin aufopferungsvoll in der Hoffnung auf den Lucky Punch.

„Sie war sehr gut vorbereitet“, zollte Tissen ihrer Gegnerin Respekt. „Sie hat einige harte Treffer weggesteckt und sehr gut gekämpft. Es ist viel besser, mitzukämpfen, als nur hinterher zu laufen“, spielte die Weltmeisterin auf frühere Herausforderinnen an. Kopinska hingegen habe sich gestellt und bis zum Schluss alles versucht. Immer wieder hatte die Kontrahentin zu neuen Angriffen angesetzt.

Applaus für die Verliererin

Entsprechend feierten die Zuschauer nicht nur Weltmeisterin Tissen, sondern honorierten ebenso Kopinskas tapferen Einsatz. An der anschließenden Pressekonferenz im Möbelhaus Brameyer konnte sie jedoch nicht teilnehmen.

„Sie ist keine schlechte Verliererin, sondern auf dem Weg ins Krankenhaus, um sich behandeln zu lassen“, betonte Tissens Trainer und Manager Maiki Hundt. Auch er wollte nichts von einem einfachen Sieg wissen. „Karina Kopinska ist hier nicht als Verliererin hingekommen. Sie hat ihre Chance gesucht. Uns war klar, dass sie hinten raus noch mal richtig Gas geben würde. Wir haben einen WM-Kampf auf ganz hohem Niveau gesehen.“

Zugleich gestand Hundt jedoch mit Verweis auf einige wilde Schlagserien Kopinskas ein: „Ab Runde sechs oder sieben sah es schon ein wenig nach Verzweiflung aus.“ Bei der Lageeinschätzung während des Kampfes profitierte das Tissen-Lager von einem nicht unerheblichen Vorteil. „Wir haben ja einen Trainer in unserem Team, der auch der polnischen Sprache mächtig ist“, merkte Hundt schmunzelnd an. Entsprechend ließen sich die Zurufe und die Gefühlslage der polnischen Betreuer klarer deuten.  

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