Futsal: Nationalmannschaft
Kempers Zeit als Assistenzcoach beim DFB endet

Münster -

Beim UFC Münster beendete Wendelin Kemper schon im Sommer seine Trainertätigkeit. Nun ist auch seine Zeit als Assistenzcoach der deutschen Nationalmannschaft vorbei. Schweren Herzens, wie der 30-Jährige zugibt. Doch aufgrund beruflicher Verpflichtungen fehlt schlicht die Zeit.

Freitag, 01.12.2017, 16:12 Uhr

Ein Bild mit Vergangenheitswert: Wendelin Kemper, hier mit dem früheren Bundestrainer Paul Schomann (l.), ist nicht mehr der Co des aktuellen Coaches Marcel Loosveld.
Ein Bild mit Vergangenheitswert: Wendelin Kemper, hier mit dem früheren Bundestrainer Paul Schomann (l.), ist nicht mehr der Co des aktuellen Coaches Marcel Loosveld. Foto: DFB

Der Name von Wendelin Kemper geht unweigerlich in die Geschichte des deutschen Futsals ein. Drei Jahre lang war er Co-Trainer der Nationalmannschaft – und zwar der erste in der Historie. Nun aber endet dieser Abschnitt in seiner Vita, in der die Zeit beim DFB einen nachhaltigen Platz einnimmt. „Die Erinnerungen und die Erfahrungen, die ich gemacht habe, waren einzigartig. Von Anfang an dabei gewesen zu sein, macht mich schon stolz“, sagt Kemper.

Dass es nun zu einer Trennung kommt, hängt mit seinem Job zusammen. Der angehende Lehrer, der im Oktober 2018 sein Referendariat beendet, verpasste aus beruflichen Gründen die vergangenen drei Lehrgänge der Nationalmannschaft und hätte auch bei den Länderspielen in Tschechien nicht dabei sein können. „Der Schritt ist vom DFB ausgegangen, kam für mich aber nicht überraschend und ist nachzuvollziehen. Der Verband setzt auf Kontinuität und treibt die Dinge voran“, erklärt Kemper.

Die Entscheidung ist eine Folge der fortschreitenden Professionalisierung, an der auch der 30-Jährige seit 2015 mitgewirkt hat. Damals hatte ihn der erste Bundestrainer Paul Schomann kontaktiert – und Kemper keine Sekunde mit seiner Zusage gezögert. Es war die richtige Entscheidung. Das erste Länderspiel in Hamburg vor 2000 Zuschauern inklusive Kabinenbesuchen von Horst Hrubesch und DFB-Präsident Reinhard Grindel oder die EM-Qualifikation samt erstem Pflichtspielsieg der Historie sind nur zwei von vielen prägenden Momenten. Und ganz nebenbei erweiterte sich der Futsal-Horizont Kempers immens, nicht zuletzt die Arbeit mit Marcel Loosveld – der Niederländer folgte auf Schomann – brachte ihm „neuen Input und andere Impulse“.

Drei intensive Jahre enden nun schweren Herzens für Kemper, der aber weiter mit dem DFB in Kontakt bleiben und für diesen auch scouten wird. Denn sein Einsatz und die „hervorragende Arbeit“ (Loosveld) haben Eindruck hinterlassen.

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