Handball: HVW-Pokal Frauen
Westfalia Kinderhaus zu leicht fürs Oberliga-Schwergewicht vom TV Verl

Münster -

In der zweiten Runde des Pokalwettbewerbs auf Westfalenebene mussten die Verbandsliga-Frauen des SC Westfalia Kinderhaus die Segel streichen. Gegen den klassenhöheren Gast vom TV Verl unterlagen die Münsteranerinnen 24:34 – verdient, wie auch Kinderhaus-Trainer Florian Ostendorf unumwunden zugab.

Dienstag, 09.01.2018, 22:01 Uhr

Der passt: Westfalias Katharina Petermann (M.) trifft gegen Kristin Niklaus (l.) und Theresa Hayn (r.) ins Tor.
Der passt: Westfalias Katharina Petermann (M.) trifft gegen Kristin Niklaus (l.) und Theresa Hayn (r.) ins Tor. Foto: Peter Leßmann

Das Zweitrundenspiel auf westfälischer Pokalebene mutierte für die Verbandsliga-Handballerinnen von Westfalia Kinderhaus , ihres Zeichens aufstiegswilliger Spitzenreiter des Klassements, auch zum Tauglichkeitstest gegen einen ranghöheren Gegner. Den Oberliga-Achten TV Verl nämlich. Und der zeigte, gerade einmal acht Feldspielerinnen stark, in Münster gehobene Qualität. Die Ostwestfälinnen siegten 34:24 (20:14) nach technisch deutlich reiferer Leistung. Im „Final Four“ des Pokals sind am 25. März die Oberligisten Verl, Königsborn, Hahlen und Netphen unter sich. In dem Feld hätte sich die Westfalia gerne mal getummelt.

Kinderhaus wurde sozusagen gewogen – und an dem Abend noch als zu leicht befunden. „Die Niederlage ist eindeutig, wenn auch zu hoch“, konstatierte Trainer Florian Ostendorf ernüchtert ob der Darbietung. „Wir haben jetzt ein bisschen was aufzuarbeiten. Wir haben es Verl deutlich zu leicht gemacht mit unseren vielen technischen Fehlern.“ Dass der (Liga-)Weg bis nach oben ein weiter sei, müsse jedem und jeder klar sein.

Der Coach erkannte zwar keine Nervositäten direkt nach dem Spiel, sondern eher mangelhaftes Miteinander als Nachwirkungen der Winterpause. Gleichwohl wirkte der Kinderhauer Vortrag unsicher und fahrig. Und zwar direkt: Etliche Aufbaufehler luden die quicken Gäste zu Tempogegenstößen ein. Schlecht vorbereitete Würfe bremsten die Angriffswucht. Verl verfügte kaum über Rückraum-Power, spielte aber konsequent und variabel bis an den Kreis. Und blieb eminent sicher im Zusammenspiel seinem Stil treu, auch wenn der Gegner umstellte. Ostendorf probierte taktisch und personell beinahe alles. Schlüssig und griffig aber wirkte nichts.

Das 2:1 sollte die einzige Führung für die Gastgeberinnen bleiben, über 4:8 und 9:14 ging es bergab. Nach dem Wechsel traf Kinderhaus direkt doppelt und verbaselte dann mit Patzern am Stück die Aussicht, der Partie noch einmal Spannung zu verleihen. Verl ließ sich kein Stück locken und nahm über 26:19 und 30:23 die Dinge wieder souverän in die Hände. Mit Pia Laker kam die kleinste Feldspielerin auf acht Feldtore und die Bestmarke des Abends. Auch die ganz offensive Westfalia-Abwehr in der späten zweiten Halbzeit änderte nichts mehr an den Kräfteverhältnissen.

Westfalia-Tore: Enders, Beermann, Petermann (je 4), Glage (3), Brinkhus (3/2), Brügger, Pohlkötter, Klapdor (je 2)

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