Volleyball: Bundesliga
USC Münster reist in Bestform zum Meister Schwerin

Münster -

Die Volleyballerinnen des USC Münster nähern sich ihrer Bestform. Rechtzeitig vor den Playoffs. Am Samstag gewann der Bundesligist gegen den VfB Suhl souverän 3:0. Im Viertelfinale der K.o.-Runden kommt es nun zum Duell mit dem Schweriner SC.

Sonntag, 11.03.2018, 15:03 Uhr

Ines Bathen war die Beste im USC-Dress.
Ines Bathen war die Beste im USC-Dress. Foto: Jürgen Peperhowe

Das Ende war gut und soll ein Signal für den Neuanfang sein. 3:0 (25:16, 25:18, 25:18) gewann der USC am Samstag sein letztes Hauptrundenspiel gegen den VfB Suhl. Ein Pflichtsieg in 73 Minuten gegen den Tabellenneunten, im Playoff-Viertelfinale (best of three) kommt nun ein ganz anderes Kaliber auf Münster zu: Mit keinem Geringeren als Meister Schwerin müssen sich die Unabhängigen messen. Zunächst am kommenden Samstag auswärts, acht Tage später in eigener Halle. Der USC nimmt die Aufgabe an. „Wir sind glücklich mit diesem Los. In dieser Saison haben wir gegen Schwerin zweimal gut gespielt“, sagt Trainer Teun Buijs. Auch Ines Bathen freut sich auf die K.o.-Spiele: „Es ist klar, dass wir Außenseiter sind. Aber ich rechne mir trotzdem etwas aus. Von den Spitzenteams liegt uns Schwerin noch am meisten.“

Münster ist bereit für die Playoffs, die 14-tägige Pause zuletzt hat der Mannschaft spürbar gutgetan. Bathen bestätigt dies. „Ich habe schon im Training gespürt, dass wir gut in Form sind“, erklärt sie. Die 27-Jährige war gegen Suhl auffälligste und beste Spielerin im USC-Dress. 18 ihrer 38 Angriffe landeten im Ziel, mit 20 Zählern war das Energie-Bündel mit großem Abstand Punktbeste auf dem Parkett.

Und noch eine stach heraus. Linkshänderin Luisa Keller. Keine kann sich so schön freuen wie die 16-Jährige. Ein großes Talent, sehr mutig und sehr konsequent. Buijs vertraut der Schülerin und das Küken im Team zahlt mit Leistung zurück. Dabei fühlt sie sich manchmal wie im Wunderland. „Wenn man mir vor einem Jahr gesagt hätte, nächste Saison spielst du Bundesliga und die Playoffs, dann hätte ich ihm gesagt, dass er komplett verrückt sei. Es ist wirklich wunderbar und eine sehr schöne Erfahrung für mich“, sagte Keller.

Der USC hatte am Samstag vor 1204 Zuschauern nie wirklich Probleme mit den biederen Südthüringerinnen. Mitte des zweiten Satzes und zu Beginn des dritten gab es zwei Holperstrecken, doch im Laufe der Spielabschnitte korrigierte dies die Mannschaft souverän. Alle hatten Anteil am Erfolg, das hatte eine gute Mischung aus der nötigen Lockerheit und beherztem Drang. Mareike Hindriksen führte gekonnt und spürbar gut gelaunt Regie, ihre Bälle fanden auch in Ivana Vanjak, Juliet Lohuis und Juliane Langgemach dankbare und entschlossene Abnehmer. Buijs nahm nur eine Auszeit und ließ sein Stammpersonal durchspielen – lediglich Chiara Hoenhorst hatte in der Endphase einen Kurzeinsatz. „Das war heute das Examen für uns, ich bin zufrieden, das ist man ja immer bei einem 3:0“, konstatierte Coach ­Buijs.

Nun denken alle nur noch an Schwerin. „Es war unser Ziel, zu den Playoffs die beste Form zu haben. Ich glaube, das passt“, meinte Bathen am Samstag. Buijs nahm sein Team direkt in die Pflicht: „Wenn wir Schwerin gefährlich werden wollen, brauchen wir absolute Topverstellungen.“

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