Futsal: Regionalliga
Kemper, Kenkel, Nickel – drei Kapitäne gehen beim UFC Münster von Bord

Münster -

Sie waren in den vergangenen Jahren prägende Gestalten beim UFC Münster, waren allesamt Kapitäne – und beenden alle drei nun ihre Karriere. Alexander Kenkel, Wendelin Kemper und Eduard Nickel verlassen aus beruflichen Gründen den Futsal-Regionalligisten.

Dienstag, 27.03.2018, 17:03 Uhr

Viele Jahre waren (v.l.) Alexander Kenkel, Eduard Nickel und Wendelin Kemper auf und neben dem Platz wichtige Säulen des UFC Münster. Nun zieht sich das Trio aus beruflichen Gründen zurück – und hinterlässt eine große Lücke beim Futsal-Regionalligisten. Viele Jahre waren (v.l.) Alexander Kenkel, Eduard Nickel und Wendelin Kemper auf und neben dem Platz wichtige Säulen des UFC Münster. Nun zieht sich das Trio aus beruflichen Gründen zurück – und hinterlässt eine große Lücke beim Futsal-Regionalligisten.
Viele Jahre waren (v.l.) Alexander Kenkel, Eduard Nickel und Wendelin Kemper auf und neben dem Platz wichtige Säulen des UFC Münster. Nun zieht sich das Trio aus beruflichen Gründen zurück – und hinterlässt eine große Lücke beim Futsal-Regionalligisten. Viele Jahre waren (v.l.) Alexander Kenkel, Eduard Nickel und Wendelin Kemper auf und neben dem Platz wichtige Säulen des UFC Münster. Nun zieht sich das Trio aus beruflichen Gründen zurück – und hinterlässt eine große Lücke beim Futsal-Regionalligisten. Foto: Peter Leßmann,

Vor einer nicht ganz unbedeutenden Zäsur steht der UFC Münster , der personelle Einschnitt ist schon heftig. Mit Wendelin Kemper , Alexander Kenkel und Eduard Nickel verliert der Futsal-Regionalligist gleich drei langjährige Leistungsträger, die sich dazu über das normale Maß hinaus für die Geschicke und die Entwicklung des Vereins eingesetzt haben.

Ein schwerer Schlag für den UFC, wie Club-Präsident Georg von Coelln gesteht. „Das trifft uns schon. Aber es ist der Lauf der Dinge.“ Das scheidende Trio zieht sich aus beruflichen Gründen zurück, Chemiker Kenkel (32) sowie die beiden Lehramtsreferendare Kemper (30) und Nickel (28) – alle drei waren Kapitäne des UFC – können und wollen den Aufwand in dieser Form nicht mehr betreiben. „Wir wollen in der kommenden Saison etwas ändern, dafür brauchen wir eine gute, regelmäßige Trainingsbeteiligung“, sagt von Coelln, der mit Blick auf die in naher Zukunft kommende Futsal-Bundesliga das Spieljahr 2018/19 besser abschließen will als auf Platz fünf.

Ein Unterfangen, das durch die Abgänge der drei Führungskräfte nicht unbedingt leichter wird. Über Jahre prägten die drei UFC-Säulen das Spiel der Münsteraner. Das Offensiv-Duo Kemper/Kenkel zeichnete sich für eine Menge an Toren verantwortlich, Defensivkraft Eduard Nickel avancierte zum Nationalspieler und erlebte die Länderspiel-Premiere der DFB-Auswahl auf dem Feld live und in Farbe mit. „Es geht ein ganz großes Stück UFC. Die Jungs haben sich unglaublich engagiert, waren treibende Kräfte“, sagt von Coelln.

Schwere Entscheidung

Verständlich, dass der Abschied dem Trio nicht leicht fällt – auch wenn er logisch ist. „Ich hatte beim UFC eine prägende Zeit, habe viele Freundschaften geknüpft und habe auf den vielen Reisen viel erleben dürfen“, erklärt Nickel, der bei Welt- und Europameisterschaften der Studenten sowie bei internationalen Turnieren ebenso mit dabei war wie seine beiden offensiven Teamkollegen. „Doch jetzt ist für mich der richtige Zeitpunkt gekommen. Ich kann nicht mehr so viel trainieren. Und wenn ich einen Mannschaftssport mache, dann ganz oder gar nicht“, erläutert Nickel, der nach sechs Jahren Adieu sagt.

Genauso verhält es sich auch bei Kemper, der beim UFC 2009 anfing und dort an der Seite von Kenkel fünf Mal (2010, 2012 bis 2015) Westdeutscher Meister wurde. Die Kapitänsbinde trug er, war zwischenzeitlich Spielertrainer und wurde durch seine fachliche Klasse Assistent von Nationalcoach Paul Schomann. „Der Abschied fällt mir nicht leicht. Aber es überwiegt der Stolz auf das, was ich erreicht habe“, so Kemper, der 2013 nur knapp an der Deutschen Meisterschaft vorbeigeschrammt war – beim 3:6 nach Verlängerung im Finale gegen die Hamburg Panthers. „Es ist echt schade, dass die Jungs mit dieser Mannschaft den nationalen Titel nicht gewonnen haben. Sie hätten es sich so verdient“, sagt von Coelln.

Auf ihn kommt nach dem Abgang des Trios nun die schwere Aufgabe zu, die klaffende Lücke zu füllen. Kein einfaches Unterfangen. Schließlich hinterlassen Kemper, Kenkel und Nickel große Fußspuren in der Geschichte des UFC.

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