Futsal: Bundesliga
UFC und von Coelln möchten Teil einer neuen Eliteklasse werden

Münster -

Der UFC Münster rüstet sich für den Angriff auf die Eliteklasse. Die soll zur Saison 2020/21 kommen. Sportliche Kriterien sind ebenso ausschlaggebend wie Infrastruktur und Verlässlichkeit. Präsident Georg von Coelln ist mit im DFB-Boot bei der Planung.

Mittwoch, 23.05.2018, 15:06 Uhr

Präsident Georg von Coelln und der UFC, für den hier Daniel Giebrecht trifft, wollen in der Bundesliga dabei sein.
Präsident Georg von Coelln und der UFC, für den hier Daniel Giebrecht trifft, wollen in der Bundesliga dabei sein. Foto: Peter Leßmann

Als im Jahr 1963 die Fußball-Bundesliga in ihre erste Saison ging und den Beginn einer Erfolgsgeschichte markierte, gehörte mit dem SC Preußen eine Mannschaft aus Münster zu den Gründungsmitgliedern. Knapp sechs Jahrzehnte später möchte ein weiterer Club aus der Stadt Geschichte schreiben, wenn der DFB eine höchste Spielklasse ins Leben ruft. Der UFC Münster leitet alles in die Wege ein, wenn – voraussichtlich zur Saison 2020/21 – der Startschuss für die Futsal-Bundesliga fallen wird.

Dass der DFB eine eingleisige und bundesweite Spielklasse der offiziellen Fifa- Variante des Hallenfußballs einführt, ist längst beschlossene Sache, schon jetzt werden die Rahmenbedingungen abgesteckt. Bei den Planungen und Konzeptionen ist auch Georg von Coelln dabei, UFC-Präsident und ein Futsal-Pionier mit Leib und Seele, der 2002 den Club gründete. „Der DFB braucht die Bundesliga für die Nationalmannschaft und treibt daher das Projekt voran“, sagt von Coelln, der jüngst bei einem Workshop in Frankfurt dabei war. Themen wie die Liga-Stärke (mindestens zehn bis zwölf Teams, aber durchaus mehr möglich), die Anzahl von deutschen sowie von U-23-Spielern, die Infrastruktur, eine TV-Präsenz und nicht zuletzt die logistischen sowie die sportlichen Voraussetzungen für die Aufnahme­berechtigung in die Bundesliga wurden zwar noch nicht final abgeklopft, aber schon recht konkret abgesteckt.

Das Ergebnis für Münster? „Wir haben viel zu tun, um dabei zu sein. Aber da sind keine unrealistischen Dinge für uns dabei“, erklärt von Coelln. Sportlich qualifizieren sich die Regionalliga-Meister der Saison 2019/20, dazu sollen in die Bewertung des DFB die Ergebnisse einer Dreijahreswertung sowie die Erfolge der Vergangenheit einfließen – wohlgemerkt, alles noch unter Vorbehalt. „Wichtig ist dem DFB die Verlässlichkeit der Clubs“, sagt von Coelln, der eben an diesem für den UFC gewohnten Standard weiter arbeitet, ihn erhöhen will und muss. Zuletzt war der UFC drei Mal in Serie Fünfter, demnächst soll es wieder weiter nach oben gehen. „Wir müssen unsere Professionalisierung vorantreiben, die Qualität im Kader er­ höhen und den Verein breiter aufstellen“, sagt von Coelln und denkt dabei langfristig an eine Gründung einer Jugend-Abteilung. Dabei verschließt er sich auch nicht dem Gedanken, sich mit dem UFC einem renommierten Fußball-Club in Münster anzuschließen.

Die sportlichen Voraus­setzungen zu erfüllen, ist ein Teil der Hausaufgaben – die finanziellen der andere. Auf etwa 125 000 Euro taxiert von Coelln die Höhe des Etats, um Kosten für Spieler, Trainer, Physiotherapeuten und Reisen zu decken – und um das Lizenzierungsverfahren zu überstehen und konkurrenzfähig zu sein.

Dass der UFC, der in der Vergangenheit von der Un­terstützung des Hochschulsports profitierte, 2020 ein Bundesliga-Gründungsmitglied wird, dafür setzt von Coelln alle Hebel in Be­wegung. „Dazu gehört Pioniergeist, dazu muss man Idealist sein“, sagt er. Wenn einer es ist, dann ganz sicher von Coelln.

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