Rudern: Weltcup
Rudern: Brummel und Kruse beim Weltcup

Münster -

Der RV Münster ist ausgeflogen: Der Nachwuchs ist bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften auf dem Fühlinger See gefordert, die Spitzenkräfte beim Weltcup in Linz. Am Freitag geht neben Felix Brummel auch Ida Kruse an den Start, beide sitzen in den Deutschland-Vierern.

Donnerstag, 21.06.2018, 14:22 Uhr

Ida Kruse (2. v.l.) sicherte sich vor einem Jahr WM-Bronze im deutschen U-23-Vierer, jetzt fährt sie den ersten Weltcup bei den „Großen“ für den DRV. 
Ida Kruse (2. v.l.) sicherte sich vor einem Jahr WM-Bronze im deutschen U-23-Vierer, jetzt fährt sie den ersten Weltcup bei den „Großen“ für den DRV.  Foto: Detlev Seyb

Die schlechte Nachricht vorweg: Ida Kruse , Ruderin in Diensten des RV Münster , muss ihren geplanten Einsatz bei der U-23-Weltmeisterschaft wahrscheinlich vorzeitig ad acta legen. Die gute Nachricht hinterher: Ida Kruse sitzt stattdessen im Deutschland-Vierer der „Großen“, der Kurs auf die Weltmeisterschaften im Herbst in Bulgarien nimmt – und am Horizont schon auf die Olympischen Spiele von Tokio 2020 auftauchen sieht. Die 21-Jährige war gerade zu ihren Semesterferien aus den USA zurück in die Heimat gereist, als sie der Anruf von Ralf Holtmeyer erreichte. Der DRV-Cheftrainer kündigte zum Auftakt der Weltcup-Serie im Frauen-Riemen-Bereich in Linz an diesem Wochenende an „ein paar Testballons loslassen“ zu wollen. Einer davon betrifft offensichtlich die junge Münsteranerin, die von Freitag bis Montag ihre Weltcup-Premiere feiert. Die Münsteranerin sitzt in einem Boot mit Sophie Oksche (Ingolstadt), Frauke Hacker (Rostock) und Alexandra Höffgen aus Neuss, die mit gerade mal 24 Jahren Alterspräsidentin im von Disziplintrainer Werner Nowak betreuten Vierer ist. Nowak hat mit Ida Kruse an Bord beste Erfahrungen gemacht, der 49-Jährige coachte auch den U-23-Vierer, der mit der Münsteranerin an Bord vor Jahresfrist WM-Bronze in Bulgarien holte.

Für ihren Vereinskameraden Felix Brummel steht in Österreich bereits der zweite Weltcup-Einsatz an, nachdem sein Vierer zum Auftakt in Serbien auf Rang vier ruderte. Diese Platzierung sollte in Linz bestätigt, im besten Fall sogar noch verbessert werden. „Wir wollen gut ins Finale kommen und da ist Platz drei oder vier unser Ziel“, sagt Brummel. Allerdings hat sich das Teilnehmerfeld deutlich verändert und noch verbessert im Vergleich zum Auftakt-Weltcup in Belgrad. Unter anderem geben Weltmeister Australien und Vize-Weltmeister Italien erstmals ihre Visitenkarte ab. Neu ist auch (schon) wieder die Besatzung des DRV-Vierers: Der in Belgrad verhinderte Felix Drahotta hat seinen Rollsitz eingenommen, sein Vertreter Nico Merget bleibt ebenfalls an Bord und hat dort künftig wohl auch einen Stammplatz – dafür musste der Berliner René Schmela aus disziplinarischen Gründen raus. Peter Kluge und Felix Brummel machen das Quartett komplett. „Durch den Wechsel hatten wir eine Woche weniger Zeit, uns im Boot aufeinander einzustimmen, aber wir fühlen uns gut, und in dieser Besetzung wird es jetzt wohl weitergehen“, so Brummel vor dem ersten Auftritt an der Donau am Freitagvormittag um 11.35 Uhr. Ida Kruse ist direkt im Rennen davor erstmals im Einsatz.

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