Volleyball: Bundesstützpunkt
Wolf moderiert das übliche Kommen und Gehen beim VC Olympia

Münster -

Der nächste Umbruch kommt nicht überraschend. Am Bundesstützpunkt und damit auch am angeschlossenen VC Olympia Münster, der nun in einer Halbserie in der 3. Liga antritt, macht sich die nächste Generation daran, sich sportlich zu entwickeln.

Dienstag, 26.06.2018, 15:58 Uhr

Erika Kildau, hier im Dress der deutschen U-17-Nationalmannschaft, zieht am Ende der Sommerferien ins Sportinternat ein und wird dann mit dem VCO Münster in der 3. Liga spielen.
Erika Kildau, hier im Dress der deutschen U-17-Nationalmannschaft, zieht am Ende der Sommerferien ins Sportinternat ein und wird dann mit dem VCO Münster in der 3. Liga spielen. Foto: CEV

Mit Neuanfängen kennt sich Christian Wolf bestens aus. Jahr für Jahr moderiert der Coach ein Kommen und Gehen: Während die fertigen Abiturientinnen im Team den VC Olympia Münster verlassen, starten regelmäßig neue Talente in ihren dreijährigen Zyklus am Bundesstützpunkt. Fluktuation und Umbruch als wiederkehrender Rhythmus, nichts Unbekanntes für Wolf. „Aber immer wieder spannend“, wie der 32-Jährige sagt.

In diesem Sommer verabschiedet sich mit Julia Jaeger , Lilian Engemann, Noa Linn Brach, Picabo Reinhold, Chenoa Christ und Johanna Müller-Schewsky ein Sextett vom Stützpunkt, das sich in seiner Zeit in Münster zu Stützen der Mannschaft entwickelt hat. „Wer bei uns im dritten Jahr ist, ist immer eine Stammkraft. Es ist unsere Aufgabe, sie so auszubilden, dass sie mindestens bei Zweitligisten eine Rolle spielen. Und das ist uns gelungen, das können sie alle“, sagt Wolf. Dabei ist Reinhold, deren Zukunft an einem College in den USA liegen könnte, ein gutes Beispiel. Als Stützpunkt-Spielerin gewann sie in der Jugend alles, was es zu gewinnen gab. Deutsche Meisterin mit der U 20 des USC, Erfolge im Bundespokal sowie bei „Jugend trainiert für Olympia“ und zuletzt Platz zwei mit dem Pascal-Gymnasium bei der Schul-WM in Brünn.

Nun aber ist es an der Zeit für neue Gesichter, der obligatorische Bettenwechsel steht im Sportinternat an. Kristi Kubesova (zuletzt USC), Pia Mohr (VV Schwerte), Erika Klidau (ASV Senden), Kaya Baker (VC Minden) und Luisa van Cleve (BW Dingden) ziehen zwei Wochen vor dem Ende der Sommerferien ein und beginnen damit in ihrem jungen Leben einen neuen Abschnitt – und der beginnt mit der Eingewöhnung an das Internatsleben, für die die Neuankömmlinge alle Zeit bekommen. „Es wird sich schon viel ändern. Aber wir helfen ihnen, schnellstmöglich Fuß zu fassen und anzukommen“, sagt Wolf.

Dies sollen die Neuen auch in der 3. Liga, in der der VCO nach einem Jahr ohne offiziellen Wettkampf nun antritt – wenn auch nur in der Hälfte aller Partien, die ausnahmslos auswärts stattfinden. Zwölf Spielerinnen gehören zum Aufgebot, allein acht stehen in Nachwuchs-Bundeskadern. „Das ist eine gute Mannschaft, mit der wir uns auf hohem Niveau messen wollen“, sagt Wolf, ohne dabei konkrete sportliche Ziele zu nennen.

Die volleyballerische Entwicklung steht wie immer im Vordergrund. Damit in drei Jahren die heutigen Neuankömmlinge als gut ausgebildete Spielerinnen Teil der nächsten Fluktuation am Stützpunkt sind.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5853173?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F3814580%2F
Nachrichten-Ticker