Handball: Frauen-Verbandsliga
Kinderhauser Sahnetag gegen BVB-Dritte

Münster -

Läuft für Westfalia Kinderhaus. Eigentlich war ja das Minimalziel Klassenerhalt ausgegeben worden. Könnte sein, dass diese Einschätzung demnächst überholt ist. Nach dem 30:19 gegen Borussia Dortmund III sind die Münsteranerinnen nämlich schon wieder Erster.

Montag, 17.09.2018, 16:28 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 14:16 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 17.09.2018, 16:28 Uhr
Energisch tankt sich Anna Klapdor gegen Lea Rothe (l.) und Luca Lucia Rothe (r.) durch.
Energisch tankt sich Anna Klapdor gegen Lea Rothe (l.) und Luca Lucia Rothe (r.) durch. Foto: Johannes Oetz

Das war ein Auftakt nach Maß für Westfalias Damen: Nur zwei Gegentore in den ersten 22 Heimminuten der Saison – und am Ende stand ein verdienter 30:19-Sieg (13:7) gegen Borussia Dortmunds Dritte auf der Anzeigetafel.

Trainer Florian Ostendorf hatte dementsprechend nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel als Erstes ein Lob für die Abwehrreihe parat: „Wir haben super verteidigt und dabei genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“ Doch auch die Offensive präsentierte sich in Form. Die Führung durch Ann-Kathrin Glage nach 39 Sekunden bauten die Münsteranerinnen schnell bis auf das 9:2 durch Kira Enders (22.) aus. Im letzten Drittel des ersten Abschnitts überzeugte der Gastgeber jedoch weniger, und Borussia holte noch etwas auf. „Da waren wir ein bisschen schluderig und haben drei hundertprozentige Chancen liegen gelassen“, bemängelte Ostendorf.

Nach der Pause zeigte Kinderhaus wieder die Anfangsfrische. Der BVB drängte die Gastgeber zwar fünf Minuten in die Defensive, doch die machte ihre Sache weiterhin gut. Und vorne zeigte die Angriffsreihe mehrmals für diese frühe Saisonphase bereits schöne Kombination: So erwiesen sich Enders – mit sechs Toren die Treffsicherste – und Anna Klapdor zum Beispiel beim 18:9 (37.) als eingespieltes Duo. Oft gelang spätestens der Nachsetzer wie bei Glages Treffer zum 26:17 (54.). In der Schlussphase brachte Westfalia durch konzentriertes Aufbauspiel Ruhe rein, während der BVB gegen die Zeit spielte und im Abschluss zu oft zögerte. So gelangen Westfalia drei erfolgreiche Schlussminuten: Alexa Beckmann fing einen schönen Konter ab und setzte Henrike Schulze-Dieckhoff, die studienbedingt ihr vorerst letztes Spiel machte, in Szene (58.). Sie traf dann per Siebenmeter zum 28:19 erneut. Sodann setzte Glage nach einem Doppelpass mit Beckmann unten links im Gehäuse den Schlusspunkt zum 30:19.

Ostendorf zeigte sich „hochzufrieden“ nach dem umjubelten Abpfiff. „Wir hatten allerdings zum Teil nicht ganz den passenden Abstand zur Deckung.“ Mit Blick auf die kommende, und wohl auch deutliche schwerere Aufgabe gegen die DJK Coesfeld am Samstag sagte er: „Wir haben viel durchgewechselt, aber hatten keinen klaren Bruch im Spiel. Das stimmt mich sehr zuversichtlich.“ Tore Westfalia: Enders (6), Plett (5), Klapdor, Glage, Beckmann (je 4), Schulze-Dieckhoff (4/3), Engelhardt (2), Rehorst (1)

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