Speckbrett: Stadtmeisterschaften
Jubiläumstitelkämpfe enden in der Wasserschlacht von Sentrup

Münster -

Das haben die unerschütterlichen Speckbrett-Helden mit den unbesiegbaren Galliern gemein: Sie fürchten nur, dass ihnen der Himmel auf dem Kopf fällt. Und das tat er ausgerechnet am Finaltag der Stadtmeisterschaften. Nur einem war’s egal: Seriensieger Michael Thiemann holte sich den siebten Titel.

Dienstag, 25.09.2018, 14:06 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 24.09.2018, 14:42 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 25.09.2018, 14:06 Uhr
Daniel Lingen (l.) begleitete Seriensieger Michael Thiemann bei seinem siebten Triumph ins Finale.
Daniel Lingen (l.) begleitete Seriensieger Michael Thiemann bei seinem siebten Triumph ins Finale. Foto: Wilfried Hiegemann

An sechs Wochenenden war das Wetter ein freundlicher Begleiter der 50. Speckbrett-Stadtmeisterschaften. Selten waren die Titelkämpfe so trocken wie in diesem Jahr, die Jubiläumsausgabe verlief ohne nennenswerte Kapriolen. Doch als alles angerichtet war, als elf der zwölf zum großen Teil hart umkämpften Endspiele vorbei waren, fing es „passend“ zum Finale der Sonderklasse kräftig an zu regnen. Der Showdown zwischen Michael Thiemann (SV 91 Münster) und Daniel Lingen (vereinslos) wurde zur „Wasserschlacht von Sentrup“, wie Turnierorganisator Timo Höppner das dramatische Endspiel nannte. Dabei hatte der nun siebenfache Champion Thiemann, der im zweiten Satz beim Stand von 18:20 zwei Matchbälle abwehrte, das bessere Ende für sich.

Sensation liegt in der Luft

Ausgenommen von einer 20-minütigen Pause kämpften der Sudmühler und sein Kontrahent aus Düsseldorf mit dem Regen, dem immer schwerer werdenden Ball und dem tiefen Platz – Bedingungen, die sicherlich dem Herausforderer besser lagen als dem Favoriten Thiemann. Und so war es auch Lingen, der nach dem gewonnenen ersten Durchgang auf Kurs lag und sich anschickte, die Überraschung zu schaffen. Doch als ihm nur noch ein Punkt zum Titel fehlte, griff Thiemann plötzlich ganz tief in seine Speckbrett-Trickkiste. Zwei Passierbälle, ein perfekter Lob auf die Linie – und schon hatte er Satz zwei doch noch eingefahren. „Da hatte ich sicher auch ein bisschen Glück“, sagte der 41-Jährige, der in der Folge den Moment nutzte und sich früh entscheidend absetzte. Lingen, der erst am Vormittag in einem packenden Drei-Satz-Match gegen Stefan Tiesmeyer (SV Sentruper Höhe) das Finalticket gelöst hatte, hatte nichts mehr entgegenzusetzen. 21:23, 22:20 und 21:14 lautete das Ergebnis, mit dem Thiemann an Rekordsieger Michael Roloff (acht Titel) heranrückt.

Titel im dritten Finale

Zuvor hatte er im Sonderklassen-Doppel seine erste Siegchance vergeben. Mit Höppner (SVSH) unterlag er Max Haddick/Tiesmeyer (beide SVSH) 16:21, 21:19, 21:18. Es war gleichzeitig die zweite Niederlage des Tages für Höppner, der zuvor schon das Jungsenioren-Endspiel gegen Bastian Kötter (SV 91) 21:18, 18:21, 21:23 verloren hatte. Nur gut, dass der Organisator – für die reibungslose und nahezu perfekte Ausrichtung erhielt er zu Recht Lob und Dank von der Schwimmvereinigung, dem TuS Hiltrup und aus eigenen Reihen – im Mixed das Negativtriple abwendete. An der Seite von Ria Dörnemann (SVSH) jubelte er über das 21:12, 21:12 gegen die Tennis-Zweitligaspielerin Tina Kötter und Bastian Kötter. Bei den Damen machte Steffie Lipsky (SVSH) ihren Hattrick perfekt. Nach 2016 und 2017 gewann sie erneut, diesmal gegen Lena Müller (vereinslos) mit 21:8, 21:18.

Eines von insgesamt acht Drei-Satz-Endspielen bestritten in der offenen Klasse Marius Bruun (SVSH) und Markus Nübel (vereinslos), der letztlich mit 24:22, 10:21, 21:17 gewann. Marc Hoefeld-Fegeler/Marc Riesenbeck (SVSH) im Doppel der offenen Klasse, Martin Theisen/Martin Lange (vereinslos/SV91) im Ü-45-Doppel, Ludger Niehoff und Rainer Schmitz (beide vereinslos) im Ü-60-Doppel, Veronica Schleß/Winfried Mangels (TuS) im Ü-50-Mixed, Linus Knickenberg (vereinslos) bei den Junioren und Jörg Sobetzki (SVSH) in der Ü 50 waren weitere Sieger. „Es waren viele tolle, spannende Endspiele dabei“, erklärte Höppner, der mit den 50. Stadtmeisterschaften sowie der Beteiligung (195 Starter, davon 18 weiblich und 50 Neulinge) mehr als zufrieden war.

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