Boxen: Deutsche Meisterschaften
Der Traum von Edelmetall für Münsters Boxer

Münster -

Tarik Ibrahim vom BC Münster 23 sowie Naziri Piraki und Patrick Walfort (Boxzentrum Münster) starten bei den Deutschen Box-Meisterschaften in Mühlhausen vom 5. bis 8. Dezember. Jeder aus dem Trio dürfte Chancen auf Edelmetall haben.

Montag, 03.12.2018, 17:46 Uhr aktualisiert: 04.12.2018, 10:49 Uhr
Drei Mal Medaillenhoffnung: Tarik Ibrahim (l.) vom BC Münster 23 klettert bei den Deutschen Meisterschaften ebenso in den Ring wie Patrick Walfort und Naziri Piraki vom Boxzentrum Münster.
Drei Mal Medaillenhoffnung: Tarik Ibrahim (l.) vom BC Münster 23 klettert bei den Deutschen Meisterschaften ebenso in den Ring wie Patrick Walfort und Naziri Piraki vom Boxzentrum Münster. Foto: Stefan Hoof

Vier Tage lang steht Mühlhausen im Zentrum des deutschen Boxens vom 5. bis 8. Dezember. Denn in den olympischen Klassen werden die Titelträger gesucht. Einer hat dabei eine Rechnung offen: Patrick Walfort , der im Vorjahr das Finale im Schwergewicht erreichte, dieses aber mit einer Handverletzung absagen musste. Mit Naziri Piraki ist ein zweiter Kämpfer vom Boxzentrum Münster gemeldet wie auch Tarik Ibrahim vom BC Münster 23 .

Piraki startet in der Klasse bis 75 Kilogramm. Gleich 19 Kämpfer standen in den Meldelisten, wobei der Münsteraner mittlerweile einer der erfahrensten Boxer dieser Gewichtsklasse ist. Immerhin 103 Siege (17 Niederlagen) stehen für ihn zu Buche, DM-Dritter war er auch schon, an drei, vier guten Tagen ist alles möglich für ihn. Ein guter Kampf allein reicht nicht bei diesem großen Starterfeld. Bereits am kommenden Mittwoch (5. Dezember) stehen in dieser Gewichtsklasse die Achtelfinals auf dem Programm, möglicherweise müssen sich Athleten dafür erst noch qualifizieren. Titelverteidiger ist Artur Beck-Ohanyan aus Schwerin.

Im Vorjahr gehörte Patrick Walfort zu den großen Überraschungen bei der DM, als er Turnierfavorit Roman Gorst (SV Pocking) klar bezwang. In diesem Kampf zog sich der Schwergewichtler einen Handbruch zu, eine lange Pause folgte. In diesem Jahr meldete er sich dann zurück als NRW-Meister. Er, der früher auch als Torwart für Union Wessum aktiv war, musste vor einem Jahr in Lübeck kampflos den Titel Eugen Waigel überlassen. Nun sind in Mühlhausen zehn Schwergewichtler (bis 91 kg) gemeldet, Waigel ist nicht am Start. Nach 44 Kämpfen (25 Siege und drei Unentschieden) könnte die große Stunde des Mannes vom Boxzentrum Münster, hier wird er vor allem von Engin Bereketoglu betreut, schlagen.

„Wir haben die Athleten zehn Wochen intensiv vorbereitet“, sagt Prof. Farid Vatanparast, Cheftrainer des Boxzentrums. Bei der DM wird Hamdi Yilderim Walfort und Piraki betreuen, Vatanparast das Geschehen aus der Fern beobachten. Er glaubt: „Alles ist getan, jetzt entscheiden der Kopf, eine gute Auslosung und die Gesundheit.“ Gerade Walfort hatte zuletzt immer wieder mal Probleme mit der Hand, Piraki zog sein Programm voll durch. Vatanparast: „Beide haben Chancen auf eine Medaille, Patrick könnte für die ganz große Überraschung sorgen.“

Überschaubar ist das Angebot an Boxern in der Klasse bis 52 Kilogramm, und da ragt schon seit Jahren Tarik Ibrahim heraus. Der Münsteraner hat bereits nationale Titel gewonnen und startete auch international für Deutschland. Allerdings gewann im Vorjahr Hamza Touba (Neuss) die DM, Ibrahim fehlte.

2016 hatte dagegen Ibrahim mit 19 Jahren die DM bereits gewonnen. In diesem Jahr startete Ibrahim bei der U-22-Europameisterschaft in Rumänien – und gewann die Bronzemedaille. In guter Form geht die Titelfrage nur über das Eigengewächs des BC Münster 23.

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