Fußball: Landesliga
Für Münster 08, Westfalia Kinderhaus und den BSV gilt: Alles kann, nichts muss

Münster -

Das Aufstiegsrennen in der Landesliga entschieden? Mitnichten, das münsterische Trio SC Münster 08, Westfalia Kinderhaus und der BSV Roxel will sich noch einmal an Spitzenreiter GW Nottuln heranrobben und Druck ausüben. Ganz nebenbei geht es noch um Platz zwei, der sehr lohnenswert werden kann.

Mittwoch, 13.02.2019, 17:36 Uhr aktualisiert: 13.02.2019, 17:56 Uhr
Fußball: Landesliga: Für Münster 08, Westfalia Kinderhaus und den BSV gilt: Alles kann, nichts muss
Warum so skeptisch, Marcel Pielage? Die Westfalia ist aktuell Zweiter im Ranking. Foto: fotoideen.com

In der Physik beschreibt es eine antreibende Kraft in einem dynamischen Prozess: das Momentum. Der kleine Schneeball, der den winterlichen Berg hinunterrollt, immer mehr an Fahrt aufnimmt, größer, schneller und am Ende zur Lawine wird, ist ein klassisches Beispiel konstant zunehmender Energie, ja im Bestfall maximaler Stärke. Nahtlos auf den Sport übertragbar. In der Landesliga hat GW Nottuln aktuell jenes Momentum auf seiner Seite. Bis zur Winterpause haben die Jungs von Trainer Oliver Glaser das Gaspedal durchgedrückt. Sieben Punkte beträgt der Vorsprung auf die Verfolger Westfalia Kinderhaus , den SC Münster 08 und Eintracht Ahaus. Eine Vorentscheidung? Mitnichten. „Wir sind noch lange nicht im Ziel“, sagt der B-Lizenz-Inhaber. Und gibt den Seinen diese eindringliche Botschaft mit auf den Weg: „Bloß nicht die Bodenhaftung verlieren.“ Die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht. Die Wucht aus Münster spürt der Kollege Glaser direkt im Nacken.  

Allen voran die vom kessen Newcomer aus Kinderhaus. An und auf der Großen Wiese reifen neuerliche Aufstiegsträume heran. Nach einer feinen ersten Serie hat sich die Combo von Coach Marcel Pielage in der Spitzengruppe festgebissen. „Ich sehe die Westfalia als zuletzt beständigstes Team aus dem Kreis der lauernden Mannschaften“, zollt Glaser dem Verfolger Respekt. Kein Ritterschlag, klar. Schon aber ein Indikator, dass Pielage und sein „Co“ Gerrit Göcking in Kinderhaus herausragende Arbeit leisten. Ganz nebenbei wäre Rang zwei ein lohnendes Ziel, weil der mit großer Sicherheit Aufstiegsspiele zur Westfalenliga nach sich ziehen würde. „Die würden wir liebend gerne mitnehmen. Am Ende des Tages ist Fußball ein leistungsorientierter Sport“, erklärt Pielage. Und ergänzt: „Wir hätten schon Bock darauf, noch einmal aufzusteigen.“ 13 Spiele stehen noch aus. Eine lange Reise. Wer weiß schon, wo sie endet? Zuzutrauen ist diesen Kickern aus dem Stadtbezirk Nord alles.

Dass die Karten nochmals neu gemischt werden, glaubt Mirsad Celebic. Seine Nullachter hat er bis auf Rang drei geführt – mit Luft nach oben. „Wir wollen an unsere extrem gute Serie 2018 anknüpfen“, sagt der 40-Jährige. Obwohl er zwei ganz wichtige Stützen erstmal ersetzen muss: Max Hehemann fällt mindestens acht Monate mit einem Knorpelschaden im Knie aus. Sohnemann Eldin Celebic zwickt es im Wadenmuskel. Bitter. Da trifft es sich gut, dass Marcel Exner dem TuS Altenberge II den Rücken kehrt und an der Manfred-von-Richthofen-Straße sein Lager aufschlägt. Der 20-jährige Stürmer, bei den Junioren für Preußen Münster und Borussia Dortmund am Ball, bringt „eine enorme Qualität mit“. Celebic schätzt seinen Neuzugang, der exakt ins Beuteschema passt, genau wie der hochgezogene Paul Reichelt aus der U 19 – das Durchschnittsalter hat sich mittlerweile bei 21,6 Jahren eingependelt.

In Roxel sehen sie sich derweil trotz des jüngsten Höhenfluges in Anlehnung an ein afrikanisches Sprichwort nicht veranlasst, am Gras zu ziehen, damit es schneller wächst. „Nach dem neuerlichen Umbruch haben wir eine erfreuliche Entwicklung genommen. Diesen Eindruck wollen wir verfestigen.“ Übungsleiter Sebastian Hänsel kann nach dem durchwachsenen Start in die Serie wieder richtig lachen mit seinen Jungs. „Wir haben viel Spaß zusammen.“ Ein Indiz, dass beim BSV die Chemie passt. Allein der Ausfall von Lukas Kintrup wiegt schwer. Beim LEG-Cup des SC Nienberge riss er sich neben dem Kreuzband die Bänder im Innen- und Außenmeniskus. Mindestens zwölf Monate Pause – ein Schock für den erfahrenen Sechser. Ersetzen sollen ihn Tim Niesing, Henrik Wesberg, Hendrik Flaßhar oder Marvin Leifeld. In der Meisterfrage setzt Hänsel übrigens auf die Konstanz der Grün-Weißen aus Nottuln. „Da stimmt alles. Die werden nicht einbrechen.“

Das Momentum, den Schwung des Erfolges mitnehmen, das haben sie sich beim Tabellenführer auf die Vereinsfahnen geschrieben.

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