Leichtathletik: U-20-DM
LG Brillux gewappnet für Sindelfingen – Hoffnungsträger Herden

Münster -

Mit einer gehörigen Portion Optimismus steuern die Athleten der LG Brillux Münster am Wochenende die U-20-DM in Sindelfingen. An Bord ist mit Luka Herden sogar ein ernsthafter Kandidat für eine Medaille im Weitsprung.

Donnerstag, 21.02.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 22.02.2019, 11:30 Uhr
Schnell und weit: Luka Herden ist bei der U-20-DM auf der Sprintstrecke und in der Weitsprunggrube gefordert.
Schnell und weit: Luka Herden ist bei der U-20-DM auf der Sprint­strecke und in der Weitsprunggrube gefordert. Foto: Wolfgang Birkenstock

Das Team ist schlagkräftig, recht groß und vor allem: zuversichtlich. Optimistisch reist die LG Brillux zur U-20-DM nach Sindelfingen an diesem Samstag und Sonntag. Immerhin steht mit Weitspringer Luka Herden einer der Anwärter auf den Titel in ihren Reihen. Seine Bestweite von 7,61 Metern datiert zwar aus dem Sommer des vergangenen Jahres, und bei den Hallen-Wettkämpfen dieses Winters hatte der 18-Jährige noch Anlaufprobleme. „Er kann aber ganz nach vorne springen, wenn er das Brett trifft“, so der Sportliche Leiter Jörg Riethues. „Und dann zählt er auch zu den Favoriten in einem Top-Feld mit starker Konkurrenz.“

Verläuft der Wettbewerb am Samstag aus Herdens Sicht zufriedenstellend, ist er tags darauf auch ein Kandidat für den Endlauf der 4x200-Meter-Staffel, ­voraus­gesetzt, das Team mit Ole Patterson, Ben Rose, Joshua Michalik und Jakob Bruns patzt nicht bei den ­Wechseln und kommt tatsächlich ins Finale. Dann würde Herden für Michalik den letzten Lauf bestreiten.

Zwei Nennungen gehen auf das Konto von Jari Bender. Sollte er über 1500 Meter den Endlauf erreichen – wovon Riethues im Vorfeld ausgeht – ist sein Start über 800 Meter obsolet. „Eine reine Sicherheitsmeldung“, betont er. Nach zwei DM-Teilnahmen peilt Bender nun seine Endlaufpremiere am Sonntag (Halbfinale am Samstag) an. Oskar Enseling sammelt, auch über die 1500 Meter, erste DM-Erfahrung.

Die Sprinter Bruns, Rose, Patterson und Michalik haben in dieser noch kurzen Hallensaison bereits intern für Furore gesorgt und samt und sonders ihre persönlichen Bestzeiten unterboten. „Sie haben sich gut ent­wickelt“, zeigt sich Riethues von der Perspektive der jungen Garde überzeugt. Seiner Meinung nach haben alle das Zeug, die Zwischenläufe zu erreichen. „Dann müssen wir entscheiden, welchen Stellenwert wir der Staffel beimessen“, so der Coach.

Apropos Perspektive: Greta Piepel wird als U-18-Athletin in der nächsthöheren Altersklasse über 200 Meter starten. Was sie da ausrichten kann? Riethus: „Wir wollen die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Sie wird viel lernen und Erfahrungen sammeln.“ Ungeachtet dessen sagt er: „Wir haben sicher ein sehr gutes Team zusammen. Quantitativ, wie qualitativ.“ Es kann also tatsächlich eine runde Sache für die LG werden im Sindelfinger Glaspalast.

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