Futsal: Regionalliga
In höchster Alarmbereitschaft – UFC Münster spielt gegen den Abstieg

Münster -

Der UFC Münster war viele Jahre eine ganz große Nummer in der Regionalliga. Achtmal wurden die Jungs Westdeutscher Meister. Inzwischen ist das alles Geschichte – erstmals spielt der UFC gegen den Abstieg.

Donnerstag, 28.02.2019, 15:34 Uhr aktualisiert: 28.02.2019, 17:10 Uhr
Eike Wessels ist mit dem UFC eng verbunden – als Spieler und als Trainer der Frauen-Mannschaft.
Eike Wessels ist mit dem UFC eng verbunden – als Spieler bei den Herren und als Trainer der Frauen-Mannschaft. Foto: Peter Leßmann

Die fetten Jahre sind vorbei. Der UFC Münster backt aktuell kleine Brötchen. Durch die Niederlage gegen Bonn sind die Jungs erstmals in der Clubgeschichte auf einen Abstiegsrang in der Regionalliga gerutscht. Das ist Neuland. Vier Partien verbleiben, um den Gau abzuwenden. Das ausgerechnet ein Jahr vor der möglichen Einführung einer Bundesliga durch den DFB. Es herrscht höchste Alarmbereitschaft.

Fünf vor zwölf. „Wir müssen den Dreh kriegen“, warnt Eike Wessels . Der 31-Jährige ist einer der erfahrensten Kicker unter dem Hallendach. Einer, der seit 2012 ununterbrochen dabei ist. Und einer, der den rauen Umbruch seit 2015 miterlebt hat. Die Spätfolgen sind bis heute spürbar. Christoph Rüschenpöhler, Julian Offermann, Alexander Kenkel, Wendelin Kemper, Eduard Nickel – das sind nur fünf gestandene Größen, die für die erfolgreich(st)e Zeit stehen – und inzwischen ihre Prioritäten verschoben haben. Seit der Einführung der höchsten Spielkasse 2006 sicherte sich Münster immerhin achtmal die Westdeutsche Meisterschaft (2006, 2008, 2009, 2010, 2012, 2013, 2014, 2015). Die nackten Zahlen sprechen Bände. Kaum ein Weg, geschweige denn ein Dribbling führte seinerzeit am UFC vorbei. Schnee von gestern.

Die Realität ist grau – und wird nicht gleich schwarz gemalt. „Wir können noch da rauskommen“, sagt Motivator Wessels, der nebenbei die immens erfolgreichen Frauen trainiert. Die Frage ist nur: Wie?

Hoffnung macht die Rückkehr von Routinier Kemper, der die Auszeit sinnvoll nutzte, das Referendariat beendete und Papa wurde. Ein neuer Lebensabschnitt nun, in dem der Futsal wieder eine Rolle spielen könnte. Für den UFC eine Bereicherung und möglicherweise das belebende Element im Kampf gegen den drohenden „Untergang“. Gegen den sich die Spielertrainer Maik Solisch und Simon Holling mit Händen und Füßen stemmen. Den beiden wurde nach dem überraschenden Rückzug des brasilianischen Trainers Ronaldo Milani die Verantwortung übertragen. Bislang ohne durchschlagenden Erfolg.

Am Samstag will sich das Team im Viertelfinale des NRW-Pokalwettbewerbs bei FSP Turbo Minden verloren gegangenes Selbstvertrauen zurückholen (19 Uhr). Mit dem Duell am 9. März gegen den PCF Mülheim (derzeit drei Punkte vor dem UFC am rettenden Ufer) beginnt die Operation Nichtabstieg. Bielefeld-Sennestadt (Spitzenreiter), Holzpfosten Schwerte (Dritter) und Wuppertal (Sechster) sind die weiteren Gegner. Ein Restprogramm, das es in sich hat. Die Oberliga hat ihre Hände nach Münster ausgestreckt. Aber so weit wollen es Wessels und Co. dann doch nicht kommen lassen. Zumal Nationalspieler Eike Thiemann im schlimmsten Fall aller Fälle kaum zu halten wäre.

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